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Zeichnung in 3D Raum extrudieren

Erstellt von userid11997 vor 13 Jahren Letzter Beitrag vor 13 Jahren 5.104 Views
U
userid11997 Themenstarter:in
400 Beiträge seit 2008
vor 13 Jahren
Zeichnung in 3D Raum extrudieren

Moin,

hab mir kürzlich ein Grafiktabelt gekauft um am Computer zu zeichnen. Dabei stellte sich mir die Frage, ob es nicht eine Möglichkeit gibt eine flache Zeichnung automatisch in ein 3D-Objekt extrudieren zu lassen, um sie dann aus verschiedenen Perspektiven als Bild speichern zu können.

So könnte man z.b. verschiedene Positionen von Charakteren ausprobieren, ohne stundenlang neue Blickwinkel zu zeichnen.

Hat jemand Anregung, Vorschläge oder Ansätze, wie man das bewerkstelligen könnte?

I
1.739 Beiträge seit 2005
vor 13 Jahren

Also eine Extrusion sieht ungefähr so aus:
Extrusion
(Extrusionen gehen auch komplexer, sind aber wohl wenig geeignet für diesen Zweck)
Zum Ausprobieren von Charakterpositionen wäre die Perspektivische Verzerrung eines 2D Bilds etwas besser geeignet.
Jedoch benötigst du zumindest 3(Font, Back Side)-Imho zuwenig - besser 6 Ansichten des Modells musst noch interpolieren usw.
Eine gute Software die das direkt unterstützt wäre "Manga Studio". Das Ding liefert dir ein ein 3D-Modell zum abpausen. Alternativen wären Poser(Modell ist besser anpassbar) + Copy in das Malprogramm deiner Wahl als Hintergrundebene zum rübermalen, oder irgenein Viewer(die 3d Modelle muss man dann selbst zusammensuchen und die Animationsframes).

Es geht aber auch ohne solche Hilfsmittel. Es reicht dann ein gutes Zeichenprogramm. mit Layerverwaltung(hat heutzutage fast jedes Malprogramm), ein gutes Vorstellungsvermögen und ein paar einfache Kniffe(dafür gibt es Tuturials) - vom Skelett zum Rumpf zur Dekoration. Übung brauchts natürlich ebenfalls.

U
userid11997 Themenstarter:in
400 Beiträge seit 2008
vor 13 Jahren

Ich wollte eigentlich keine Fremdsoftware extra für diesen Zweck verwenden. Und schon garnicht wo man 6 exakte Kopien des Bildes braucht, da bei mir auch leider die Bilder immer Unikat sind.

Ich hatte mir auch schon überlegt für jeden Pixel einen Vector zu generieren, sodass der Zeichner dann eine Verformung zu einem 3D Modell machen und dieses im Raum beliebig drehen kann. Wäre jedoch vom zeitlichen Aufwand her für den Anwender nicht gerade optimal.

Ansonsten ist mir bis dahin auch nichts brauchbares eingefallen.

U
userid11997 Themenstarter:in
400 Beiträge seit 2008
vor 13 Jahren

Also...

ich habe mir jetzt folgendes Überlegt:

Der Anwender hat die Möglichkeit in einem Modus zu Zeichnen und dann in einen Höhenmodus zu Wechseln, wo er auf das gzeichnete eine Art Hightmap legen kann. Dann gibt es noch den Betrachtungsmodus, indem der Anwender seine Zeichnung betrachten kann.

Ich bin mir allerdings noch nicht im Klaren, wie ich die Verformung berechne und vor allem, wenn ich die Zeichnung gedreht habe, wie ich dann die Punkte anhand der Drehung setzen soll

799 Beiträge seit 2007
vor 13 Jahren

Ehrlich gesagt halte ich das ganze für ein Ding der Unmöglichkeit. Wie willst du einfach u. schnell aus einem Bild dass nur 2D-Informationen enthält ein 3D-Bild machen ...

Aber nur weil ich es mir nicht vorstellen kann, heißt das ja noch lang nicht dass es nicht geht. Wenn du dann eine brauchbare Lösung hast, schreib es bitte denn mich würde so ein Programm auch sehr interessieren. 🙂

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C
401 Beiträge seit 2007
vor 13 Jahren

Ich halte das für ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn so etwas möglich wäre, dann könnten es Programme wie 3dsmax, Cinema 4D etc. schon. Außerdem könnte man von einem einzigen Bild garnicht genug Informationen ziehen, um ein Modell von allen Seiten darzustellen.

3.170 Beiträge seit 2006
vor 13 Jahren

Hallo,

Außerdem könnte man von einem einzigen Bild garnicht genug Informationen ziehen, um ein Modell von allen Seiten darzustellen.

Von allen Seiten sicher nicht. Aber es könnte zumindest reichen, um einen Eindruck einer Perspektive zu bekommen, für nicht allzugroße Änderungen des Betrachtungswinkels.
Natürlich wird es immer eine Art Projektion in einer Richtung sein.

in einen Höhenmodus zu Wechseln, wo er auf das gzeichnete eine Art Hightmap legen kann.

Halte ich grundsätzlich für eine ganz gute Idee.

Ich bin mir allerdings noch nicht im Klaren, wie ich die Verformung berechne

Naja, ich denke 3D-Landschaften werden auch so ähnlich erzeugt. Also ein Graustufenbild z.B. bei dem jede Graustufe einer Höhenstufe entspricht. Das Opensource-Spielchen Extreme Tux Racer benutzt zum Beispiel Graustufen-PNGs als Höhenprofil zur Erzeugung der Rennstrecken. Vielleicht kannst Du da was abgucken.
Oder wenn Du dich an diese MagicEye-3D-Stereograme erinnerst, die Auflösungen zu den Bildern sehen auch immer so aus - je heller je höher (bzw. näher).

Ein ganbarer Weg könnte das also auf jeden Fall sein.

Gruß, MarsStein

Non quia difficilia sunt, non audemus, sed quia non audemus, difficilia sunt! - Seneca

U
userid11997 Themenstarter:in
400 Beiträge seit 2008
vor 13 Jahren

Ehrlich gesagt halte ich das ganze für ein Ding der Unmöglichkeit. Wie willst du einfach u. schnell aus einem Bild dass nur 2D-Informationen enthält ein 3D-Bild machen ...

Nein, es ist nicht möglich ein komplettes Modell aus nur einer Ansicht eines Bildes zu erstellen, aber folgendes Beispiel, dass dir meine Idee etwas näher bringt:

Du hast die Frontansicht eines Gesichtes und legst nun die Hightmap darauf. Du erhälsts dammit ein Modell, dass du im 3D raum bewegen kannst.

Nun drehst du das Bild, sodass du dein Gesicht von der Seite siehst. Da dein Gesicht nur die Front war, fehlt natürlich der Hinterkopf. Nun wechselst du aber wieder in den Zeichenmodus und zeichnest aus deiner aktuellen Perspektive den Kopf an dein Gesicht, legst wieder die Hightmap darauf und drehst das Modell etwas weiter.

Das machst du solange, bis du einmal rund bist und hast sommit die Komplette ansicht deines Modells. Der Vorteil daran ist, dass du zu keinem Zeitpunkt voirab festlegen musst, wie die nicht sichtbaren Bereiche deines Modells auszusehen haben, sondern kannst dies im Laufe deiner Zeichenarbeit festlegen.

Ebenso soll es möglich sein, die Zeichnung im nachhinein noch zu bearbeiten. Etwa die Ausprägung oder Linienführung des Gesichtes zu ändern etc..

Auch wenn das Ganze dann ein paar viele Polygone hat, kann ich mir durchaus vorstellen, das Modell später in ein anderes Format etwa 3DS-Max oder Cinema4D exportieren zu können, um es dann z.b. für ein Spiel weiter zu verarbeiten.

5.742 Beiträge seit 2007
vor 13 Jahren

Hallo Pria,

ich habe vor kurzem gelesen, dass jemand aus zwei Kinnect-Kameras (also die Dinger für die XBox) eine vollwertige Kamera gebaut hat, die auch Tiefeninformationen liefert - vielleicht ist ja das was für dich 🙂

S
401 Beiträge seit 2008
vor 13 Jahren

Hallo Pria,

was möchtest du eigentlich erreichen?

Für mich persönlich sind Skizzen nur eine Vorlage für das spätere 3D-Modell. Diese müssen nicht 1:1 über ein stimmen --> Skizzen von Unterschiedlichen Ansichten stimmen nie komplett überein. z.B. ist manchmal die Person etwas zu klein oder zu groß gezeichnet.
Wenn es dir an Vorstellungsvermögen fehlt, dann kannst du ja auch mit einfachen Umrissen eine Ansicht zeichnen und den Rest im 3D erledigen.

Programme wie Autodesk Mudbox ermöglichen dir das Formen von Objekten ala Knetmasse.

Gruß,
Thomas

Gelöschter Account
vor 13 Jahren

ich habe vor kurzem gelesen, dass jemand aus zwei Kinnect-Kameras (also die Dinger für die XBox) eine vollwertige Kamera gebaut hat, die auch Tiefeninformationen liefert

Eine Kinect ist bereits eine vollwertige Kamera mit Tiefeninformationen (deswegen der Infrarotstrahler und der Tiefensensor im Kinect).... Das was du meinst ist eher eine Vollwertige 3D Kamera, wobei die Sache mit den Tiefeninforamtionen sich dann aus dem 3D ergibt.

U
userid11997 Themenstarter:in
400 Beiträge seit 2008
vor 13 Jahren

was möchtest du eigentlich erreichen?

Nun, sowas lässt sich vilerlei einsetzen, z.b. zum entwerfen und illustrieren von Bildern für z.b. Spielkarten, für Serienbilder wie sie etwa bei Comicstrips verwendet werden oder Zeichentrickfilme, zum entwerfen von Kleidung oder anderen Handwerksarbeiten.

Zudem ist es meiner Ansicht nach einfacher, ein 3D Modell zu zeichnen, als es aus Blöcken "zusammenzukneten" und vor allem dauert es für einen Leyen wie mich nicht so lang wie mit vergleichbaren Programmen.

Du musst es ja nicht verwenden aber ich finde sowas in Verbindung mit einem Grafiktablet sehr nützlich.

Gelöschter Account
vor 13 Jahren

Eine handgemachte Designerskizze ist nur ein Draft... nichts weiter. Es ist eine Idee, die zu Papier gebracht wurde.

Ein 3D Modell ist etwas konkretes. Es ist die Vorstufe zum Produkt. Hier ist bereits Präzision gefragt. Die Maßverhältnisse müssen stimmen und die technischen Fragen müssen hier bereits annähernd beantwortet sein.

Fürs erstere ist deine Idee zu komplex. Man möchte sich nicht mit höheninformationen aufhalten, wenn man gerade seine Gedankengänge manifestiert.

Fürs letztere ist deine Idee zu unpräziese, da je reine Höheninformationen noch lange kein echtes 3D Modell ergeben. Du hast ja bei einem Echten 3D Modell nicht nur eine Draufsicht... Wie z.B. willst du mit Höheninformationen Höhlen abbilden? Du hast ja nur die Draufsicht?

Alternativ kannst du ja auch sämtliche Seitenansichten mit Tiefeninformationen versehen, wobei du dann am großen Aufwand scheitern wirst, da es dann bei weitem einfacher sein wird ein echtes 3D Modelierungstool zu verwenden anstatt 6 Seiten mit Tiefen/Höhen -Informationen zu versehen, bevor man zum Ziel kommt.

U
userid11997 Themenstarter:in
400 Beiträge seit 2008
vor 13 Jahren

Das kommt letztendlich alles auf die präzision des Zeichners an.

Ich frage dich, wie lange benötigst du, um aus einzelnen Würfeln einen Menschen zu bauen und dann denke mal drüber nach, wie schnell es ginge diesen stattdessen zu zeichnen.

Gelöschter Account
vor 13 Jahren

Ich Frage dich, wie lange du brauchst in 6 Seiten Tiefeninformationen einzubringen und zusätzlich per Hand Präzise eine Textur zu zeichnen, anstatt vorgegebene Geometrische Körper zu einem Größeren Ganzen zusammenzubauen (Wie ein Bildhauer.. nur anders herum).

Du musst ja nicht einen Würfel nehmen... das wäre auch ziemlich blöde, wenn man eigentlich eher Kugeln und Zylinder braucht.

Verstehe mich nicht falsch... du kannst das gerne umsetzen. Jedoch sei dir bewusst, das dein Vorgehen nicht nur ziemlich komplex in der Umsetzung sondern auch sehr komplex in der Handhabung ist.

49.485 Beiträge seit 2005
vor 13 Jahren

Hallo zusammen,

hm, also ich finde die Idee mit dem Extrudieren gar nicht so abwegig und solange es nur um Objekte geht, bei denen (in der Frontalansicht) zu jeden X/Y-Punkt nur ein Z-Wert zugeordnet ist (das ist die Einschränkung, die sich aus der Verwendung einer Height-Map ergibt), sollte sich das auch realisieren lassen. Bei Gesichtern sollte diese Bedingung meistens erfüllt sind (und wenn nicht, betrifft es vermutlich nur wenige Stellen, die man in einem 3D-Programm nacharbeiten kann).

Ich bin nun nicht der 3D-Spezialist und kann daher nicht sagen, wie man das konkret umsetzen kann, aber ich weiß, dass diese Technik schon bei dem ersten Myst-Spiel angewendet wurde (kann man im Making of sehen). Schon alleine das zeigt, dass diese Technik möglich ist und es sinnvolle Einsatzgebiete gibt.

Vielleicht kann jemand, der sich damit besser auskennt, noch näheres dazu sagen.

herbivore