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IPv6: Was tun, um ein Desaster zu verhindern?
herbivore
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IPv6: Was tun, um ein Desaster zu verhindern?

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Hallo Community,

ich gebe es zu: auch ich habe bisher um IPv6 nicht gekümmert. Doch langsam mache ich mir Sorgen.

IPv6 ist der designierte Nachfolger des momentanen Internet Protokolls IPv4 und vor allem deshalb nötig, weil die mit IPv4 maximal möglichen 4 Milliarden IP-Adressen zur Neige gehen. Die Vergabe der letzten freien IP-Bereiche soll schon in 2011 erfolgen. Ein weiteres Wachstum den Internets ist dann nicht mehr gegeben oder zumindest stark erschwert. Schon jetzt kommt man mit den IP-Adressen nur deshalb aus, weil man nicht jedem Gerät (PC, Server, Kühlschrank, ...) eine weltweit eindeutige eigene Adresse zuteilt, sondern nur dem Router, der mit dem Internet verbunden ist und auch das nur dynamisch solange die Verbindung besteht. Wenn nichts passiert, könnte es also in nicht allzu ferner Zukunft sein, dass man sich nicht mit dem Internet verbinden kann, weil (gerade) keine Adresse mehr frei ist.

IPv6 ist mit RFC1883 seit 1995 ein "Proposed Standard" und mit RFC2460 seit 1998 ein "Draft Standard", ohne dass es meines Wissens in 15 Jahres seit dem das Problem erkannt wurde zu einem "Full Standard" geworden wäre. Entsprechend wenig hat sich IPv6 durchgesetzt. So gibt es z.B. kaum IPv6-fähige Router für Privatanwender. Wenn man eine Fritzbox IPv6-fähig machen will, muss man die "Labor-Firmware" installieren. Windows XP bringt erst seit SP2 IPv6 mit, das dann allerdings standardmäßig deaktiviert ist.

Ich frage mich nun, warum es bei IPv6 kaum Bewegung gibt? Und warum die Standardisierung nicht weiter voranschreitet, obwohl das Problem immer drängender wird? An sich denke ich, dass es die Aufgabe der Provider ist, die Einführung von IPv6 zu forcieren. Aber das scheinen sie nicht zu tun. Daher frage ich mich, was ich und jeder von uns tun kann, um das drohende Schicksal des Internets abzuwenden?

herbivore
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Emiswelt
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Der Grund dafür ist, dass sich viele Provider sträuben, da dies einfach neukonfiguration vieler Geräte bedeutet.
Windows und auch alle High-End-Netzwerkgeräte (Cisco, Juniper aber auch die Linux-Suites Quagga und XORP) sind schon seit Jahren IPV6-fähig.

Die Sache ist jetzt diese: In Asien werden schon überwiegend IPv6-Netzwerke eingesetzt. Daher ist es für uns in Europa nicht ganz so knapp. Zusammen mit der Notlösung NAT und Subnetting haben wir noch ca. bis 2012 genügend IPv4-Adressen, wenn die Adressvergabe in der gleichen Rate wie jetzt weiter voranschreitet.

Daher lassen sich die Provider auch ein wenig Zeit, was an sich kein Problem ist. Die Umstellung ist ja wohl im werden, nur langsam, aber dafür stetig.

Das einzige Problem, das sich halt ergeben könnte, ist, dass diverse Billigmarken und Software-Firewalls IPv6 nicht unterstützen, was aber eher ein Problem für Home-User darstellen dürfte, was allerdings auch kein Problem ist, da diese ja ohnehin in privaten Adressbereichen sind. Wer braucht schon 2^128 Adressen in seinem Heimnetzwerk? Das kommt eher für Firmen etc. in Frage und da ist es ohnehin schon sehr am kommen.

Also keine Angst vor dem Desaster, es wird vermutlich nicht eintreten. ;-).
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winSharp93
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Hallo herbivore,
Zitat von herbivore
Die Vergabe der letzten freien IP-Bereiche soll schon in 2011 erfolgen. Ein weiteres Wachstum den Internets ist dann nicht mehr gegeben oder zumindest stark erschwert.
Wie die c't in einem Artikel über IPv6 schrieb: Notfalls führen die Provider eine weitere Ebene NAT ein - dann kann das Internet getrost weiterwachen.
Somit würde ich mir keine wirklichen "Sorgen" machen.
Zitat von herbivore
Daher frage ich mich, was ich und jeder von uns tun kann, um das drohende Schicksal des Internets abzuwenden?
Vermutlich gar nichts (außer, man kennt ein paar hohe Leute in der Telekom ).
Das ist auch ein weiterer Grund, sich um IPv6 auch in Zukunft (als Privatperson) nicht zu kümmern: Man kann sowieso nichts ändern und macht sich nur unnötige Sorgen und Gedanken. Im Gegensatz zu Sachen wie dem Klimaschutz kann man hier tatsächlich nur abwarten, was die Provider machen. Klar, es kann bestimmt nicht schaden, die eigene Anwendung fit für IPv6 zu machen und einen IPv6 kompatiblen Router anzuschaffen (und Windows 2000 den Rücken zuzukehren ) - aber wirklich ändern wird sich dadurch IMHO nichts.

Eine Sache stört mich allerdings an IPv6 gewaltig: Wenn man jedem Gerät eine eindeutige, einmalige Adresse zuteilt, ist das eine Art SuperGAU für den Datenschutz und die Privatssphäre: Solange man seine IPv6 Adresse nicht (automatisch) regelmäßig wechseln kann, werden sämtliche Tracking-Cookies sonst auf einmal überflüssig und durch etwas viel "Mächtigeres" ersetzt.
Somit frage ich mich inzwischen auch, ob IPv6 nicht noch einfach ein paar konzeptionelle Schwächen aufweist.
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herbivore
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Hallo Emiswelt,
Zitat
Also keine Angst vor dem Desaster, es wird vermutlich nicht eintreten. ;-).
wenn sich an der Geschwindigkeit, mit der sich IPv6 durchsetzt (oder sollte ich sagen, eben nicht durchsetzt) nichts ändert, dann schon.

Wenn ich alleine daran denke, was es an Unmengen von Programmen gibt, die fest mit 32-Bit-IP-Adressen arbeiten, dann ist die Herausforderung der Umstellung mindestens vergleichbar mit dem Jahr-2000-Problem, wenn nicht sogar deutlich größer. Und dafür wäre der Zeitraum bis 2012 selbst dann alles andere als großzügig, wenn das Problem ins Bewusstsein aller gedrungen wäre und alle mit Hochdruck daran arbeiten würden. Das ist aber gerade noch nicht der Fall. Daher ja auch meine Sorge.


Hallo winSharp93,
Zitat
Wie die c't in einem Artikel über IPv6 schrieb: Notfalls führen die Provider eine weitere Ebene NAT ein - dann kann das Internet getrost weiterwachen.
die c't schlägt vor, ein Byte des Port-Feldes quasi als Verlängerung der IP-Adresse zu benutzen. Die Idee finde ich allerdings alles andere als überzeugend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so einfach und reibungslos funktioniert. Das wird sicher mindestens deutlich mehr Probleme aufwerfen als das normale NAT jetzt schon tut.
Zitat
Man kann sowieso nichts ändern und macht sich nur unnötige Sorgen und Gedanken.
Man kann etwas ändern! Die Summe der kleinen Schritte bewegt eben doch was. Mit diesem Thread habe ich einen ersten kleinen Schritt unternommen. Natürlich müssen weitere folgen. Aber darum geht es ja gerade.
Zitat
Wenn man jedem Gerät eine eindeutige, einmalige Adresse zuteilt, ist das eine Art SuperGAU für den Datenschutz und die Privatssphäre
Ja, das statische IP-Adressen möglich werden, stört auch mich IPv6. Aber nur weil es möglich ist, statische IP-Adressen zu vergeben, heißt das ja nicht, dass es auch so kommen muss. Eine dynamische IP-Vergabe ist bei auch IPv6 genauso möglich. Und die Telekom hält sich auch offen, genau das weiterhin zu tun.

herbivore
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winSharp93
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Zitat von herbivore
Man kann etwas ändern! Die Summe der kleinen Schritte bewegt eben doch was. Mit diesem Thread habe ich einen ersten kleinen Schritt unternommen. Natürlich müssen weitere folgen. Aber darum geht es ja gerade.
Naja - man kann aber leider nicht einfach sagen: So - ab heute surfe ich unter Verwendung von IPv6. Ohne, dass die Provider da den ersten Schritt gehen, ist man IMHO machtlos.
Selbst wenn myCSharp.de eine IPv6 Version anbieten würde - wer könnte die tatsächlich nutzen?
Zitat von herbivore
Und die Telekom hält sich auch offen, genau das weiterhin zu tun.
"Offenhalten" ist mir ehrlich gesagt etwas zu vage.
Was, wenn hinterher doch statische IP-Adressen (möglicherweise bei manchen Geräten sogar auf Hardwarebasis) vergeben werden?
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Gelöschter Benutzer

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das mit den statischen IP´s wird ganz sicher kommen. wenn nicht durch die Provider, dann durch die Politik der Lobbyisten, da sich dann niemand mehr verstecken könnte und eine Straftat (Raubkopie) noch Jahre später ohne weiteres nachweisbar wäre.
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@Herbivore:
Zitat
Wenn ich alleine daran denke, was es an Unmengen von Programmen gibt, die fest mit 32-Bit-IP-Adressen arbeiten, dann ist die Herausforderung der Umstellung mindestens vergleichbar mit dem Jahr-2000-Problem

Stimmt, du hast schon recht, dass manche Programme fest mit 32-Bit Adressen arbeiten. Aber die frage ist, welche davon werden von der breiten Masse auch wirklich genutzt? Sämtliche Broswer dürften schon ohne Probleme IPv6-Ready sein und E-Mail Clients und Player auch...
Ich denke, das einzige Problem wär hierbei Software, die relativ tief in das Netzwerk bzw. die Hardware integriert ist, und die betrifft die breite Masse eigentlich gar nicht so.
Ich mein, wenn man sich .NET ansieht... Programmiert man eine einfach Anwendung mit einem Socket und den Methoden der IPAddress Klasse, so unterstützt diese IPv4 und IPv6, ohne dass man sich auch nur irgendwie Gedanken drüber machen müsste.
Zitat
die c't schlägt vor, ein Byte des Port-Feldes quasi als Verlängerung der IP-Adresse zu benutzen. Die Idee finde ich allerdings alles andere als überzeugend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so einfach und reibungslos funktioniert.

Dito. Das wäre Blödsinn und würde die End-To-End Fähigkeit noch weiter einschränken. Auch noch eine NAT-Ebene ist eher eine Schlechte Idee. NAT hat einfach zu viele Einschränkungen.

@winSharp93
Zitat
Was, wenn hinterher doch statische IP-Adressen (möglicherweise bei manchen Geräten sogar auf Hardwarebasis) vergeben werden?

Das würde wahrscheinlich niemand tun, da es ein totaler Designbruch mit dem TCP/IP-Prinzip ist. Wenn du deine IP verdecken willst, dann kannst du das auch weiterhin tun.

@Herbivore:
Zitat
wenn sich an der Geschwindigkeit, mit der sich IPv6 durchsetzt (oder sollte ich sagen, eben nicht durchsetzt) nichts ändert, dann schon.

Meinst du, unserer Serviceprovider versagen wirklich so haushoch und lassen das Internet zum erliegen kommen?

@Jack30lena
Zitat
das mit den statischen IP´s wird ganz sicher kommen. wenn nicht durch die Provider, dann durch die Politik der Lobbyisten, da sich dann niemand mehr verstecken könnte und eine Straftat (Raubkopie) noch Jahre später ohne weiteres nachweisbar wäre.

Ich denke, unsere Datenschützer werden sich zu wehren wissen ;-)
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Zitat
Ich denke, unsere Datenschützer werden sich zu wehren wissen ;-)

Datenschützer sind keine Entscheidungsträger.
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Zitat
Datenschützer sind keine Entscheidungsträger.

Aber gab es nicht immer Mittel und Wege? Außerdem entscheidet doch schlussendlich, was der Konsument will (in diesem Fall der Internetuser), nicht was die Politiker wollen.

Und eine andere Ansicht: Wäre es nicht eh besser, wenn jede Raubkopie, jede illegale Aktivität nachverfolgt werden könnte? Du als Programmierer müsstest ja eigentlich auch so denken. Tut es nicht weh, jedes Jahr um Millionen an Gewinn für die entwickelte Software gebracht zu werden?
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herbivore
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Hallo zusammen,

ich denke, wir sollten uns nicht in Diskussion über statische oder dynamische IP-Adressen verstricken. Aufgrund der oben geschilderten Situation der knappwerdenden IP-Adressen, gibt es meines Wissens keine Alternative zu IPv6. Ich denke, darüber gibt es keine Zweifel. Also kann es nicht darum gehen, die Einführung von IPv6 zu verhindern, nur weil damit statische IP-Adressen möglich sind. Die Frage muss also sein, was können wir tun, damit IPv6 so (schnell) eingeführt wird, dass keine Nachteile entstehen?


Hallo Emiswelt,
Zitat
Meinst du, unserer Serviceprovider versagen wirklich so haushoch und lassen das Internet zum erliegen kommen?
je länger sich die Einführung zieht, für desto wahrscheinlicher halte ich das.

herbivore
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Emiswelt
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@Herbivore:
Zitat
je länger sich die Einführung zieht, für desto wahrscheinlicher halte ich das.

Na ja, aber bestimmt nicht alle. Es haben ja auch schon einige ISPs Ipv6 eingeführt, und ich denke, es wird kosequenzen für die ISPs haben, die dabei versagen, vor allem von Seiten der professionelen- und Großkundschaft.
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dr4g0n76
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Zitat
Ich frage mich nun, warum es bei IPv6 kaum Bewegung gibt? Und warum die Standardisierung nicht weiter voranschreitet, obwohl das Problem immer drängender wird? An sich denke ich, dass es die Aufgabe der Provider ist, die Einführung von IPv6 zu forcieren. Aber das scheinen sie nicht zu tun. Daher frage ich mich, was ich und jeder von uns tun kann, um das drohende Schicksal des Internets abzuwenden?

Es ist immer das gleiche, solange es nicht wirklich knallt, wird nichts gemacht, d.h. spätestens dann wenn man nicht mehr ins Internet kommt, wird darüber nachgedacht werden. In der C't war dazu ein Bericht, der auch aussagte, man sollte lieber die Chance nutzen, vor allem wenn es einem wichtig ist, neben her quasi zu migrieren.

Die Kosten, die später entstehen wenn man IPv6 verschlafen hat, wenn es dann wirklich zum Standard geworden sein sollte, können immens sein.

IMHO sind Deine Bedenken mehr als gerechtfertigt, aber es nutzt nichts, ist wie in gewissen Themen mit Ideen der Mitarbeiter und der Nichtumsetzung.

Zitat: Der Prophet gilt meist nichts im eigenen Land.
Seit der Erkenntnis, dass der Mensch eine Nachricht ist, erweist sich seine körperliche Existenzform als überflüssig.
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Sebi
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Hallo,
ich finde den heise news artikel nichtmehr, aber war nicht vor kurzem irgendwie ein Streit um die Vergabe der IP Adressen und irgendwer hatte angst zu kurz zu kommen?
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Gelöschter Benutzer

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ja das war weil die afrikaner angst hatten keine ip´s zu bekommen. daraufhin hat die vergabestelle denen eine trillion ip´s vergeben und hat gesagt, wen ndie noch mehr brauchen sollen sie doch einfach das nächste mal das formular dafür ausfüllen.
herbivore
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Hallo zusammen,

um mal konkreter zu werden:

Gibt in eurer Firma oder Bildungseinrichtung eine Person oder einen Team, das sich mit IPv6 (hinsichtlich dessen Einführung) beschäftigt, beschäftigen soll oder beschäftigt hat?

Gab es bereits eine systematische Untersuchung/Erhebung, welche Hard- und Software von einer Umstellung auf IPv6 betroffen ist?

Gibt es eine Planung (inkl. Kosten- und Aufwandsschätzung) bezüglich der nötigen Änderungen bzw. Aktualisierung bzw. des Austauschs der betroffenen Hard- und Software?

Wenn ja, zu welchen Ergebnissen ist das Team bzw. sind die Erhebungen und Planungen gekommen?

herbivore
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Was fehlt ist ein fester Termin, ohne diesen machen sich nur die aller wenigsten Gedanken über das Thema und dieser Termin sollte länderübergreifend durch die EU festgelegt werden - am besten im zusammenschluss mit den USA. Alles andere bringt nix.
Es gibt 3 Arten von Menschen, die die bis 3 zählen können und die, die es nicht können...
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dN!3L
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Zitat von herbivore
Gibt in eurer Firma oder Bildungseinrichtung eine Person oder einen Team, das sich mit IPv6 (hinsichtlich dessen Einführung) beschäftigt, beschäftigen soll oder beschäftigt hat?[...]
Kennst du den Deutschen IPv6-Rat? Da sind etliche Leute meiner (ehem.) Bildungseinrichtung drin organisiert/tätig.
Ein Ergebnis ist z.B. der Nationale IPv6-Aktionsplan für Deutschland (weiteres gibt's unter http://www.ipv6council.de/documents.html).

Gruß,
dN!3L
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Jep, ein paar bekannte Professoren von mir haben IPv6 in ihrer Schule zusammen mit dem Provider eingeführt. ;-).
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herbivore
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Hallo zusammen,

ich bin heute mal zu "meinem" Netzwerkverantwortlichen gegangen und habe vorgeschlagen, eine Projekt-Gruppe einzurichten, die eine systematische Untersuchung/Erhebung anstellt, welche Hard- und Software von einer Umstellung auf IPv6 betroffen ist. Er war zuerst alles andere als begeistert, aber der Vergleich mit der Datum-2000-Problematik (also inbesondere hinsichtlich der Menge unterschiedlichster Hard- und Software-Komponenten, die davon betroffen sind) hat durchaus gefruchtet.

Aus den bisherigen Antworten hier (und noch viel mehr aus den ganzen Antworten, die nicht gekommen sind), schließe ich, dass auch eure Systemverantwortlichen so einen Anstoß brauchen. Also zögert nicht und platziert Thema bei den Verantwortlichen. Wenn mehr und mehr Firmen wenigstens mal eine Aufstellung machen, was bei ihnen alles von IPv6 betroffen ist, dann werden viele auch von der Haltung "da können wir uns immer noch drum kümmern, wenn es drängt" abkommen, weil sie erkennen, dass die Umstellung doch so viel Aufwand ist, dass es zu spät ist, sich erst Gedanken zu machen, wenn es drängt.

Geht zu den Verantwortlichen und Zuständigen und sprecht das Thema an. Drängt darauf, dass es untersucht wird.

Möglicherweise sind sie zuerst genervt, aber später werden sie euch noch dankbar sein, dass sie vorbereitet sind.

herbivore
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Razer
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Ich würde nichts unternehmen.

Warum für einen Standard in Panik verfallen, der möglicherweise erst in Jahren wirklich verwendet wird?
Es wird nie so heiß gegessen wie gekocht.

Am Ende wird es laufen wie im Jahr 2000: es passiert- nichts. Der Knall bleibt aus.

Ich glaube eher, die Provider werden peu a peu umstellen und die Software-Hersteller werden im gleichen Maß ihren Netzwerk-Code anpassen.

Hier und da wird die Buchhaltungssuite RechnungsKönig-2000-Schlag-mich-tot-Edition wegen Problemen nochmal nachgepatcht, das wars.



*EDIT:
Vielleicht klingt das leichtsinnig. Aber nach Jahr 2000-Problem, BSE, Vogelgrippe und Dauer-Terror-Alarm mag ich an die Apokalypse nicht mehr so recht glauben.
So auch in diesem Fall.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Razer am .
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herbivore
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Hallo Razer,
Zitat
Warum für einen Standard in Panik verfallen, der möglicherweise erst in Jahren wirklich verwendet wird?
gerade weil es Jahre dauern wird, ihn einzuführen, es aber nicht mehr lange freie IPv4-Adressen geben wird. Natürlich weiß ich nicht, wie lange es noch freie IP-Adressen gibt. Ich kann da nur von den Angaben ausgehen, die seitens der Registrare und Provider kursieren. Und die müssten es eigentlich auch wissen. Und da liest man was von 2011-2013. Also nicht mehr viel Zeit für eine so umfassende Umstellung, wie sie IPv6 verlangt.
Zitat
Am Ende wird es laufen wie im Jahr 2000: es passiert- nichts. Der Knall bleibt aus.
Beim Jahr-2000-Problem handelt es sich um eine klassischen selbstzerstörende Prophezeiung. Genauso wie bei "Dein Portemonnaie rutscht dir gleich aus der Tasche" die Prophezeiung ihren Eintritt verhindert. Nur weil prophezeit wurde, dass es zum großen Knall kommt, wurden die nötigen Aktivitäten ausgelöst, die den Knall verhindert haben.
Zitat
... mag ich an die Apokalypse nicht mehr so recht glauben.
Ich kann dich da gut verstehen. Die Panikmache grassiert leider überall. Und du hast Recht, bei einigen prominenten Beispielen hat sich gezeigt, dass die Panik völlig unbegründet war, und somit auch ohne Gegenmaßnahmen wohl nichts schlimmes passiert wäre. Auf der andere Seite darf man sich nicht verleiten lassen, anzunehmen, dass das nun grundsätzlich immer der Fall ist und man sich überall entspannt zurücklehnen kann, ohne dass je was schlimmes passiert.

Letztlich geht es mir ja auch nicht darum, in Panik zu verfallen, sondern dass einfach jeder überlegen sollte, wo er das Thema platzieren kann, um es Stück für Stück voranzubringen. Wenn man bei einer Ausschreibung IPv6-Fähigkeit verlangt, wenn man nur noch Produkte und Programme kauft, die IPv6 fähig sind (oder wenn sie es nicht sind, den Hersteller nervt), wenn man bei der Entwicklung neuer Programme darauf achtet, dass die IPv6 fähig sind usw., dann gibt es am Ende vielleicht auch bei IPv6 keinen großen Knall. Mir wäre das sehr recht.

herbivore
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Manny75
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Zitat von Sebi
Hallo,
ich finde den heise news artikel nichtmehr, aber war nicht vor kurzem irgendwie ein Streit um die Vergabe der IP Adressen und irgendwer hatte angst zu kurz zu kommen?

War es evtl die Bundeswehr, der 79228162514264337593543950336 IPV6 Adressen nicht reichen?

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundeswehr-meldet-hohen-IPv6-Adressbedarf-beim-RIPE-an-820590.html
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Craze89
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Hallo ihr C#'ler,

der vergleich mit dem Jahr-2000-Problem ist garnicht mal so falsch. Man hat sich damals auch zu viel Zeit gelassen, die Probleme anzugehen und sie dann nur provisorisch behoben, das Problem trat nämlich einfach 10Jahre später auf. (Jaaaa genau 2000+10 = 2010 ;) ) Denn weil man sich damals so viel Zeit gelassen und es nicht richtig gemacht hat, habn Anfang 2010 die meisten Banken arge Probleme gehabt (ich denke die meisten erinnern sich noch an die Kreditkarten-Probleme). und desshalb muss ich Herbivore da zustimmen, es kann nicht früh genug angefangen werden sich darüber gedanken zu machen.

Gehen wir mal davon aus, das uns (erst) 2013 die IP's ausgehen und wir fangen 2012 an mit der Umstellung, was meint ihr wieviel Prozent aller Soft- und Hardware dann umgestellt sind, wenns so weit ist? Ich sage über 10% werden wir in einem Jahr niemals schaffen. Und dann sinds nicht nur ein paar arme Kreditkarten-Inhaber, die betroffen sind, sondern wir alle (außer vielleicht ein paar glückliche, bei denen zufällig alle Geräte in den 10% enthalten sind).

Ich für meinen Teil bin vorbereitet, ich hoffe nur das auch die Provider rechtzeitig so weit sind.

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Fabian
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Hallo zusammen,

hier ein Artikel auf Heise.de über eine OECD-Studie, dass die IPv6-Einführung lahmt:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/OECD-Studie-IPv6-Einfuehrung-lahmt-978195.html


Gruß,
Fabian
"Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint." (Albert Einstein)

Gefangen im magischen Viereck zwischen studieren, schreiben, lehren und Ideen umsetzen…

Blog: www.fabiandeitelhoff.de
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passend zum thema: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Frankfurter-Internet-Knoten-DE-CIX-weltweit-auf-Platz-eins-988160.html

dort wird erwähnt:
Zitat
Zwar können 60 Prozent der rund 350 Internet-Service- und Content-Provider bereits IPv6, doch noch macht IPv6 lediglich zwei Promille am DE-CIX aus. Für den Internetknoten spielt es aber keine Rolle, ob IPv4- oder IPv6-Verkehr ausgetauscht wird. "Wir sind ja darunter, auf der Ethernet-Ebene." Denkbar sei allerdings, dass der DE-CIX auf Wunsch der Kunden einen Gateway-Dienst anbietet und damit den Austausch von Daten von reinen IPv4- mit reinen IPv6-Providern erleichtert.

nach meiner einschätzung wird auch diese lösung umgesetzt kurz bevor es knallt.

interessant ist aber auch, das die auch über alternative unerwähnte lösungen diskutieren. wer weiß ... vielleicht kommt ka nicht mal ipv6 sondern etwas ganz anderes super tolles :-)
Siassei
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Zitat aus dem Text von JAck30lena
Zitat
...Denkbar sei allerdings, dass der DE-CIX auf Wunsch der Kunden einen Gateway-Dienst anbietet und damit den Austausch von Daten von reinen IPv4- mit reinen IPv6-Providern erleichtert. "Bis jetzt hat das aber noch niemand nachgefragt", so Nipper.
Zitat
nach meiner einschätzung wird auch diese lösung umgesetzt kurz bevor es knallt.
Wenn keine Nachfrage besteht, wieso sollte man es umsetzen?

Ich persönlich sehe den schwarzen Peter bei den "Internet-Service- und Content-Provider". Die müssen dafür sorge tragen, dass ihre Dienste auch weiterhin nutzbar sind.
Anderseits sind die Aktionäre dieser Unternehmen am aktuellen Gewinn interessiert. Was in einem Jahr ist, ist ....
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Gelöschter Benutzer

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Zitat
Wenn keine Nachfrage besteht, wieso sollte man es umsetzen?

kurzsichtig....
noch ist ja alles im grünen bereich. wenn es kurz vor dem eskalieren ist, werden die diese lösung umsetzen.
herbivore
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Hallo Siassei,
Zitat
Wenn keine Nachfrage besteht, wieso sollte man es umsetzen?
warum sollen wir was für den Klimaschutz tun? Noch ist doch kein Land überflutet. Es reicht doch wenn wir aktiv werden, wenn komplett Land unter ist.

Dieses Vorgehen mag ja menschlich sein, intelligent ist es nicht.
Zitat
Ich persönlich sehe den schwarzen Peter bei den "Internet-Service- und Content-Provider".
Solange das jeder oder auch nur viele so sehen, wird nichts passieren. Denn die "Internet-Service- und Content-Provider" haben sicher auch schon jemanden anderen ausgeguckt, bei dem sie den Schwarzen Peter sehen. Und so wartet jeder auf den jeweils anderen. Das kann es doch nicht sein. Ich habe ja schon oben aufgezeigt, dass jeder etwas tun kann.

herbivore
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noch interessant zum thema:
2. deutscher IPv6-Kongress gestartet
KroaX
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Zitat von herbivore
Ich frage mich nun, warum es bei IPv6 kaum Bewegung gibt? Und warum die Standardisierung nicht weiter voranschreitet, obwohl das Problem immer drängender wird?

Als ich noch 2004 als Auszubildender bei der Telekom war haben wir bereits damals schon DSLAM's und Internetrouter eingesetzt die IPv6 Fähig waren. Ich vermute mal die Umstellung kommt einfach erst wenn es sein muss.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KroaX am .
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