Hallo Zusammen
Stellt euch bitte mal folgendes Szenario vor:
Zwei Mitarbeiter (Mitarbeiter1 und Mitarbeiter2) nutzen während der Arbeitszeit des öfteren Dienste wie z.B. ein bestimmtes Soziales Netzwerk. Ein weiterer Mitarbeiter3 wird beim Internetmissbrauch (Internetnutzung für private Zwecke, Flash Games etc.) ertappt, während Mitarbeiter 1 und 2 nicht im Haus sind. Der Chef wird von einem weiteren Mitarbeiter4 darauf aufmerksam gemacht das die oben genannten Mitarbeiter das Internet in selber Weise und Häufigkeit missbrauchen. Da Mitarbeiter4 die beiden Mitarbeiter1 und 2 in der Freundesliste des genannten Netzwerkes hat, zeigt er dem Chef, was diese den ganzen Tag treiben.
Der Chef fordert darauf hin Mitarbeiter4 auf alle Aktivitäten von Mitarbeiter1 und 2 des letzten Monates zu protokollieren, da Mitarbeiter1 und 2 auch sonst nicht gerade glänzen mit ihrer Arbeit.
Mitarbeiter1 und 2 reagieren mit teilweise ernstzunehmenden Drohungen, die wiederum auf dem besagten Netzwerk nachzulesen sind.
Nun wollte ich mal Frage was Ihr von dieser Situation haltet.
Wie würdet ihr Reagieren, wenn ihr euch in der Rolle des Erzählers befindet? (also als Aussenstehender, der allerdings mit allen Mitarbeitern zu tun hat)
Wie würdet ihr als Mitarbeiter1 oder 2 reagieren, wenn ihr von eurem Mitarbeiter verpetzt würdet?
Hättet ihr auch selbst so wie Mitarbeiter4 gehandelt?
Mitarbeiter4 macht sich natürlich durch diese Sache mehr als unbeliebt, doch kennt der Erzähler dieser Geschichte die genauen Umstände und das Ausmass des Internetmissbrauches nicht.
Würde man den Chef fragen, hat Mitarbeiter4 absolut korrekt reagiert.
Würde man Mitarbeiter1 oder 2 fragen, ist Mitarbeiter4 wohl eine Petze.
Fragt man Mitarbeiter4 fühlt er sich durch deren Internetmissbrauch gestört, was er ihnen aber scheinbar nie mitgeteilt hat.
Fragt man den Erzähler der Geschichte, würde er die Wut von Mitarbeiter1 und 2 durchaus verstehen allerdings auch einsehen,
dass ein Internetmissbrauch in diesem Ausmass sehr kontraproduktiv ist.
Gruss
Hallo edsplash,
es hängt wirklich viel von den genauen Umständen ab, die wir nicht kennen. Daher ist es schwierig, abschließend etwas dazu zu sagen. Wenn die private Nutzung tatsächlich einen Umfang hatte, der die Arbeitsleistung der Mitarbeiter spürbar eingeschränkt hat, können diese sich kaum beklagen, wenn das - auf welche Weise auch immer - heraus kommt. Insofern sind die Drohungen möglicherweise verständlich, aber sicher nicht ok und verschlechtern vor allem ihr eigene Situation.
Auch über die Motive von Mitarbeiter 4 und dessen Verhältnis zu 1 und 2 können wir nur spekulieren. Aber davon hängt maßgeblich ab, ob das Verhalten von Mitarbeiter 4 angemessen oder zumindest verständlich ist. Je nach Voraussetzungen kann die Beurteilung des Verhaltens von Mitarbeiter 4 vollkommen unterschiedlich ausfallen.
Kurz gesagt, die Informationen reichen nicht, um die Situation vernünftig zu beurteilen.
Das einzige, was mir so oder so nicht akzeptabel erscheint, ist dass der Chef Mitarbeiter 4 zur Protokollierung auffordert.
herbivore
Das einzige, was mir so oder so nicht akzeptabel erscheint, ist dass der Chef Mitarbeiter 4 zur Protokollierung auffordert.
Das ist mir auch sofort aufgefallen. IMHO ist das Verhalten hier vom Chef nicht aktzeptabel.
Ebenfalls müsste man noch wissen, welchen Status die einzelnen Mitarbeiter haben. Sind Mitarbeiter 1, 2, 3, 4 alles Angestellte? Oder ist Mitarbeiter 4 in einer leitenden Position? Das kommt IMHO noch dazu, um sich ein Gesamtbild zu verschaffen.
Ansonsten, siehe herbivores Post 😃
Mitarbeiter4 ist in einer gering höheren Position als 1 und 2 und stört sich anscheinend über deren Internetkonsum oder darüber, dass diese nach seinen Aussagen kaum etwas leisten den Tag durch, allerdings kann man nur schätzen, wie Wahr diese Aussagen sind, da vielleicht auch Mitarbeiter4 in dieser Beziehung nicht ganz Objektiv war.
Mitarbeiter1 und vorallem 2 hatten auch schon Ärger anderer Natur, worauf sie verwarnt wurden, sind in diesem Sinne also keine Heiligen.
Ich halte es für eine sehr schwierige Situation, die vorallem die Leute gegeneinander aufhetzt. Von einem Arbeitskollegen würde ich allgemein eine gewisse Kollegialität erwarten, allerdings sieht das natürlich anders aus wenn diese Kollegialität durch das Verhalten von Mitarbeiter1 und 2 arg strapaziert wird.
Ausschlaggebend ist alleine, ob durch die massive Nutzung des Internet für private Angelegenheiten, ein Schaden für die Firma entstanden ist. Sollte das der Fall sein, wäre die richtige Reaktion des Chefs eine Abmahnung, bzw. Künding. Erst eine Art "Protokollierung" deutet eigentlich darauf hin, das der Chef a) Mitarbeiter 4 in seiner Aussage nicht traut b) Er an Mitarbeiter 1 und 2 hängt c) Er sich der Sache nicht sicher ist, was er machen soll. Aber wie bereits erwähnt, die Reaktion vom Chef ist einfach falsch.
So sehe ich es jedenfalls.
das der Chef zur protokollierung auffordert ist nicht ok.
Aber Hauptsächlich finde ich das Mitarbeiter 4 eine Petze ist, wenn jemand das Recht haben hätte dürfen, dann wäre es Mitarbeiter 3 aus seiner sich verteidigenden Position. "Ich habe es ja nicht anders gemacht als 1 und 2", er wäre dann zwar auch eine Petze aber es wäre verständlicher gewesen. Grundsätzlich hat er Scheisse gebaut und dann braucht er sich nicht auf die anderen rausreden. (Wenn ich in einer Kolone mit 5-6 Autos von Mürzzuschlag nach Wien mit 190 Sachen über die Autobahn brettere, kann ich mich auch nicht darauf hinausreden, dass ich den fliessenden Verkehr nicht aufhalten wollte)
Wenn er (3) es nicht gewusst hat dass man soviel Zeit im Internet verbringen darf, hat der Chef das schlecht, falsch oder garnicht kommuniziert.
Soweit dazu.
Mitarbeiter 4 ist und bleibt eine Petze und/oder Schleimer. Ohne direkt vom Chef darüber angesprochen zu werden hat man nichts zu sagen. Punkt.
Wenn er direkt gefragt wird, soweit ich gelesen habe wurde er es nicht, muss er es sagen, lügen darf er nicht und in Schutz nehmen braucht er auch niemanden. Aber von sich aus zum Chef zu laufen und dann noch über den >> eigenen Account << Informationen über die anderen herzugeben ... solche Jungs haben wir in der Schule einfach verdroschen.
Kann sein das hier meine Einstellung wieder den "Österreicher" in mir durch scheinen lässt aber ich denke dieses Mal ist es nachvollziehbarer.
Meine Meinung ist nicht unbedingt die Meinung aller Österreicher.
(Ich denke sowas sollte ich in die Signatur schreiben 😉 )
"Petze"? Wo sind wir hier, beim Nachsitzen?
Die Reaktion des Chefs zeugt in allererster Linie von Hilflosigkeit. Das ist schon allein deshalb schlecht, weil ein hilflos wirkender Chef vermutlich mehr Mitarbeiter hat, die die Firma bestehlen (wie dies Mitarbeiter 1, 2 + 3 tun).
Da Nr. 4 die 1+2 wohl auch im Netzwerk kennt, wäre ein Hinweis auf die möglichen Konsequenzen im Fall der Entdeckung ihres Treibens vermutlich ein besserer Schritt gewesen, als sofort den Vorgesetzten zu informieren. Ich sehe in so einer Situation für Nr. 4 zum beispiel folgende Handlungsalternativen (unvollständig):
a) nichts tun, laufen lassen. Konsequenz: sobald das Treiben von 1+2 auffliegt (und irgendwann fliegt's immer auf), besteht die Gefahr, dass man selbst aufgrund der privaten Verbindungen ebenfalls in Verdacht gerät. Selbst wenn das nicht passiert, wird das Auffliegen von 1+2 das Vertrauen des Chefs in seine Mitarbeiter erschüttern, worunter ALLE zu leiden haben werden.
b) Den beiden klar machen, dass sie auffliegen werden, aber selbst nichts tun: hat außer einem reineren Gewissen genau dieselben Konsequenzen wie a)
c) den beiden klar machen, dass sie auffliegen werden, und ein Ultimatum stellen ("ich kann euch noch ein bisschen decken, aber beendet das, denn ich bekomme ernsthafte Schwierigkeiten, wenn ich das dauerhaft mache"): da Mitarbeiter4 leicht höher gestellt ist als 1+2, wäre das durchaus im Bereich des Zumutbaren gewesen.
d) beide ohne Vorwarnung auffliegen lassen. Hat er gemacht, Konsequenz ist (für ihn), dass er sich vom Chef hat zwingen lassen, den beiden auch noch hinterher zu spionieren. Ja, nun. Bisschen Rückgrat wäre schon angebracht, sowohl 1+2 gegenüber, als auch dem Chef gegenüber.
e) Beide auffliegen lassen, ohne selbst in Aktion zu treten. Kann man machen, wenn man die beiden loswerden und trotzdem nicht auffallen will. Keine schöne Methode, aber eine gängige.
Ich tendiere zu c). Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps - und wenn ich eine gewisse Position habe, dann habe ich auch eine gewisse Verantwortung dem Unternehmen gegenüber. Und diese Verantwortung muss man eben auch tragen. Dazu gehört, auch Freunden (?) klar zu machen, wo der Dienst anfängt und der Schnaps aufhört.
LaTino
Noch 'ne Bemerkung:
Ohne direkt vom Chef darüber angesprochen zu werden hat man nichts zu sagen. Punkt.
Ah. Dein Chef ist also dein Gegner. Tolle Einstellung, kennt er sie?
lügen darf er nicht
wo steht das? gesetzlich gesehen dafst du lügen, solange du nciht vereidigt bist und kannst dafür auch nciht belangt werden. schön ist es zwar nciht aber dennoch gültig.
ich für eminen teil hätte auch option (c) gewählt. jedoch wäre cih das vermutlich ein wenig subtiler angegangen.
wenn ich der chef wäre, dann hätte ich beim hinweis einfach den arbeitsdruck ein wenig erhöht, indem ich 1 + 2 ein paar zusätzliche aufgaben gegeben hätte. offensichtlich haben die beiden zuviel zeit. das wäre subtil und effektiv zugleich, denn wenn diese die aufgaben nciht schaffen, dann kann man auch offiziell recht einfach konsequenzen einleiten.
und was nr. 4 betrifft, so habe ich vor solchen menschen keinerlei achtung. der hat weder rückgrad noch charakter. dort wo ich herkomme, haben solche menschen ein schweres leben.
Ganz unabhängig von was war richtig.
Wenn es irgendwo solche probleme gibt würd ich sagen => Arbeitsstelle wechseln.
Wie will man da konzentriert arbeiten ?
Hallo JAck30lena,
gesetzlich gesehen dafst du lügen, solange du nciht vereidigt bist und kannst dafür auch nciht belangt werden. schön ist es zwar nciht aber dennoch gültig.
auch wenn man weit öfter legal lügen darf, als man vielleicht denkt, ist es so nun auch wieder nicht. Es gibt durchaus Fälle, in denen man zur Wahrheit verpflichtet ist, weil man sich sonst strafbar machen würde, ohne dass man vereidigt ist. Außerdem gibt es bestimmte Rechtsgrundsätze (z.B. Treu und Glauben) und es kann darüberhinaus noch vertragliche Regelungen geben, die einen zur Wahrheit verpflichten. Ich sage das ganz allgemein und ohne darauf einzugehen, ob man in dem konkreten Fall hätte lügen durften oder nicht.
herbivore
Wie will man da konzentriert arbeiten ?
Ehrlich gesagt, macht die Beschreibung nicht den Eindruck, als ob dort jemand arbeitet. Oder arbeiten will. Oder gar konzentriert arbeiten will.
😉
LaTino
mir stellt sich da irgendwie spontan die Frage wie Mitarbeiter 4 weiß was 1 und 2 den ganzen Tag treiben, wenn er doch selbst das wahrscheinlich nicht macht sonst würde er sich ja selbst belasten?
Und sollte Mitarbeiter 4 vom Chef gefragt werden halte ich eine Lüge, wenn auch u.U. legal, für sehr riskant in Bezug auf das Verhältnis zum Chef. Ist das Vertrauen erst einmal kaputt dadurch wird er es bei dem Chef nie wieder kriegen und das ergibt dann bestimmt kein gutes Arbeitsklima mehr.
Dass das Verhalten vom Chef fragwürdig ist steht wohl ausser Frage.
Offensichtlich weiß er nicht was er tun soll oder er weiß es braucht aber für eine Abmahnung Beweise. Ich wage allerdings die Rechtskräftigkeit der Spionagetätigkeit von Mitarbeiter 4 zu bezweifeln.
Wenn die private Nutzung von Internet in der Firma verboten ist liegt der Fall klar auf der Hand da braucht man nicht spionieren und sonst etwas veranstalten.
Ist die private Nutzung jedoch erlaubt dann wird die Sache schwer, denn ab wann beurteilt man, dass die Nutzung des Internets schädlich für die Firma ist.
Wenn Mitarbeiter 1 und 2 trotz des Surfens ihre Arbeit schaffen wäre es wieder kein Problem.
Nur weil Mitarbeiter 4 sagt "die schaffen nichts" heisst das nicht, dass dem auch so ist. Vielleicht hat Mitarbeiter 4 auch eine persönlich Abneigung gegen 1 und 2 und sieht seine Chance ihnen mal eins auszuwischen.
Mal ganz davon abgesehen, dass wenn Mitarbeiter 1 und 2 schlechte Arbeit leisten (nicht glänzen wie vom TE geschrieben) man schon vorher mit ihnen hätte reden sollen.
Da aber keiner die Umstände genau kennt hätte ich mir das ganze eigentlich sparen können und auf Posting 2 verweisen können 😄
So was würde ich machen..
Als Mitarbeiter 4 hätte ich wahrscheinlich die erwähnte Option c) genommen.
Als Mitarbeiter 1 und 2 würde ich wahrscheinlich eher nicht drohen sondern fragen was genau stört und dann versuchen mein Verhalten entsprechend zu ändern.
Drohungen bringen nicht viel. Eher im Gegenteil. Vor allem wenn man nicht in der Position ist Drohungen zu machen, was mir hier der Fall zu sein scheint.
Als Aussenstehender würde ich mich wahrscheinlich raushalten, solange es mich nichts angeht. Falls doch würde ich mir zumindest versuchen beide Seiten anzuhören, bevor ich für eine Seite Partei ergreife. Sowas will gut überlegt sein, denn man kann dabei sehr leicht auf die Schnauze fliegen. Von daher lieber abwarten und Tee trinken.
Als Chef hätte ich wohl auch anders reagiert. Ich hätte mir angehört was Mitarbeiter 4 sagt und dann wohl Mitarbeiter 1 und 2 zu einem Gespräch zitiert um zu klären ob dem denn so ist und sie u.U. zu ermahnen ihre Arbeit nicht auf Kosten von ****mich.de und Konsorten schleifen zu lassen.
Einen Spionageauftrag halte ich für grundsätzlich falsch. Das alleine zeugt meienr Meinung nach davon, dass in dem Unternehmen etwas nicht stimmt, was grundsätzlich mit Vertrauen zu tun hat.
Das Problem ist, dass der Chef in einem anderen Gebäude arbeitet und darum das ganze schlecht einschätzen kann, da er nur "zu Besuch" kommt für einige Minuten und kurz die Ergebnisse des Tages zu sehen.
Mitarbeiter4 hat, entgegen der Situation die am Anfang geschildert wurde, Mitarbeiter1 und 2 mehrfach darauf hingewiesen, dass sich er durch ihre Internetnutzung gestört fühlt. Doch wurden anscheinen Filme auf einem gewissen Videoportal geschaut, was natürlich die Konzentration von Mitarbeiter4 erschwert. Er würde sich weiter durch "ruhiges" Surfen nicht stören.
Und Mitarbeiter4 legt in der Tat ein völlig anders Verhalten an den Tag was die Internetnutzung betrifft.
Mitarbeiter4 hat, entgegen der Situation die am Anfang geschildert wurde, Mitarbeiter1 und 2 mehrfach darauf hingewiesen, dass sich er durch ihre Internetnutzung gestört fühlt. Doch wurden anscheinen Filme auf einem gewissen Videoportal geschaut, was natürlich die Konzentration von Mitarbeiter4 erschwert. Er würde sich weiter durch "ruhiges" Surfen nicht stören.
IMHO ist das dann ziemlich unverschämt, was sich Mitarbeiter 1 und 2 leisten.
Da M4 die beiden ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass er sich gestört fühlt und M1 und M2 einfach wie bisher weitermachen, halte ich es für durchaus legitim, dass M4 sich beim Chef beschwert.
Auf jeden Fall stimmt da etwas ganz gehörig nicht mit dem Zusammenhalt der Gruppe nicht.
Im Anbetracht der "ernstzunehmenden Drohungen" finde ich es sogar fast mutig, was M4 gemacht hat: Mit denen beiden scheint nicht zu spaßen sein.
Wenn M4 sogar höher als M1 und M2 gestellt ist, scheint er allerdings keine Autorität auf sie auszuüben.
Ist da mal irgendetwas vorgefallen, was M1 und M2 dazu gebracht haben könnte, M4 nicht zu akzeptieren?
Allerdings frage ich mich dann auch, warum der Chef die drei nicht einfach zu einem offenen Gespräch eingeladen hat, um die Situation zu klären. Das "Internetproblem" ist wohl nur die "Spitze des Eisberges".
Es scheint, als ob M4 (oder überhaupt die ganze Abteilung) dem Chef relativ egal sei. Denn sonst würde er sicherlich nicht den "Weg des geringsten Widerstandes" (einfach abwarten und hoffen, dass sich alles von alleine auflöst) gehen.
Aber eine Antwort auf die Frage, ob die private Internetnutzung grundsätzlich erlaubt oder verboten ist, wäre hilfreich.
Befinden sich M1 und M2 in irgendeiner speziellen Situation, sodass es für sie keinen Anreiz mehr gibt, sich anzustrengen (Kündigung bevorstehend, Altersteilzeit, anderer Job in Aussicht, Scheitern des Projektes ihrer Meinung nach unabdingbar)?
Wie sah es denn in der Vergangenheit aus?
Was meint eigentlich M3 zu dem ganzen? Gehört er auch zu M1 und M2? Oder steht er eher zu M4?
M4 ist nur "symbolisch" höher gestellt als 1 und 2. In diesem Sinne sind sie auch kein Team, da M4 einer völlig anderen Arbeit nachgehet, nur muss er halt am selben Ort wie 1 und 2 arbeiten. Die private Internetnutzung ist untersagt und hat laut Personalreglement in der Pause zu erfolgen und ist auf ca. eine halbe Stunde zu begrenzen. Ich denke nicht das der Chef den Weg des geringsten Widerstandes geht, da er wohl beide noch zum Gespräch zitieren wird.
Ich denke auch, dass M4 in diesem Fall das Richtige tut und kann mir durchaus vorstellen, dass 1 und 2 seine Beschwerden ignoriert haben und wohl kaum damit rechneten, dass dieser zum Chef rennt.
Halte es aber durchaus für eine sehr spezielle Situation, wo M4 auf die Probe zwischen Recht und Unrecht und Kollegialität gestellt wird.
Halte es aber durchaus für eine sehr spezielle Situation, wo M4 auf die Probe zwischen Recht und Unrecht und Kollegialität gestellt wird.
Wobei es scheint, dass das, was M1 und M2 machen, nicht mehr viel mit Kollegialität zu tun hat.
Ich denke nicht das der Chef den Weg des geringsten Widerstandes geht, da er wohl beide noch zum Gespräch zitieren wird.
Na ja - das hätte er aber eigentlich schon deutlich früher machen sollen.
Einfach zu M4 zu sagen, er solle der Sache weiter nachgehen (in diesem Falle ihnen nachspionieren), empfinde ich als eine Art "bloß nicht zu viel unternehmen - lieber die anderen machen lassen".
Ich denke das "Nachspionieren" ist eher dafür da, dass er sieht wie schlimm es wirklich ist. Vielleicht kommt ja dabei heraus das M4 übertrieben hat und es sich nur einmal so zugetragen hat oder vielleicht kommt dabei heraus, dass es sich tatsächlich um einen Dauerzustand handelt und wohl Handlungsbedarf vorhanden ist.
Ich denke das "Nachspionieren" ist eher dafür da, dass er sieht wie schlimm es wirklich ist. Vielleicht kommt ja dabei heraus
Aber dann lässt man doch nicht M4 spionieren?!? 🤔
Eine wirklich objektive Betrachtung kann man von ihm ja (aus der Sicht des Chefs) nicht erwarten.
Es wirkt so ein bisschen, als ob der Chef, M4 noch ein bisschen hinhalten wollte und ihn nicht wirklich ernst nimmt (Immerhin kann er sich ja nach eigenen Angaben nicht mehr richtig konzentrieren).
Als eine wirkliche Hilfe empfinde ich den Chef in dieser Situation nicht; im Gegenteil: er verschärft die Situation nur noch unnötig.
warum hinhalten ? er bittet ihn lediglich, dass zu protokollieren, was er sieht. Er könnte auch jedesmal wenn er ein offenes IE Fenster sieht aufschreiben was der andere macht. Der Chef hat ja keine Chance M1 und M2 zu überwachen und wird sie wohl auch bei einem Gespräch auf ihr Verhalten ansprechen. Eine kleine Aufstellung mit den Aktivitäten sagt denke ich mehr aus, als einfach eine Aussage von M4.
Hallo zusammen,
ja, schon, aber der Chef bring M4 schon in eine blöde Situation, wenn er ihn so eine Aufstellung machen lässt. Ich würde das wohl an Stelle von M4 ablehnen. Aber wie auch immer. Bevor wir jetzt uns zu sehr daran festbeißen, wer im Detail was hätte wann und wie tun sollen oder müssen: Wir kennen die Geschichte meines Erachtens trotz der Ergänzungen noch nicht genau genug, um das abschließend zu beurteilen. Die wichtige Information, dass M4 vorher M1 und M2 direkt angesprochen hatte, kam ja auch erst im Nachhinein ans Licht. Wer weiß, was sonst noch ungesagt ist. Und selbst wenn wir das alles irgendwann wissen würden, würde immer noch der Ton die Musik machen. Und in welchem Ton die Sachen gesagt wurden, werden wir wohl nie genau wissen.
(eine rein hypothetische Situation)
Aber lass mich eins noch sagen. So hypothetisch ist die Situation denn wohl nicht. 😃
herbivore
Aber lass mich eins noch sagen. So hypothetisch ist die Situation denn wohl nicht. 😃
der gedanke kam mir schon am anfang. allerdings erinnern mich diese hypothesischen fragen immer an die fragen nach der hilfe für einen freund und so 😄
nochmal zum nachspionieren. das der chef damit weitere "beweise" haben will sollte klar sein nur wie gesagt werden sie ihm nichts bringen. denn die so erlangten beweise halten einem gerichtstermin im falle einer kündigung aufgrund dieser erspionierten dinge nicht stand. denn mitarbeiter 1 und 2 könnten einfach behaupten mitarbeiter 4 hätte sich das ausgedacht. ohne weitere zeugen etc pp wird das nix.
anstelle von mitarbeiter 4 würde ich auf kollegialität pfeiffen, wenn sie mir selbst auch nicht erwiesen wird, wie es den anschein hat.
hebivore hat trotzdem recht. für mehr als vermutungen reicht die aussagenlage immernoch nicht aus. denn wenn mitarbeiter 4 die beiden immer in einem miesen ton aufgefordert hat kann es sein, dass sie aus trotz weiter gemacht haben oder es ist irgendwas anderes vorgefallen, weswegen sie ihn einfach nicht leiden können. vielleicht ist mitarbeiter 4 ja auch einfach ein arschloch und hat es verdient? .. man weiß es einfach nicht
Hallo Behoernchen,
denn mitarbeiter 1 und 2 könnten einfach behaupten mitarbeiter 4 hätte sich das ausgedacht.
es ist aber keineswegs klar, dass man einen Prozess, bei denen Aussage gegen Aussage steht, automatisch verliert. Es kommt immer darauf an, wie das Gericht die Glaubwürdigkeit der Zeugen einschätzt. Natürlich ist eine Zeugenaussage kein voller Beweis, aber ein Beweismittel ist sie schon. Und dafür spielt es schon eine Rolle, ob der Zeuge eine Mitschrift geführt hat oder aus dem Gedächtnis spricht.
Anderseits ist ja die Frage, ob überhaupt eine Abmahnung und/oder eine Kündigung (und damit im Zweifel ein Prozess) angestrebt wird. Wenn nicht muss auch kein Gericht die Aussagen würdigen, sondern dann läuft ja eh alles im Innenverhältnis. Und dann ist wieder die Frage, was für Beweise man überhaupt braucht und ob man nicht besser fährt, wenn man sich an einen Tisch setzt und die Sache gemeinsam aus der Welt schafft.
herbivore
Hat die Fa. keine Firewall, dass man einfach nachgucken kann, wer wann worauf war?
Anschliessend wäre noch die Frage zu klären, ob der Betriebsrat, falls vorhanden, es billigt. Bei uns muss man bei Verdacht erstmal beim BR einen Antrag stellen, der erlaubt, Daten aus der FW zu entnehmen und auszuwerten. Natürlich kann man die Daten so entnehmen, aber ohne Erlaubnis des BRs, darf man diese Daten nicht gegen den Mitarbeiter verwenden. Einen Mitarbeiter mit der Spionage zu beauftragen ist ohne Einwilligung des BRs auch nicht zulässig.
Hallo hebivore,
das ist natürlich richtig, wenn es zu keiner Abmahnung oder Kündigung kommt ist das alles völlig irrelevant.
Auch ist es klar, dass ein Prozess mit Aussage gegen Aussage nicht automatisch verloren geht. Habe ich auch nicht gesagt 😉
ich zweifel lediglich an, dass die Aufzeichnungen als Beweismittel zugelassen würden. Die Aussagen von mitarbeiter 4 natürlich schon.
Dazu wäre natürlich gut zu wissen was mit Mitarbeiter 3 passiert ist, nachdem er aufgeflogen ist, denn ich nehme an das gleiche würde 1 und 2 drohen.
Da private Internetnutzung nur in den Pausen und maximal halbe stunde erlaubt ist ist bei entsprechender Nutzung aber wohl eine Abmahnung und u.U. auch eine Kündigung nicht auszuschließen.
Und ein internes Gespräch um das alles zu klären ist sowieso meist besser als alles andere, da es sonst meist eh nur zu bösem Blut kommt. Geholfen hat das wohl noch keinem wirklich.
Hallo vbprogger,
nicht jedes Unternehmen hat einen Betriebsrat. Da dieser erst ab einer bestimmten Größe vorgeschrieben ist ( ich glaube 100 Mitarbeiter kann mich aber irren). Wenn es also keinen BR gibt kann man auch keine Regelungen über ihn treffen.
Ich würde eher auf einen Proxyserver tippen der sowas protokolliert als eine FW.
Das Ergebnis wäre allerdings das gleiche 😉.
Um das Problem einfach zu lösen könnte man natürlich auch, wie es sonst üblich ist, durch den Proxy einfach bestimmte Seiten sperren. Und schwupps gibs keine Videos und Sozialennetzerweke mehr die die anderen Kollegen stören könnten.
nicht jedes Unternehmen hat einen Betriebsrat. Da dieser erst ab einer bestimmten Größe vorgeschrieben ist ( ich glaube 100 Mitarbeiter kann mich aber irren).
Da ich im BR bin, weiss ich zufällig, dass ab 5 Mitarbeiter einen BR gegründet werden kann (BetrVG §1) 😉.){gray} Wenn es keinen BR gibt und eindeutige Regelung über die Nutzung von Internet gibt, dann kann man schon das Logfile des FWs zur Grundlage nehmen und ein Mitarbeitergespräch einleiten. Mir scheint, dass der Vorgesetzter hier Angst vor Konfrontation hat 😁
Ich sagte ja auch nicht, dass es vor 100 Mitarbeitern keinen geben darf, sondern dass er gesetzlich keinen geben muss, was dazu führt, das kleinere Unternehmen halt auch mal keinen haben.
Geben dürfen und geben müssen ist halt ein kleiner aber doch gravierender Unterschied findest du nicht? ^^
Es gibt keinen Vorschrift/Gesetz, dass ab bestimmte Anzahl von MA einen BR gegründet werden muss. Es ist halt im Interesse der Arbeitnehmer. Wenn es nach dem Arbeitgeber geht, dann will er mit Sicherheit keinen BR in seinem Betrieb haben; aber das hat er nicht zu bestimmen und er kann es auch nicht verhindern, wenn die MA einen BR grüden wollen. Wenn man keinen BR hat, dann kann man sich auch nicht kollektiv gegen bestimmte Maßnahme des Arbeitgebers sich wehren bzw. diese zu dämpfen, z.B. bei Verhandlung von Sozialplan bei Massenentlassungen, bei Versetzungen, etc. gerade in dieser Zeit ist es notwendiger denn je.
Es gibt keinen Vorschrift/Gesetz, dass ab bestimmte Anzahl von MA einen BR gegründet werden muss.
Da wäre ich mir ja mal nicht so sicher:
http://bundesrecht.juris.de/betrvg/__9.html
[EDIT] Erst jetzt VBproggers obigen Post gelesen. Wohl doch "kann" nicht "muss" wobei ich mich dann frage wieso die Anzahl der Mitglieder festgelegt ist.
natürlich haben Mitarbeiter 1 und Mitarbeiter 2 nicht korrekt gehandelt, indem sie zuviel Arbeitszeit in privates stecken.
Allerdings ist es von Mitarbeiter 4 auch nicht löblich zu petzen.
Ich persönlich behalte mir die vergehen von Kollegen zwar, da meine Erfahrung gezeigt, dass das teilweise welche wirklich versuchen einen ständig ans messer zu liefern und man dann ggf. auch was vorzuweisen hat. aber ansonsten ist es mir relativ egal, was andere machen.
ok dachte es gäbe eine Vorschrift. Naja wieder was gelernt 😄
Ob man unbedingt einen Betriebsrat braucht um sich gegen Kündigungen oder sonstiges zur Wehr zu setzen hängt auch vom Chef ab würde ich sagen.
Man muss nicht immer die Brechstange auspacken. Und außerdem hilft die auch nicht immer.
[EDIT] Erst jetzt VBproggers obigen Post gelesen. Wohl doch "kann" nicht "muss" wobei ich mich dann frage wieso die Anzahl der Mitglieder festgelegt ist.
Irgendwo muss man ja starten 😁
Ob man unbedingt einen Betriebsrat braucht um sich gegen Kündigungen oder sonstiges zur Wehr zu setzen hängt auch vom Chef ab würde ich sagen.
Man muss nicht immer die Brechstange auspacken. Und außerdem hilft die auch nicht immer.
Nö, wenn ein BR existiert, dann sollte der MA sich auch an dem BR wenden, damit der BR auch was für ihn tun kann, obwohl normalerweise achtet der BR schon drauf, dass alles korrekt abläuft.
Man kann zwar nicht immer eine Kündigung abwenden, aber man kann sie besser steuern, z.B. durch Sozialauswahl, etc., oder bessere Abfindung für den MA aushandelt; z.B. für BW gilt 1/2 Monatsgehalt pro Zugehörigkeitsjahr. Wir haben aber schon mal 0,8 und sogar 1,0 im einzelnen raus geholt. Gerade bei Kündigungen passiert dem Arbeitgeber oft viele Formfehler, dass die Kündigung zunächst immer für nichtig erklärt werden kann, und somit hat man eine bessere Ausgangsituation für die Verhandlung eines Aufhebungsvertrags. Ich persönlich halte viel von BR und ich kann die MA in jeden Betrieb die Gründung von BR nur empfehlen. Es hat nichts damit zu tun, dass man damit sich immer den Arbeitgeben entgegen stellen muss, sondern es basiert vielmehr auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und BR, so dass keine Geheimnistuerei entstehen und dadurch die Rechte aller MA im Betrieb wahrgenommen und geschützt werden. Die GL muss dem BR über jedes Vorhaben informieren bzw. um Zustimmung bitten. Ohne BR hilft nur der Weg zum Arbeitsgericht, welche nicht jeder beschreiten möchte, zumal nicht jeder eine Arbeitsrechtschutzversicherung abgeschlossen hat, dass er sich einen Anwalt leisten kann. Der BR filtert hier schon die Vorgänge, so dass der Weg zum Arbeitsgericht meist vermieden werden kann.
das ist durchaus alles richtig was du sagst.
trotzdem denke ich das grade bei kleinen Betrieben, wo eh jeder jeden kennt und der Zusammenhalt im Allgemeinen größer ist als bei Unternehmen mit mehreren 100 Angestellten, es nicht wirklich erforderlich ist, da man sich dort auch mit dem Chef so einigen kann, vorausgesetzt er ist kein Arschloch. Wenn er eins ist sollte man vielleicht doch einen BR gründen.
Mal davon abgesehen, dass es auch Fälle gibt wo der Betriebsrat Lohnkürzungen verhindern wollte, die Gewerkschaft fröhlich mit gemacht hat und am Ende ging die Firma Pleite und alle waren arbeitslos, weil ein paar Deppen aus dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ihr Gesicht nicht verlieren wollten. Was sie meiner Meinung nach mit der Aktion erst recht getan haben.
Es gibt also auch immer 2 Seiten einer Medaillie.
Ich will damit auch nicht unterstellen, dass jeder Betriebsrat so ist, ich gehe davon aus, dass die meisten doch vernünftig sind.
Aber ich denke da werden wir uns nicht mehr einig und da das ganze sowieso ot ist sollten wir es vielleicht beenden 😉 .
Mal davon abgesehen, dass es auch Fälle gibt wo der Betriebsrat Lohnkürzungen verhindern wollte, die Gewerkschaft fröhlich mit gemacht hat und am Ende ging die Firma Pleite und alle waren arbeitslos, weil ein paar Deppen aus dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ihr Gesicht nicht verlieren wollten. Was sie meiner Meinung nach mit der Aktion erst recht getan haben.
Jo, das stimmt, daher sollte der BR immer in Interesse des Arbeitsplatzerhalts des gesamten Betriebs agieren und nicht immer des einzelnen. Ob man nachgeben soll, um weiter arbeiten zu können, oder hart durchgreift, um anschliessend Arbeitlosengeld zu beantragen, das ist hier wirklich eine Frage des Verstands eines 'gesunden' Menschen. Deshalb soll man auch darauf achten, wen man wählt 😉
Common sence is not common anymore
Ich möchte noch einmal sagen, dass es sich meines Erachtens nicht um Spionage handelt. Da Spionage die Beschaffung unbekannter oder geschützter Information beschreibt.
Man kann aber Beiträge die auf einem sozialen Netzwerk gepostet werden nicht dieser Art Information zuordnen. Die Logfiles dienen auch nicht als Grundlage für eine Kündigung o.Ä. werden aber möglicherweise eine Sperrung des Internets nach sich ziehen. Bei der Absicht einer Kündigung kann man immer noch die Logfiles der betrieblichen Informatik einsehen.
Gruss
P.S. das mit dem hypothetischen lass ich mal so stehen 😃
Hallo Leute,
bite lasst das Betriebsrat-Thema jetzt mal und kommt zurück zum eigentlichen Thema.
herbivore