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Open Source & Freeware versus Commercial
progi123
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Themenstarter:

Open Source & Freeware versus Commercial

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Hallo,

ich finde, dass Entwickler, die ihre Programme umsonst anbieten, den Entwicklern in die Suppe spucken, die für ihre Leistung Geld verlangen. Wie haben sich wohl die Verantwortlichen hinter Microsoft Office gefühlt als Sun OpenOffice veröffentlichte?

Andererseits bin ich dem kosmischen Zufall dankbar, dass es solche Seiten wie CodeProject.com gibt. Ohne manche Open Source Projekte würden meine eigenen viel mehr Zeit in anspuch nehmen. Man müsste quasi das Rad jedesmal neu erfinden.

Wie steht Ihr zu dieser Thematik?
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aequitas
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Zitat
ich finde, dass Entwickler, die ihre Programme umsonst anbieten, den Entwicklern in die Suppe spucken, die für ihre Leistung Geld verlangen.

Finde ich ganz grossen Bloedsinn.
Warum?
Weil nicht jeder nur kommerziell denkt.
be the hammer, not the nail!
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LaTino
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Kosten für Software sind eben nicht nur die Lizenzkosten. Keine Software ist kostenlos. Ansonsten betrachte ich dieses in-die-Suppe-spucken als normalen Wettbewerbsdruck. Wenn ich will, dass meine Kunden für mein Produkt mehr bezahlen als für das Konkurrenzprodukt, habe ich verschiedene Strategien zur Auswahl, um sie dazu zu bewegen. Das ist nicht unfair, sondern einfach Marktwirtschaft.

Sun verdient übrigens ganz gut mit ihrem Office (nicht in den Dimensionen von MS Office, ich glaube ich habe was von 40 Milliarden $ 2008 im Kopf...schlecht erreichbar durch die Konkurrenz).

LaTino
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open office ist ja aus einem konkreten bedürfniss in verbindung mit einer geballten ladung frust entstanden.

ich finde, das opensourceprojekte den kommerziellen anbietern das notwendige feuer unter dem a*** machen und das ist gut so. ansonsten würden wir vermutlich immer noch word aus dem jahre 1998 benutzen und teuer bezahlen.

außerdem sind opensourceprojekte gut für die selbstverwirklichung von vielen entwicklern. wenn du den ganzen tag ein bankmanagement tool schreiben musst obwohl du viel lieber mit grafikengines arbeitest, dann suchst du dir eben zum ausgleich ein schickes open sourceprojekt und arbeitest dort mit. zudem kannst du dort bedeutend kreativer sein, als wenn irgendein bwl-student deine anforderungen diktiert.

so sind schon sehr viele innovationen entstanden die viele teuere kommerzielle projekte in den schatten gestellt haben. nicht wenige haben durch ein soches projekt eine neue anstellung gefunden, die ihnen besser entsprach.
talla
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Hallo,

sehe ich nicht so progi123. Kommerzielle Anwendungsanbieter wirtschaften wie jedes andere Unternehmen auch. Die brauchen die Einnahmen um ihre Ausgaben zu decken und Gewinne zu generieren. OpenSource im Kleinen funktioniert oft weil ein paar Idealisten ihre Ideen umsetzen wollen. Sobald das Ganze aber größer wird fehlt auch bald die Kraft die eigenen Ausgaben des Projektes zu decken. Dann werden sich auch Industriepartner gesucht, oder auf zusätzliche Leistungen wie Support gesetzt um Einnahmen zu generieren. Ich sehe deshalb sowohl Closed als auch Open Source als relativ ähnlich an, es sind nur unterschiedliche Wege die Einnahmen zu generieren. Deshalb sehe ich Open Source auch nicht als größeren Konkurrenten zu nem kommerziellen Programm als irgend ein anderes kommerzielles Konkurenzprodukt. Zumal ja selbst einige Open Source Programme nicht kostenlos sind - zugänglicher Code heißt ja noch net dass man automatisch damit alles machen darf.

Kurzfristig kann ein kostenloses Produkt natürlich einem kommerziellen Produkt Käufer abgraben, aber wenn langfristig die Finanzierung der Open Source Entwickler nicht gesichtert ist, nützt auch das beste Programm nichts. Grad Businesskunden brauch ordentlichen Support, da sind einmalige Anschaffungskosten meist das geringere Übel.
Baka wa shinanakya naoranai.

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LaTino
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Sorry, OT, aber können wir ein bisschen darauf achten, Open Source und kostenlos nicht zu verwechseln? Da rollen sich mir jedesmal die Fußnägel auf ;)

LaTino
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der-schlingel
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Ich kann talla da in allen Punkten zustimmen. Vor allem hat ja sogar Richard Stallman in der ersten Version der GPL genau dieses Geschäftsmodell vorgeschlagen. Damit mit Free Software (also Open Source im weitesten Sinne) auch Geld gemacht werden kann ohne Wissen hinter Lizenzvereinbarungen zu versperren.
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LaTino
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Ich halte es mehr mit E. Raymond: die Freiheit der GPL ist ein Korsett für den Lizenznehmer und behindert die Entfaltung von Open Source.

http://www.heise.de/developer/Eric-S-Raymond-Die-GPL-ist-ueberfluessig--/news/meldung/135193

LaTino
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svenson
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Die großen OpenSource-Projekte werden von Leuten entwickelt, die dafür von Firmen bezahlt werden. Diese wiederum investieren in Open-Source weil ihr Geschäftsmodell entsprechend ausgerichtet ist (statt Lizenzgebühren über externe Leistung, z.B. Beratung, Server-Maschinen, etc. Geld einnehmen).

Bei der Wieder-Verwendung von OS für Produkte sind sowieso entfallende Lizenzgebühren oft kein Argument. Wenn ich ein z.B. OS-Produkt in meiner Arbeit einsetzen will, dann muss das von Firmen wie Novell & Co. kommen. Grund: Die möglichen Risiken von Patentverletzungen durch den OS-Code müssen vom Distributor durch Versicherungen abgedeckt sein. Wohlgemerkt: Es geht nicht darum Tools für meine Arbeit zu verwenden (das ist unkritisch), sondern den Code direkt in ein Produkt zu integrieren (was ja viele Lizenzen jenseit der GPL erlauben).

Allein die Prüfung der Lizenz bzw. des Distributionsvertrages durch die Rechtsabteilung kostet mich - bzw. meine Abteilung - einen 5-stelligen Betrag. Da muss ich nicht lange nachdenken ob ich ein paar Hundert Euro für eine Entwicklerlizenz ausgebe. Das Ganze lohnt also nur bei großen Stückzahlen (ein paar Tausend aufwärts).

Bei kommerziellen Produkten hab ich das Problem praktisch nicht, weil dort der Vertrag immer auch einen Haftungsausschluß definiert, d.h. möglichen Zahlungen leistet allein der Hersteller, niemals aber der Kunde.

Ansonsten: Der weltweite Umsatz bei IT-SW-Investitionen liegt bei knapp 200 Milliarden Dollar. Im gleichen Zeitraum wurde mit OS knapp 5 Milliarden erwirtschaftet.

Bei dem aktuellen Patentrecht ist OS m.E. keine große Gefahr für den kommerziellen SW-Sektor, bzw. macht es Distributoren zu Versicherungsunternehmen. Man bezahlt Anwälte und BWLer statt SW-Entwickler. Der Vorteil von Close Source besteht hier einfach darin, dass Patentverletzungen fast nie zu entdecken sind.
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chaossurfer
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@Svenson
Zitat
Ansonsten: Der weltweite Umsatz bei IT-SW-Investitionen liegt bei knapp 200 Milliarden Dollar. Im gleichen Zeitraum wurde mit OS knapp 5 Milliarden erwirtschaftet.

die Zahlen finde ich sehr interessant... gibt es das Quellen?

Gruß
Chaossurfer
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svenson
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Waren nicht 5 Milliarden sondern nur 1,7:

http://www.heise.de/newsticker/Umsatz-mit-Open-Source-waechst--/meldung/109399

Aber: IDC hat schon im Jahre 2007 den Umsatz für 2006 mit 1,8 Milliarden beziffert:

http://www.heise.de/newsticker/Linuxworld-Open-Source-wird-zum-grossen-Geschaeft--/meldung/93876

Es sind sogar 500 Milliarden wenn man SW + Services rechnet (Open Source-Umsätze sind primär Services + Support):

http://www.computerwoche.de/knowledge_center/it_strategie/1873261/index2.html#d2e277

Dazu paßt:

http://www.heise.de/open/Open-Source-ist-kein-Business-Modell--/artikel/117309
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Golo Roden
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Mir persönlich ist es eigentlich ziemlich egal, ob eine Software Closed Source oder Open Source ist - in den Quellcode gucke ich sowieso in den seltensten Fällen rein.

Bei der Frage kostenlos oder kostenpflichtig - ich hab auch kein Problem damit, für Software Geld zu bezahlen, trotzdem freu ich mich natürlich, wenn ein Programm nicht ganz so teuer oder sogar kostenlos ist.

Was mich aber an Opensource massiv stört, ist der Fanatismus, den einige an den Tag legen.

Ja, Opensource ist eine geniale Idee und hat einen gewissen Aspekt von einer idealen Welt. Das blöde ist nur - außer im Softwarebereich funktioniert das (fast) nirgendwo. Denn der Bäcker, der Metzger und die Apotheke wollen doch letztlich Geld von mir sehen, das wiederum irgendwoher kommen muss.

Und da ich mein Geld nun mal mit Softwareentwicklung verdiene, stößt mir dieser von Leuten wie Richard Stallman vertretene Fanatismus etwas bitter auf - bei ihm habe ich oft den Eindruck, dass allein die Tatsache, dass etwas nicht frei ist, schon per se als "böse" bewertet wird.

Und das nervt.

Interessanterweise gibt es aber auch kein Opensource-Projekt, was wirklich funktionieren würde (vom Geschäftsmodell her). Entweder sind es kleine Frickelprojekte, oder große Projekte - hinter denen dann aber wieder Firmen stehen, die das ganze (un)eigennützig fördern.

Siehe Linux, Firefox oder OpenOffice.

Insofern plädiere ich dafür, dass jeder selbst entscheiden können sollte, ob er seine Software offen / geschlossen und kostenlos / kostenpflichtig vertreibt, *ohne* gleich dafür angegriffen zu werden.

Ein interessantes Fortführungsthema, was hier IMHO aber OT wäre, sind Softwarepatente.
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Corpsegrinder
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Zitat von Golo Roden
Ja, Opensource ist eine geniale Idee und hat einen gewissen Aspekt von einer idealen Welt. Das blöde ist nur - außer im Softwarebereich funktioniert das (fast) nirgendwo. Denn der Bäcker, der Metzger und die Apotheke wollen doch letztlich Geld von mir sehen, das wiederum irgendwoher kommen muss.

Naja... es kommt inzwischen immer mehr nicht Software Open Source. Z.B. Open Source Filme, wie Big Buck Bunny, oder Open Source Hardware: http://en.wikipedia.org/wiki/Open_hardware

Also es funktioniert schon, nur haben eben noch zu wenige die richtige Mentalität.
Zitat von progi123
Andererseits bin ich dem kosmischen Zufall dankbar, dass es solche Seiten wie CodeProject.com gibt. Ohne manche Open Source Projekte würden meine eigenen viel mehr Zeit in anspuch nehmen. Man müsste quasi das Rad jedesmal neu erfinden.

Du meinst also, dass Open Source Entwickler dir in die Suppe spucken, aber wenn du dir deren Code zu Nutze machen kannst ist es gut? Das ist irgendwie eine Doppelmoral. Wenn du es ablehnst, dann benutz auch nicht deren Code.



@Golo: OpenBSD ist meines Wissens nach nicht von einer Firma gefördert und auch ein großes Projekt, welches auch regen Zuspruch findet.
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LaTino
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Zitat von Corpsegrinder
Also es funktioniert schon, nur haben eben noch zu wenige die richtige Mentalität.
[..]
Du meinst also, dass Open Source Entwickler dir in die Suppe spucken, aber wenn du dir deren Code zu Nutze machen kannst ist es gut? Das ist irgendwie eine Doppelmoral. Wenn du es ablehnst, dann benutz auch nicht deren Code.

Das ist, glaube ich, genau der "Fanatismus" (nein, ist natürlich nicht fanatisch, aber irgendwie missionarisch schon), der Golo so ein bisschen anbricht. Und mich auch.

Wenn ich das Geschäftsmodell habe, dass ich das Produkt kostenlos verteile, und mein Know-How im Umgang damit als eigentliche Leistung anbiete - dann ist das gut, ich sehe in diesem Modell auch eine Menge Potential.

Ich verstehe aber nicht, warum ich andere dazu zwingen soll, das genau so zu machen. Wenn ich etwas nur unter der Bedingung verfügbar machen, dass andere sich genau wie ich verhalten, dann ist es nicht frei. Freiheit bedeutet auch, anderen keine Bedingungen zu stellen, die sie in ihrer Handlungsfreiheit einschränken (der schöne Satz "Freiheit ist auch immer die Freiheit des Andersdenkenden." kommt einem da ins Bewusstsein) GPL ist für mich nicht frei, ganz im Gegenteil.

Fällt niemandem auf, dass die (L)GPL inkompatibel zu allen anderen Open-Source-Lizenzen ist? Dieser Virus FORDERT Open Source, er FÖRDERT sie aber nicht.

Sollte es nicht zu denken geben, dass sogar die Open-Source-Lizenzen von Microsoft dem Lizenznehmer mehr Freiheiten lassen als die GPL?

Sollte es nicht zu denken geben, wenn Open-Source-Pioniere wie Raymond die Abschaffung der GPL fordern?

Sollte es nicht zu denken geben, wenn Open Source NICHT eingesetzt wird, wegen der GPL, und wenn der OS-Gemeinde dadurch Serviceumsätze entgehen, die helfen würden, die Akzeptanz von OS zu erhöhen?

Ist es nicht vielleicht so, dass die (L)GPL, obwohl gut gemeint, durch die dahinter steckende missionarische Attitüde dem OS-Modell mehr Schaden zufügt als nutzt?

LaTino
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Golo Roden
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Zitat von Corpsegrinder
Zitat von Golo Roden
Ja, Opensource ist eine geniale Idee und hat einen gewissen Aspekt von einer idealen Welt. Das blöde ist nur - außer im Softwarebereich funktioniert das (fast) nirgendwo. Denn der Bäcker, der Metzger und die Apotheke wollen doch letztlich Geld von mir sehen, das wiederum irgendwoher kommen muss.

Naja... es kommt inzwischen immer mehr nicht Software Open Source. Z.B. Open Source Filme, wie Big Buck Bunny, oder Open Source Hardware: http://en.wikipedia.org/wiki/Open_hardware

Also es funktioniert schon, nur haben eben noch zu wenige die richtige Mentalität.

Und wovon leben die Leute, die zB Opensource-Fime machen? Vermutlich werden die hauptberuflich wiederum in einer anderen Firma arbeiten, wo sie (natürlich nicht mit Opensource) ihre Brötchen verdienen ...
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Corpsegrinder
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Das habe ich ja auch nicht gesagt. Aber es gibt schon einige Open Source Projekte, die auch nicht gefördert werden. Ich bin auch niemand der sagt, dass alles was nicht Open Source ist nicht "böse" ist. Sonst würde ich keinen Mac benutzen. Ich finde nur, dass es gut ist, dass es Open Source gibt. Ich sage nur, dass man nicht Open Source verteufeln soll, aber trotzdem den Code nutzen. Damit würde man andere für sich arbeiten lassen und denen dafür noch ins Gesicht treten.


@Golo: Die müssen ja nicht unbedingt als Softwareentwickler arbeiten... vielleicht arbeitet ja auch ein Open Source Entwickler hauptberuflich als Maurer.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Corpsegrinder am .
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LaTino
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Zitat von Corpsegrinder
Ich finde nur, dass es gut ist, dass es Open Source gibt. Ich sage nur, dass man nicht Open Source verteufeln soll, aber trotzdem den Code nutzen. Damit würde man andere für sich arbeiten lassen und denen dafür noch ins Gesicht treten.
Okay, wollte dir auch nichts unterstellen - hast wohl einfach einen Knopf bei mir erwischt. Aber sollte die Einstellung zu Open Source nicht unabhängig davon sein, was a) andere Leute mit dem offenen, freien Code anstellen (und WIE sie es anstellen) und b) wie die Einstellung der Benutzer zu OS ist?

Ich stimme dir zu, es ist nicht die feine englische Art, gleichzeitig Vorteile daraus zu ziehen und darauf zu spucken. Aber eigentlich sollte das bei der Entscheidung, ob und vor allem WIE man seinen Code freigibt, keine Rolle spielen, oder? (darum geht's ja, dass die Leute damit arbeiten sollen und damit potenzielle Aufträge für mich als ursprünglichen Ersteller der Software generieren).

Jeder Einsatz von OS stärkt den Gedanken dahinter. Also - sollen sie ruhig schimpfen :).

LaTino
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gotocsharp
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@LaTino
So wie ich deine Posts lese bist du klar gegen die (L)GPL und für die BSD Lizenz?
Nun ich stimme dir teilweise zu, aber ich muss gestehen ich sehe den "Idealweg" etwas anderes.
Wenn ich viel Arbeit in ein Projekt stecke und es unter der BSD Lizenz veröffentliche und dann eine Firma kommt und mein Projekt closed source weiter entwickelt dann finde ich das... unfair (mir fällt kein besserer Begriff ein) auch wenn mein Projekt dadurch vielleicht indirekt mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Bei der GPL dagegen hat man das Problem das die Firma wegen der Lizenz wahrscheinlich gar nicht an meinem Projekt interessiert ist und lieber nochmal alles selbst nachprogrammiert.

Deshalb finde ich persönlich eine Dual-Lizenz am besten:
Jemand der mein Projekt weiter entwickelt und seine Verbesserungen oder Veränderungen auch mir zu gute kommen lässt, der darf das ohne weiteres dank der GPL machen.
Jemand der mein Projekt weiter entwickeln will aber seine Verbesserungen oder Veränderungen nicht öffentlich für mich (und andere) zugänglich machen will, aus welchem Grund auch immer, der soll mich dafür wenigstens finanziell Entschädigen.
Wenn es das der kommerziellen Firma nicht wert ist sollen sie es halt wirklich nochmal selber entwickeln.
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herbivore
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Hallo Golo Roden,
Zitat
Und wovon leben die Leute, die zB Opensource-Fime machen?
in Zukunft vom bedingungslosen (Grund-)Einkommen. Dass gesellschaftliche Teilhabe hauptsächlich vom Erwerbseinkommen abhängig ist, halte ich für ein Modell ohne Zukunft.

herbivore
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Hallo Zusammen,

das der Maurer (nix gegen den Beruf) um die Ecke, abends und am Wochenende dann noch gute Open Source Software schreibt bzw. sich daran beteiligt halte ich jetzt mal für die absolute Ausnahme… schließlich könnte er dann als Software Entwickler wahrscheinlich mehr Geld in einer Firma verdienen… aber das ist sicher eine andere Diskussion. :-)

Ich kann mich Golo Roden nur anschließen, viele, viele gute Entwickler, welche die großen Open Source Projekte vorantreiben sitzen entweder bei großen Software Firmen wie Sun oder IMB oder bei einem der vielen Nutznießer von Open Source z.B. Novell oder RedHat…

Ich finde die Diskussion teilweise auch verlogen wenn IBM z.B. Open Source soo toll findet warum laufen dann Notes und DB2 was 2 große Cashcows der Firma sind immer noch unter einem herkömmlichen Lizenzmodell?

Außerdem bin ich überzeugt davon dass wenn es aus einem Grund z.B. Microsoft (dann wäre das nächste Feindbild wahrscheinlich Apple) nicht mehr gäbe würde die ganze Fraktion in Grabenkämpfen untereinander auseinander fallen.


Zum den angesprochenen Gesellschafts/Zukunftsmodell von herbivore…

Das leben in solch eine Welt wäre sicher toll. Aber irgendwie ist das wie der Spruch: Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ leider ist der Mensch so in den tiefen seines Geistes nicht gepolt sondern es gibt immer neid und das verlangen mehr zu haben wie andere in uns…aber ich glaube damit schweife ich etwas philosophisch ab… :-)


Gruß
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herbivore
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Hallo chaossurfer,

beim bedingungslosen Grundeinkommen geht es weder um Kommunismus noch um Utopie sondern um das bisher einige bekannte Mittel der strukturellen Arbeitslosigkeit zu begegnen. Dem Streben, mehr haben zu wollen, steht das bedingungslosen Grundeinkommen nicht entgegen.

herbivore
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winSharp93
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Hallo zusammen,

ich kann mich dem Meinungsbild hier ungefähr anschließen:
Zum einen müssen die Opensourceentwickler auch von irgendetwas leben und zum anderen kann es irgendwie nicht sein, dass die "Distributoren" (oder wie sie sich auch nennen) fremden Code "verkaufen" bzw. für Support viel Geld verlangen, das oft nicht der Weiterentwicklung des Codes selbst zugute kommt, sondern dem Unternehmen, das den Code nutzt.
Gelegentlich ist es auch so, dass nur einige oberflächliche / optische Details geändert werden und die Endbenutzer schön brav viel Geld für eine aufgehübschte Opensourcesoftware ausgeben, während das eigentliche Projekt nur durch Spenden anderer Benutzer überleben kann.
Oder Dritthersteller bieten teure Plugins an, die im Vergleich zur Opensourcesoftware eigentlich nicht wirklich etwas leisten aber trotzdem gekauft werden, da die Nutzer sich ja den eigentlichen Kaufpreis sparen konnten.

Anders sieht es IMHO mit Freeware oder Software aus, deren Lizenz den Sourcecode etwa nur zu Referenzzwecken freigibt, aus: Hier gibt der Autor seine Rechte nicht ab und kann somit im Nachhinein entscheiden, ob z.B. die nächste Version dann doch kostenpflichtig sein soll oder nur für privaten Gebrauch kostenlos ist.

Einen weiteren Nachteil von Opensource, der hier noch nicht angesprochen wurde, ist, dass sich niemand so wirklich verantwortlich dafür fühlt. Klar, es gibt immer ein paar Enthusiasten - aber anders als bei kommerziell entwickelter und vertriebener Software fehlt einfach ein gewisser Erfolgsdruck.
Das merkt man bei vielen Produkten schon bei der Installation und bei der Doku - wenn man nicht genau das System des Entwicklers mit Runtime XY in genau der Version X, die aber auf dem eigenen PC z.B. nicht fehlerfrei läuft, hat man Pech gehabt.

Kürzlich stimmte mich auch ein Blogbeitrag nachdenklich: Es ging um aktuelle Browser. Während der IE erst einer Generalsanierung unterzogen wurde, um mit der Performance von Chrome, Safari usw. mithalten zu können, wäre dies beim Firefox auch einmal nötig. Allerdings fühle sich niemand wirklich dazu genötigt, einen solchen Schritt durchzuführen. Der Firefox wäre also langfristig ein Verlierer. Zugespitzt formuliert: Niemand hat ja etwas (=Geld) zu verlieren.

Und irgendwie scheinen die privaten Benutzer größtenteils auch irgendetwas gegen Opensource zu haben:
Die Verkaufzahlen von Netbooks mit Linux sind anscheinend rückläufig und die Rücklaufquote davon hoch wie nichts.
Und die Leute, die MS Monopolstellung vorwerfen, rennen zu Apple...
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gotocsharp
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Zitat von winSharp93
Hallo zusammen,

ich kann mich dem Meinungsbild hier ungefähr anschließen:
Zum einen müssen die Opensourceentwickler auch von irgendetwas leben und zum anderen kann es irgendwie nicht sein, dass die "Distributoren" (oder wie sie sich auch nennen) fremden Code "verkaufen" bzw. für Support viel Geld verlangen, das oft nicht der Weiterentwicklung des Codes selbst zugute kommt, sondern dem Unternehmen, das den Code nutzt.
Nun diese Distributoren helfen auch meist aktiv bei der Weiterentwicklung der Produkte mit, denn wenn diese nicht aktuell bleiben will auch keiner mehr Support dafür da es keiner mehr benutzt.
Zitat von winSharp93
Gelegentlich ist es auch so, dass nur einige oberflächliche / optische Details geändert werden und die Endbenutzer schön brav viel Geld für eine aufgehübschte Opensourcesoftware ausgeben, während das eigentliche Projekt nur durch Spenden anderer Benutzer überleben kann.
Oder Dritthersteller bieten teure Plugins an, die im Vergleich zur Opensourcesoftware eigentlich nicht wirklich etwas leisten aber trotzdem gekauft werden, da die Nutzer sich ja den eigentlichen Kaufpreis sparen konnten..
Beispiele? Ich weiss jetzt nicht wovon du reden könntest.
Zitat von winSharp93
Anders sieht es IMHO mit Freeware oder Software aus, deren Lizenz den Sourcecode etwa nur zu Referenzzwecken freigibt, aus: Hier gibt der Autor seine Rechte nicht ab und kann somit im Nachhinein entscheiden, ob z.B. die nächste Version dann doch kostenpflichtig sein soll oder nur für privaten Gebrauch kostenlos ist.
Bei Freeware (meintest du mit Software eigentlich Shareware?) ist normalerweise der Sourcecode überhaupt nicht zugänglich. Für den Fall den du meinst gibt es spezielle Lizenzen die das einsehen in den Code erlauben, aber weder Veränderungen noch das Übernehmen in eigene Produkte. Unter so einer Lizenz steht ja soweit ich weiß auch ein Großteil des .NET Frameworks.
Außerdem kann man, soweit ich weiß, eine neue Version eines OpenSource Projekts auch unter eine andere Lizenz stellen, natürlich nur solange man selbst der ist der die Rechte an dem Projekt hat. Sonst wären Lizenzen ja Sinnlos. :)
Zitat von winSharp93
Einen weiteren Nachteil von Opensource, der hier noch nicht angesprochen wurde, ist, dass sich niemand so wirklich verantwortlich dafür fühlt. Klar, es gibt immer ein paar Enthusiasten - aber anders als bei kommerziell entwickelter und vertriebener Software fehlt einfach ein gewisser Erfolgsdruck.
Ich glaub du weißt noch nicht das man auch mit Opensource Software kommerziell Geld verdienen kann und das auch gemacht wird.
Zitat von winSharp93
Das merkt man bei vielen Produkten schon bei der Installation und bei der Doku - wenn man nicht genau das System des Entwicklers mit Runtime XY in genau der Version X, die aber auf dem eigenen PC z.B. nicht fehlerfrei läuft, hat man Pech gehabt..
Was hat das mit OS zu tun? Das kennt man von vielen "Amateure"-Softwaren.
Zitat von winSharp93
Kürzlich stimmte mich auch ein Blogbeitrag nachdenklich: Es ging um aktuelle Browser. Während der IE erst einer Generalsanierung unterzogen wurde, um mit der Performance von Chrome, Safari usw. mithalten zu können, wäre dies beim Firefox auch einmal nötig. Allerdings fühle sich niemand wirklich dazu genötigt, einen solchen Schritt durchzuführen. Der Firefox wäre also langfristig ein Verlierer. Zugespitzt formuliert: Niemand hat ja etwas (=Geld) zu verlieren.
Natürlich hat beim FF jemand Geld zu verlieren, und zwar Mozilla Foundation die, mehr oder weniger, von Google abhängig ist. Wenn die ihren Browser nicht weiterentwickeln würden, würde Google über kurz oder lang den Geldhahn zudrehen.
Zitat von winSharp93
Und irgendwie scheinen die privaten Benutzer größtenteils auch irgendetwas gegen Opensource zu haben:
Die Verkaufzahlen von Netbooks mit Linux sind anscheinend rückläufig und die Rücklaufquote davon hoch wie nichts.
Und die Leute, die MS Monopolstellung vorwerfen, rennen zu Apple...
Diese Nachricht kam von MSI, andere Hersteller wie Asus konnten das nicht bestätigen.
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chaossurfer
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Hallo herbivore,

der Ansatz dieses Models ist sicher interessant, allerdings ist mir die Finanzierung ein Rätsel bwz. funktioniert das System doch nur wenn genügend trotzdem motiviert sind arbeiten zu gehen?. Warum sollte meine Friseurin z.B. für 250€ mehr im Monat 8 Stunden am Tag arbeiten gehen… die Rechnung machen jetzt schon viele nur mit dem Harz 4 Geld (was beileibe nicht viel ist).

Allerdings wie oben schon geschrieben, kommen wir natürlich etwas von der Diskussion ab… ich finde es aber schön hier im Forum mal auch über andere (nicht Techy) Themen zu diskutieren.

Gruß
Chaossurfer
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herbivore
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Hallo chaossurfer,

ja, das sind so die typischen Fragen, die man sich stellt, wenn man zum ersten Mal vom bedingungslosen Grundeinkommen hört. Genau deshalb wurden auch schon gute Antworten darauf gefunden und in dem Konzept berücksichtigt (dazu ist auch der Film "Grundeinkommen" sehr interessant). Aber gerade weil das dann doch zu sehr vom Thema abweicht, will ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Wenn dich das Thema interessiert, kannst du aber gerne einen neuen Thread aufmachen.

herbivore
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Sebi
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Zitat von gotocsharp
Ich glaub du weißt noch nicht das man auch mit Opensource Software kommerziell Geld verdienen kann und das auch gemacht wird.
Wie denn, außer durch die von winSharp93 schon genannten Support Verträgen?
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userid12529
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OpenSource bedeutet ja nur, dass der Quelltext offen steht. Das impliziert aber nicht gleich, dass es auch Freeware ist. Das bringen offenbar viele durcheinander.
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winSharp93
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Zitat von Isaac
OpenSource bedeutet ja nur, dass der Quelltext offen steht.
In meinem Beitrag habe ich mit "Opensource" Programme gemeint, die man dann auch tatsächlich unbegrenzt verwenden / verändern / etc. darf (also nichts wie das .NET Framework, das dann ja auch Opensource wäre).
Zitat von gotocsharp
Nun diese Distributoren helfen auch meist aktiv bei der Weiterentwicklung der Produkte mit, denn wenn diese nicht aktuell bleiben will auch keiner mehr Support dafür da es keiner mehr benutzt.
Dem habe ich auch nicht widersprochen - dennoch erscheint mir die Verteilung der Einnahmen einfach etwas einseitig.
Zitat von gotocsharp
Beispiele? Ich weiss jetzt nicht wovon du reden könntest.
Auch wenn es jetzt vielleicht ein schlechtes Beispiel ist: Man nehme Subversion und VisualSVN.
Zitat von gotocsharp
Bei Freeware (meintest du mit Software eigentlich Shareware?) ist normalerweise der Sourcecode überhaupt nicht zugänglich. Für den Fall den du meinst gibt es spezielle Lizenzen die das einsehen in den Code erlauben, aber weder Veränderungen noch das Übernehmen in eigene Produkte. Unter so einer Lizenz steht ja soweit ich weiß auch ein Großteil des .NET Frameworks.
War vielleicht etwas undeutlich von mir formuliert: Ich meinte, dass meine vorherigen Aussagen nicht für derartige Programme gelten, die unter einer Lizenz stehen, welche ausschließlich das Einsehen des Codes erlaubt.
Für ClosedSource (also auch einen Großteil der Freeware) gelten sie natürlich erst recht nicht.
Nein, Shareware meinte ich nicht - das ist ja nochmal etwas anderes.
Zitat von gotocsharp
Außerdem kann man, soweit ich weiß, eine neue Version eines OpenSource Projekts auch unter eine andere Lizenz stellen, natürlich nur solange man selbst der ist der die Rechte an dem Projekt hat. Sonst wären Lizenzen ja Sinnlos.
Aber den bereits veröffentlichten Code kann man dann ja meist nicht "zurückrufen", wenn er unter einer entsprechenden Lizenz steht.
Bei ClosedSource ist es einfach deutlich einfacher, weil kleinere Änderungen (Bugfixes, etc.) nicht ohne Weiteres von Zweit- und Drittpersonen vorgenommen werden können bzw. dürfen. Dadurch ergibt sich andererseits natürlich eine klare Abhängigkeit vom Autor der Software.
Zitat von gotocsharp
Ich glaub du weißt noch nicht das man auch mit Opensource Software kommerziell Geld verdienen kann und das auch gemacht wird.
Aber im Vergleich zu Nicht-OS-Software ist der Umsatz, wie ja weiter oben geschrieben wurde, dann doch nicht so groß.
Zitat von gotocsharp
Was hat das mit OS zu tun? Das kennt man von vielen "Amateure"-Softwaren.
OK - vielleicht habe ich ein wenig übertrieben. Der FF ist z.B. ein sehr gutes Gegenbeispiel.
Aber (auch wieder meinem subjektivem Eindruck nach) ist die Mentalität einiger OS-Projekte: "Du willst es kostenlos - also passe dich gefälligst an die Software an".
Ein weiteres Problem hieran ist, dass sich von einigen Projekten viel zu viele Abspaltungen entwickeln - und dann zum einen der Endbenutzer die Orientierung verliert (so geht es mir zumindest) und zum anderen das eigentliche Projekt zu zerbrechen scheint, weil einfach überall jemand etwas für sich passend ändert (ja ja, ich weiß - auch wieder ein wenig zugespitzt formuliert).
Zitat von gotocsharp
Natürlich hat beim FF jemand Geld zu verlieren, und zwar Mozilla Foundation, die, mehr oder weniger, von Google abhängig ist.
Ich will auch nicht sagen, dass sich niemand für die Produkte interessiert. Aber meinem subjektiven Eindruck nach hat sich am IE in letzter Zeit z.B. deutlich mehr geändert als am FF (was nicht heißen soll, dass der IE deshalb besser ist).
Es geht einfach um "nicht ganz so viel" - und es gibt keinen wirklichen "Eigentümer", der seinen "Besitz" verteidigen möchte (klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll).
Zitat von gotocsharp
Diese Nachricht kam von MSI, andere Hersteller wie Asus konnten das nicht bestätigen.
Dann war ich wohl zu einseitig informiert.
Aber dennoch: Der wirkliche OS-Boom ist (bei Privatanwendern) IMHO noch nicht eingetreten.
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Sebi
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Zitat von Isaac
OpenSource bedeutet ja nur, dass der Quelltext offen steht. Das impliziert aber nicht gleich, dass es auch Freeware ist. Das bringen offenbar viele durcheinander.
Wenn ich http://www.opensource.org/docs/osd richtige verstehe steht gleich im ersten Satz dass Open Source eben nicht nur Zugang zum Quelltext bedeutet.
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userid12529
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Zitat von Sebi
Wenn ich http://www.opensource.org/docs/osd richtige verstehe steht gleich im ersten Satz dass Open Source eben nicht nur Zugang zum Quelltext bedeutet.
Ja, habe kurz darauf auf Wikipedia das gleiche gelesen. Letztlich ist es aber meiner Meinung nach jedem selbst überlassen, wie weit die Definition von Open Source für einen geht. Und für meine Definition muss Open-Source-Software erstmal nur die Grundvoraussetzung mitbringen, nämlich quelloffen sein. Andererseits stimmt's schon, dass OS-Software in der Regel auch kostenlos ist. Wüsste jetzt zumindest kein Gegenbeispiel.
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