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Stellenwert von Microsoft Zertifizierungen allgemein und spezifisch für Vorstellungsgespräche
m74
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Stellenwert von Microsoft Zertifizierungen allgemein und spezifisch für Vorstellungsgespräche

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Hi,

letzte Woche habe ich die 70-511 Zertifizierung bestanden, es war meine erste Zertifizierung überhaupt.

Ich habe zwar 12 Jahre Erfahrung durch meinen Job, aber dennoch - die Zertifizierung hat als Hauptschwerpunkt WPF/XAML - mit dem Thema ich nur sehr wenig vertraut bin (da wir beruflich immer nur mit ASPX und WinForms herumhantieren).

Ich dachte am Anfang echt "hey, gucks Dir mal an wie sowas abläuft, hast ja nen 2nd Shot".

Aber was ich dann sah hat mich echt erschrocken: in weniger als 20 Minuten da durchgeklickt (obwohl die Zeit glaube ich über 2h gewesen wäre) und direkt bestanden, die Fragen absolut einfach (selbst als WPF-Neuling).

Jetzt frage ich mich natürlich welchen Stellenwert solche Zertifikate überhaupt im beruflichen Umfeld haben? Wie denken da Personalentscheider?

Nächste Woche möchte ich noch die 70-516 machen, kann ich erwarten das es da ähnlich locker abläuft oder hatte ich bei der 511 einfach nur Glück?

Natürlich sieht so ein Dokument von Steven A. Ballmer (digital) unterzeichnet hübsch aus - aber mal ehrlich: ich hab noch soviele ToDos im Bereich WPF und würde mich laaaaange nicht als Profi in dem Bereich bezeichnen. Bin ja sogar auch nur Hauptschüler...

Klar bin ich froh bestanden zu haben, aber dieser Einblick hat mein Bild in diese Zertifizierungswelt echt verwässert.

Sehe ich das falsch? Hatte ich nur Glück mit den Prüfungsfragen? Wie denken Personalentscheider?

Viele Grüße
m74
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von m74 am .
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gfoidl
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Hallo m74,

für mich sind diese Zertifizieren das Papier, od. wenn sie digital sind: den Speicher, nicht wert. Die Aussagekraft über das Wissen/Fähigkeit zum Thema geht gegen 0.

Dass es diese gibt sind ein Resultat der amerikanischen Denke und Arbeitsweise. Überspitzt: Dort kann jeder jeden Job ausüben, hauptsache er/sie hat ein Zertifikat. In Pharakonzernen arbeiten angelernte Hausfrauen die ein Zertifikat haben. Was H2O ist wissen sie aber nicht.

Siehe auch Stellenwert von Zertifizierungen: MCPD & SCJP.


mfG Gü

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"Alle sagten, das geht nicht! Dann kam einer, der wusste das nicht - und hat's gemacht!"
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m74
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Danke für Deine Einschätzung. Aber worauf achten "Personaler" heute in "unserem" Bereich? Ironischerweise war ich selbst schon in dieser Position, ich hab einfach ein paar Basics abgeklopft um - nach einer schweren Enttäuschung - einfach sicher zu sein das "er" der richtige für unser Team ist.

(Dafür bekam ich einen schweren Rüffel vom Personaler, Fachfragen hätten ja im Vorstellungsgespräch nichts zu suchen, meinte er zu mir...).
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Coder007
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Zitat von m74
Aber worauf achten "Personaler" heute in "unserem" Bereich?

Ich möchte die Frage mal mit einer Gegenfrage beantworten. Willst du denn überhaupt in einer Firma arbeiten, in der auf solche Zertifikate Wert gelegt wird? Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass ich bisher keine Firma gesehen habe, wo sowas irgendeine Rolle gespielt hat. Bisher liefen alle meine Vorstellungsgespräche sehr locker ab, und nicht nur in kleinen Firmen. Ich könnte mir schon Firmen vorstellen, wo solche Zertifikate Eindruck machen würden. Allerdings wärst du dann wohl in einer Situation, wo dein Vorgesetzter eher wenig Ahnung von der Materie hat und es würde dann in der Arbeit (überspitzt gesagt) mehr auf politische Machtspielchen denn auf wirkliches Fachwissen ankommen.
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m74
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Da kann ich Dir nur zustimmen, Coder! Ich selbst habe darauf ja auch nicht geachtet. Mir ging es bei den Vorstellungsgesprächen die ich führte immer nur darum dem Bewerber die Nervosität zu nehmen, hab ihm unsere Architektur etwas vorgestellt und wollte ein paar Basics abklopfen.

Aber selber hab ich nen tierischen Bammel vor Vorstellungsgesprächen (würde gerne mittelfristig wechseln) ;-)
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gfoidl
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Hallo m74,
Zitat
worauf achten "Personaler"
Pauschal wird man das (hoffentlich) nicht beantworten können. Ein Personaler sollte zumindest vom eigenen Betrieb und den Produkten auch soviel Ahnung besitzen, dass er vernüftige Fragen stellen kann um ein Gefühl zu entwickeln, ob der "Vorsteller" passt od. nicht. Also so ähnlich wie du es gemacht hast.

Zitat
(Dafür bekam ich einen schweren Rüffel vom Personaler, Fachfragen hätten ja im Vorstellungsgespräch nichts zu suchen, meinte er zu mir...).
Dann wars wohl auch so einer, der stur seiner Ausbildung folgt und Human Resources an der Tür stehen hat, aber nix vom Betrieb an sich weiß.


mfG Gü

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unconnected
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Würde mich meinen Vorrednern anschliessen..
Es bringt Dir vllt. 5% Bewerbungsgespräche mehr.. Aber es kommt dann aufs Gespräch an. Aber hey, besser als nichts :)
Ein vernünftiger Personaler weis hoffentlich wann er das Feld zu räumen hat, und den EL oder sonst wen ran lässt.
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zero_x
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Hallo m74,

ich sehe keinen Grund, warum ein Zertifikat als negativ oder als nicht vorteilig für dich angesehen werden könnte. Zertifikate sehe ich als optional an und es würde sicherlich nicht schaden. Lieber ein Zertifikat zu viel als eins zu wenig zu haben. Bei dir als Hauptschüler bestätigst du nur nochmals, dass deine Erfahrungen im Bereich Programmierung fortgeschrittener sind. Kann also auch gut ankommen.

Bei Microsoft oder der Zertifizierungsstelle kannst du fragen, warum die Richtlinie auf 2 Stunden gesetzt wurde. Die Erfahrung hatte ich auch und wüsste auch nicht warum es so ist. Innerhalb von 20 Minuten (wie bei dir auch) war ich fertig.

Der zu wissende Stoff bei den Zertifikaten (MCTS) sind sehr einfach gehalten, weil auch nur die Grundlagen abgedeckt werden. Abhängig vom Grad und der Zielrichtung sind die Zertifikate auch schwerer (wie z.B. der MVP).

Frag doch einfach mal einen Personaler! Argumentier, dass du ein möglichst gutes Bild hinterlassen möchtest und du immer interessiert bist, dein Wissen noch weiter auszubauen und durch Zertifikate dein Wissen bestätigst.

zero_x
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mg.net
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Das Zertifikat an sich ist neutral oder positiv zu bewerten. Im schlechtesten Fall wird es ignoriert, im besten Fall liest der Personalverantwortliche das hinein, was seine Erfahrung hergibt. Diese Menschen sind halt so wenig standardisierbar wie andere auch.

Ich sehe aber ein weiteres Hauptproblem: Bewerber legen gerne Zertifikate bei, ohne darauf einzugehen. Sie meinen, das Zertifikat würde schon für sich sprechen. Das tut es meist nicht. Denn zum Einen sind wohl vielen "Personalern" die Inhalte völlig fremd und zum Anderen ist der Markt auch recht unübersichtlich - es gibt ja nicht nur die Microsoft-Zertifikate. Also: Warum nicht die Beweggründe kurz schildern, oder die Inhalte in einem Satz zusammenfassen? Am besten wäre natürlich ein kausaler Zusammenhang, also wie die erlernten Inhalte praktisch von Nutzen waren. Es geht also nicht nur darum eine Prüfung zu bestehen, sondern auch darum diese Leistung zu verkaufen.
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kelkes
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Bei den Microsoft Prüfungen muss man aber dazu sagen das der Schwierigkeitsgrad von Prüfung zu Prüfung sehr stark schwankt.

WPF war absolut leicht, SQL Server oder WCF waren schon andere Kaliber.

Als Entscheider schau ich mir schon genau an welche Zertifikate gemacht wurden, wenn 2 Kandidaten gleich gut in eine Position passen machen die richtigen Zertifikate den Unterschied aus.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von kelkes am .
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dass ihre Verwirklichung von vorneherein ausgeschlossen erscheint."
(Albert Einstein)
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