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Welche Weiterbildung? Studium (Bachelor), Staatlich geprüfter Techniker, IHK Weiterbildung

Letzter Beitrag vor 8 Jahren 44 Posts 32.999 Views
Welche Weiterbildung? Studium (Bachelor), Staatlich geprüfter Techniker, IHK Weiterbildung

Moin moin,
ich habe mich gerade mal ein wenig über verschieden Weiterbildungsmöglichkeiten in unserer Branche informiert.

Habe eigentlich 3 Möglichkeiten gefunden.

  1. Studium (Bachelor)
  2. Staatlich geprüfter Techniker für Informatik
  3. IHK Weiterbildung zum IT Professional

Zu meiner Person. Ich habe Fachinformatiker Anwendungsentwicklung gelernt und arbeite nun schon 2 1/2 Jahre in diesem Beruf.
Würde mich nur Berufsbegleitend weiterbilden wollen.

Was würdet Ihr mir empfehlen? Wer hat Erfahrungen mit solchen Weiterbildungen? Oder auch andere Weiterbildungen.

Gruß
wettmasta

P.S. Schönen Feierabend

naja da gibt es noch die 123123 millionen zertifikate die man machen kann.

Da wäre noch das Studium "Master of Information Technology and System Management" bzw. "and Software Development".

Ist derzeit aber nur an 2 FHs in Deutschland möglich und beinhaltet bereits den Bachlor.

Inwiefern Dir eine spezifizierte Weiterbildung beruflich hilft musst Du selbst entscheiden - kommt auch immer auf Deine Aufgabengebiete an.
Der eine schreibt Software für Werkzeugmaschinen, der andere schreibt Webanwendungen. Nen pauschalen Allrad-Weg wirste kaum finden.

Ich bin Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und könnte so Standard fortbildungen nebenbei machen. ( Netzwerkbetreuung mit IHK Zertifikat etc. )

Die weitere Variante wäre nach mindestens 2 jähriger Berfufserfahrung die Ebene des IT - Business Manager, also auf Meister Ebene. Dies dauert 3 Jahre nebenbei Samstags, und manchmal auch komplette Wochen.

Da ich aber noch mehr "können / wissen" will, habe ich mich entschieden, das Fachabitur zu machen, und anschließend "Bachelor für Wirtschaftsinformatik" und dann "Master für Wirtschaftsinformatik" zu studieren.

Moin moin,
also diese ganzen zertifikate interessieren mich eigentlich weniger.
Fachabi hab ich, also würde dem studieren nichts im weg stehen, wäre dann natürlich ein Fernstudium was natürlich sehr lange dauern würde.
Das mit dem IT - Business Manager bzw IT Professional finde ich auch sehr interessant, bin mir aber nicht so sicher wie hoch der bekanntheitsgrad ist bzw wie hoch das ganze angesehen wird.
Der Techniker steht ja eigentlich im Handwerk zwischen einem Meister und einem Studium aber wie ist es in der Informatik?

Gruß
wettmasta

Also erstmal setzt das akademische Grad des Masters immer den Bachelor voraus. Außerdem würde ich von Modestudiengängen, deren Bezeichnungen in den letzten Jahren entstanden sind, abraten. Das Studium macht man für ein ganzes Leben, und niemand garantiert, dass es eine "Computer-Administration-Informationstechnologie-Informatik" (überspitzt erfundener Begriff) in 30 Jahren noch gibt, bzw. dass sich der Personalchef darunter etwas vorstellen kann.
Garantiert kennt man aber nach wie vor den klassischen Studiengang der reinen Informatik, der Mathematik oder Elektrotechnik, mit den Abschlussen Bachelor/Master of Science bzw. Bachelor/Master of Engineering. Folglich solltest du einen solchen Studiengang wählen.

Die Weiterbildungen zum staatl. geprüften Informatiker sind meiner Meinung nach nicht mehr Wert, wie deine bereits vorhandene Ausbildung. Wird in einem Bewerbungsvefahren so viel Gewicht haben wie die Angabe, dass du bei der freiwilligen Feuerwehr bist. Von daher würde ich zu einem Studium raten.

@Thema Techniker: Ich habe gelesen, dass die Technikerausbildung in der Informatik nicht mehr Wert ist, als eine Fachinformatikerausbildung. Zumindest, wenn es letztlich um Bezahlung und Tätigkeit geht.

Prinzipiell korrekt. Aber: der Abschluss, den man jetzt macht, muss in 30 Jahren nicht mehr bekannt sein (wäre schlimm, wenn man nach 25 Jahren Berufserfahrung noch nach seinem Abschluss beurteilt wird). Prinzipiell sollte der Abschluss also einer sein, mit dem in 5 Jahren die HR-Fuzzies auch etwas anfangen können.
Zweitens habe ich die Erfahrung gemacht, dass die "reinen" Studiengänge häufig als wenig praxisorientiert (bzw. wenig wirtschaftlich denkend) angesehen werden. Ich gehöre selbst zu denen, die lieber einen Wirtschaftsinformatiker im Interview haben, als einen "reinen" Informatiker. Das ist ein Vorurteil, schon klar. Aber eins, das häufiger vorkommt und mit dem man rechnen sollte.

Fachinformatiker werden zumindest bei uns durch die Bank weg schlechter bezahlt als Uni/FH/BA-Abschlüsse, und haben in der Regel auch weniger "anspruchsvolle" Aufgaben: PM/Analyse&Entwurf liegen nicht in ihrer Verantwortung.

Staatl. geprüfter Informatiker...jo, marco.b hat schon recht, was das angeht. Ich würde den Wert mit dem ECDL vergleichen: null. Jedenfalls, wenn man schon eine Ausbildung in der Richtung hat. (Okay, vielleicht zeigt es noch etwas Eigeninitiative.)

LaTino

"Furlow, is it always about money?"
"Is there anything else? I mean, how much sex can you have?"
"Don't know. I haven't maxed out yet."
(Furlow & Crichton, Farscape)

Gute dann wäre das ja mit dem Staatl. geprüfter Informatiker geklärt. Meine einschätzung war die selbe.

@LaTino Das die Uni/FH/BA-Abschlüsse mehr verdienen als ein Fachinformtiker ist klar, das wird/ist nicht nur bei euch so.

Da wird wohl also nur ein Studium übrig bleiben:)

Gruß
wettmasta

Ohne Wertung nur der kurze Hinweis auf das meiner Meinung nach umfassendeste Forum für berufsbegleitende Fernstudien: http://www.fernstudium-infos.de/

Robert Wachtel

http://blog.robertsoft.de

Ich werd jetzt zum Beispiel im Herbst ein Wirtschaftsirnformatik Studium an der FU Hagen anfangen...Also FernUni. Und zwar auch neben dem Beruf.

Bin FiSi, arbeite aber jetzt auch in einem Softwareunternehmen, wobei Consulting und Betriebswirtschaft auch eine große Rolle spielen. Deswegen Wirtschaftsinformatik.

In wie weit das für die dann auch interesannt wäre, müsste man wissen, welchen Weg du gehen willst. Wenn du bei der reinen "Hardcore" Programmierung bleiben willst (also wirklich nur proggen, wohlmöglich nicht mal mit betriebswirtschaftlichebn Background [z.B. ERP]), dann wäre Wirtschaftsinformatik dann wohl nicht so gut...

Aber ich würde -wenn- fortbilden, auf jeden Fall studieren. Wenn du später beruflich aufsteigen willst, hilft dir (fast) nur das Studium. Weil wer stellt heut zutage in leitenden Positionen noch Mitarbeiter ohen Studium ein? (Ausnahme bestätigt natürlich wie immer die Regel...)

Aber lohnt dann nicht eher (Geld mal ausgeklammert) ein Vollzeitstudium, statt nebenbei oder unterstützen einen da Arbeitgeber eventuell, durch Kostenübernahme und/oder Freistellung?

Juristenantwort:

Das kommt darauf an. In diesem Fall auf den AG. Unterstützung ist immer was Schönes.

LaTino

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Naja die kosten bei einem fernstudium z.b. an der fernuni hagen sind meines wissen nicht so hoch und außerdem verdienst du ja auch geld.
Ich denke mal, das wenn du auch Präsenstage hast, das dich eine Firma dafür auch freistellen würde, denn so ein Studium bringt der Firma ja auch was.
Ich könnte mir ein Vollzeitstudium von min. 3 Jahren auch gar nicht mehr leisten...

Gruß
wettmasta

Die Kosten an der FU Hagen sind zur Zeit genauso günstig, wie bei einem Präsenzstudium an den meisten Unis. Immerhin hast du in Hagen keine Semestergebühren, dafür zahlst du einen gewissen Satz für die Skripte.

@LaTino: Dein Abschluss interessiert auch nach mehreren Jahren. Nichtstudierten bleibt oft auch nach vielen Jahren der Zugang zur Managementebene verschlossen. Hier schätzt man dann wohl Wissen von längerer Dauer, also eine abstrakte, theoretische Ausbildung. Von daher ist ein klassisches, etabliertes Studium meiner Meinung nach die beste Wahl, zumal er ja nicht unbedingt auf der Suche nach einer praktischen Ausbildung ist - ein Fachinformatiker sollte die praktischen Aspekte der Informatik kennen.

Dein Abschluss interessiert auch nach mehreren Jahren. Nichtstudierten bleibt oft auch nach vielen Jahren der Zugang zur Managementebene verschlossen.

Definitiv nicht. Das hängt dann vom Werdegang im Unternehmen ab, nicht mehr vom Abschluss. Keine Frage: ein Studium gewährt gerade am Beginn der Karriere einen Vorsprung, ist also ein Vorteil. Niemand wird aber ernsthaft annehmen, dass ein Diplom nach 25 Jahren Beruf noch irgendeinen verwertbaren Wissensvorsprung bietet. HR-Leute, die nur aufgrund eines fehlenden Diploms einen Bewerber mit 25 Jahren Berufserfahrung links liegen lassen, darf man ruhigen Gewissens als unfähig betrachten.

Und die Praxiserfahrung von Fachinformatikern? Dürftig, nach meiner Erfahrung.

LaTino

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(Furlow & Crichton, Farscape)

Niemand wird aber ernsthaft annehmen, dass ein Diplom nach 25 Jahren Beruf noch irgendeinen verwertbaren Wissensvorsprung bietet

Das sehen Global Player wie die BASF aber scheinbar anders. Auch wenn ich mir x-beliebige Stellenanzeigen durchlese für Jobs im Management, so ist immer die Mindestanforderung ein Hochschulabschluss. Studierte haben zwar nach n Jahren Berufserfahrung nicht unbedingt einen Wissensvorsprung (auch wenn mir vermutlich fast keine Fachkraft etwas über Numerik, (Nichtschul-)Analysis oder allgemein theoretische Informatik erzählen kann),, aber sie haben eine strukturierte Denke erlernt. Dieses Denken bringt dir weder eine Ausbildung noch
Berufserfahrung bei.
Gerade ein Universitätsstudium zwingt dich, sehr selbsständig an die Informationsbeschaffung heranzugehen, und aus einer Vielzahl von Informationen die richtigen herauszufiltern. Auch das lernst du in diesem Maße ohne Studium erstmal eine lange Zeit NICHT.

Im Aktuellen Heise-Gehaltsspiegel lässt sich langfristig auch einen deutlichen Gehaltsunterschied erkennen, zwischen Fachkräft und Akademiker. Wenn die Berufserfahrung nach n Jahren wieder alles wett macht, wie kommt dann der Unterschied?

Und die Praxiserfahrung von Fachinformatikern? Dürftig, nach meiner Erfahrung.

Woran fehlts, deiner Erfahrung nach?

Ich kann nur soviel sagen:

Ich war auf einer angesehen Berfufsfachschule, und alle Jobangebot die wir bekommen haben, war die mindestvoraussetzung ein Hochschulabschluss, und trotzdem sind alle 22 Untergekommen, wie auch in der Klasse der Informatikkaufmänner!

Ich kann nur soviel sagen:

Ich war auf einer angesehen Berfufsfachschule, und alle Jobangebot die wir bekommen haben, war die mindestvoraussetzung ein Hochschulabschluss, und trotzdem sind alle 22 Untergekommen, wie auch in der Klasse der Informatikkaufmänner!

Im Management? Von nichts anderem redet Marco.

Robert Wachtel

http://blog.robertsoft.de

Und die Praxiserfahrung von Fachinformatikern? Dürftig, nach meiner Erfahrung.

Das kannst du aber nicht verallgemeinern....

Ja, im Management.

Seltsam, dass auch "global player" wie BASF oder - mein Lieblingsbeispiel, was bürokratische Strukturen angeht 😁 - Siemens durchaus Unstudierte in Managementpositionen haben. Wenige - das hängt eher mit besagtem Karrierevorsprung zusammen. Als Unstudierter den Fuß in die Tür kriegen ist der Trick.

Woran hängts bei FI?

  • mangelhafte Fähigkeit zur Selbstorganisation
  • mangelhaftes wirtschaftliches Denken
  • mangelhafte Fähigkeit, das Erlernte tatsächlich anzuwenden (Beispiel, kürzlich passiert: in der Lage, Design Patterns von a bis z runterzubeten - aber nicht in der Lage, Situationen zu erkennen, in denen man sie anwenden sollte)
  • mangelhafte Programmierkenntnisse (rudimentär Java/C#, und ganz viel VBA)

Absichtlich hart formuliert:
ich sehe keine Zukunft in der Ausbildung zum Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung). Die Ergebnisse dieser Ausbildung können vorgegebene, ausformulierte Aufgaben ausprogrammieren, aber keine Software entwickeln. Und genau diese reine Tipparbeit lässt sich prima outsourcen - mitteleuropäische Handwerker haben auf einem globalen Markt langfristig nicht den Hauch einer Chance.

(überspitzt, um meinen Punkt rüberzubringen - nicht auf die Goldwaage legen)

LaTino

"Furlow, is it always about money?"
"Is there anything else? I mean, how much sex can you have?"
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(Furlow & Crichton, Farscape)

Ja, im Management. [...]

Du kennst die 22 Absolventen der "angesehen Berfufsfachschule" von manunidi?

Robert Wachtel

http://blog.robertsoft.de

Nein. Ich kenne nichtmal manunindi. Ich kenne die IT-Abteilungen mehrerer Unternehmen, die deutlich achtstellige Jahresumsätze fahren, da sind auch Unstudierte anzutreffen. Ich kenne einige Abteilungen bei Siemens, wo es ähnlich war. Und ich kenne einige norwegische und us-amerikanische Unternehmen, wo der Anteil der Unstudierten noch wesentlich höher liegt. Was wolltest du also sagen?

LaTino

"Furlow, is it always about money?"
"Is there anything else? I mean, how much sex can you have?"
"Don't know. I haven't maxed out yet."
(Furlow & Crichton, Farscape)

Woran hängts bei FI?

  • mangelhafte Fähigkeit zur Selbstorganisation
  • mangelhaftes wirtschaftliches Denken
  • mangelhafte Fähigkeit, das Erlernte tatsächlich anzuwenden (Beispiel, kürzlich passiert: in der Lage, Design Patterns von a bis z runterzubeten - aber nicht in der Lage, Situationen zu erkennen, in denen man sie anwenden sollte)
  • mangelhafte Programmierkenntnisse (rudimentär Java/C#, und ganz viel VBA)

zu Punkt 1: Das liegt an jedem selbst und nicht an der Ausbildung

zu Punkt 2: Das liegt an jedem selbst und nicht an der Ausbildung

zu Punkt 3: Das liegt an jedem selbst und nicht an der Ausbildung

zu Punkt 4: Man lernt nie aus....

Ergebnis: Schwachsinn

*Ist alles nicht böse gemeint*

Gruß
wettmasta

Nein. [...] Was wolltest du also sagen? [...]

Ich bezog mich einzig und allein auf die zitierten Passage von manunidi.

Ich kenne die IT-Abteilungen mehrerer Unternehmen, die deutlich achtstellige Jahresumsätze fahren, da sind auch Unstudierte anzutreffen. Ich kenne einige Abteilungen bei Siemens, wo es ähnlich war. Und ich kenne einige norwegische und us-amerikanische Unternehmen, wo der Anteil der Unstudierten noch wesentlich höher liegt.

Du bist so toll.

Robert Wachtel

http://blog.robertsoft.de

Meine ausbildung ist auf einem level mit FI und ich war auch schon mal ein TPL. alles kein problem, wenn man kann und der zeitpunk günstig ist.

wo man allerdings auf widerstand stößt, sind firmen mit human-ressources oder diese assement center, da diese meist hobbypsychologen (absichtlich überspitzt formuliert) beschäftigen, die keine ahnung von entwickeln haben und nur eine checkliste durchgehen. da hat man mit studium bedeutend größere chancen was zu erreichen.

ps: ein pipi-vergleich ist unnötig.

Sollte auch kein Vergleich werden. Ich weiß nur ehrlich nicht, was robert.wachtel von mir will. Mir ist komplett gleichgültig, wer die 22 Absolventen sind, ob sie einen Job haben oder welche Augenfarben sie haben. Wirklich 😄. Ich hatte nur den Eindruck, dass robert.wachtel durch das unpassende Zitat irgendwie versucht, das ganze ins Lächerliche zu ziehen. Deshalb die Erläuterung, woher ich meine Meinung beziehe, und die Frage, was er sagen wollte, um Missverständnissen vorzubeugen. Offenbar hat er kein Interesse an einer vernünftigen Antwort - so be it.

a) mit Studium hat man schnellere und bessere Aufstiegschancen
b) ohne Studium ist man dieser Chancen nicht völlig beraubt, auch nicht in großen Unternehmen

c) @wettmasta: meine Erfahrungen in den letzten 8 Jahren mit inzwischen dem...öööhm...keine Ahnung, wird so der 12. oder 13. FI sein, der hier aufschlägt. Voreingenommen und überspitzt - habe ich auch so angekündigt 😉. Aber mal ernsthaft, ich frage mich, welchen Bedarf an Arbeitskräften Fachinformatiker eigentlich abdecken sollen?

Gruß,

LaTino

"Furlow, is it always about money?"
"Is there anything else? I mean, how much sex can you have?"
"Don't know. I haven't maxed out yet."
(Furlow & Crichton, Farscape)

Natürlich können auch Unstudierte in die Managementebene kommen. Es gibt sicher auch total ungelernte, die reingekommen sind. Es gibt bestimmt auch jemanden auf der Welt, der schonmal Jahre inhaftiert war, und trotzdem eine Abteilung unter sich hat. Gibt es alles, aber wir sprechen doch im Hinblick auf die Fragestellung des Threaderöffners, vom optimalen Weg.
Und damit halte ich an meiner Aussage fest: Klassisches Studium ist das solide Fundament, für eine berufliche Karriere, wenn auch nicht die einzige Möglichkeit.

@LaTino: aufgefallen ist mir nur, dass du deine Aussage schon teilweise abgeschwächt hast. Vorhin hieß es noch, dass nach n Jahren Berufserfahrung keinerlei Unterschied mehr zwischen Fachkraft und Akademiker zu verzeichnen wäre. Ganz so strikt scheint deine Argumentation mittlerweile nicht mehr?

Ich muss sagen eine 3 jährige, rein Schulische Ausbildung zum Fachinformatiker, da wird einem einiges Beigebracht!

Programmiersprachen:

Cobol, C, C++, C#, Visual Basic, PHP, Java, JSP

Lacht nicht wegen Cobol: Es werden immer noch sehr viele Cobol Programmierer gesucht, da vor Allem alte Programme von Versicherungen und Banken in Cobol geschrieben sind.

Wir hatten auserdem 3 Jahre lang, 4 Stunden in der Woche Methoden der Softwareentwicklung und 4 Stunden in der Woche Datenbanken.
Angefangen von Access, über MYSQL und SQL SERVER bishin zu Oracle.
Hier wurde nicht nur "SQL" gelehrt, sondern auch wie Datenbanken abreiten, und wie man Sie administriert!

Ich bezweifle das man das alles in der "Praxis" im Studium lernt, aber trotzdem:

Wer nicht studiert wird es mit Ausnahmen nie zu einer höheren Position schaffen.
Irgendwo kommt die Grenze, und wenn man dies erst mit 40 sieht, dann ist es meistens schon zu spääät....

@LaTino

Du darfst nicht immer von Großen Unternehmen ausgehen.
Wenn du z.B. ein kleineres Unternehmen mit 10-20 Mitarbeitern nimmst, die können sich nicht unbedingt nur Studierte leisten. Und da übernimmt ein FI auch andere Projektaufgaben als nur Programmieren. Die werden auch mal auf den Kunden losgelassen oder übernehmen auch mal ganze Projekte mit allem drum und dran...

Natürlich hast du recht das man mit Studium schnellere und bessere Aufstiegschancen hat. Als FI muss man sich schon mehr anstrengen um was zu erreichen

Gruß
wettmasta

@marco.b:

Stimmt.

LaTino
PS: Völliger Quatsch, sich darüber zu streiten, ob's wirklich am Abschluss hängt, wenn man ins Management kommt...mein Krümelkackerinstinkt. 🙂

"Furlow, is it always about money?"
"Is there anything else? I mean, how much sex can you have?"
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(Furlow & Crichton, Farscape)

Ich muss sagen eine 3 jährige, rein Schulische Ausbildung zum Fachinformatiker, da wird einem einiges Beigebracht!

Programmiersprachen:

Cobol, C, C++, C#, Visual Basic, PHP, Java, JSP

nichts für ungut aber nach 3 jahren kannst du nach so vielen sprachen nciht eine einzige ausreichend gut.

@JAck30lena: Bitte nicht vergessen: Abgesehen von COBOL und JSP (das letztere ist keine Sprache), ähneln sich die Sprachen höchstens in Plattform und minimalen Syntaxunterschieden. Ein guter Java-Programmierer hat sich binnen weniger Wochen zumindest sprachlich (vom Framework / Bibliotheken abgesehen) auch in PHP oder Visual Basic eingeaarbeitet. Schleifen, Kontrollstrukturen, Variablen,... es ist doch immer das selbe Gedöhns. 😉

Ist mir klar!

Aber sind wir uns mal ehrlich:

Wenn ich die Grundlagen der Programmierung verstanden habe, dann kann ich mich super schnell in eine andere einarbeiten!

Und wie man ja an der .NET Schiene sieht: Es ist egal, ob ich in C# oder VB Programmiere, rauskommen tut das selbe!

@manunidi: sei mir nicht böse, aber die Aufzählung von Java und JSP als Programmiersprachen in einem Satz alleine weckt schon leichte Zweifel.

@LaTino: aufgefallen ist mir nur, dass du deine Aussage schon teilweise abgeschwächt hast. Vorhin hieß es noch, dass nach n Jahren Berufserfahrung keinerlei Unterschied mehr zwischen Fachkraft und Akademiker zu verzeichnen wäre. Ganz so strikt scheint deine Argumentation mittlerweile nicht mehr?

Sorry, hab den Teil jetzt erst gesehn. Meine Aussage ist so präzise wie möglich:

Je mehr (relevante) Berufserfahrung man bei einer Bewerbung um einen Posten hat, desto weniger bedeutend wird, welchen Abschluss man hat. Das bedeutet, dass - meiner Meinung nach - nach 25 Jahren Berufserfahrung der Abschluss keine oder eine sehr geringe Rolle spielt.

LaTino

So kommt's, dass hier im Hause einer unserer besten Projekt-Menschen eigentlich Sprachwissenschaftler ist. (Dipl. phil oder so ähnlich, jedenfalls ähnlich relevant, als wenn er gar kein Studium hätte) Kann sich trotzdem um jeden Job in Softwareentwicklungs-Projekten bewerben, den er gern hätte, und würde ihn vermutlich kriegen.

"Furlow, is it always about money?"
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(Furlow & Crichton, Farscape)

sind dennoch zu viele verschiedene sprachen für 3 jahre. zudem lernt man als FI nicht die ganzen 3 jahre ausschließlich programmieren. programmieren an sich macht da nur ein paar hundert stunden aus und das verteilt auf so viele sprachen....

zusätzlich muss man bedenken, das einige FI vorher noch nie mit programmierung in berührung kamen und daher von grund auf alles lernen müssen. wir hatten in unserer ausbildung effektiv gesehen nur 3 sprachen (assembler, c und c#) und von keiner könnte ich behaupten das der schulstoff ausreichend ist um echte programme zu schreiben. mehr als die absoluten basics waren da nicht drinn und dabei hatten wir mehr schulstunden in programmieren hinteruns als die FI.

zum thema:
wenn du jung bist, dann geh studieren. das ist effektiv gesehen besser. wenn du bereits berufserfahrung hast, dann ist es effektiv gesehen weniger von bedeutung ob du ein studium hast. ob du weiterkommst (management & co) hängt so oder so nur von 2 dingen ab. 1. dir selbst und 2. eine portion glück.

Ich bin Zimmerergeselle (der Typ am Dach mit der Motorsäge und dem grossen Hammer), habe allerdings 7 Jahre Programmiererfahrung und 9 Jahre EDV (2 Jahre PC-Zusammenbauer) und habe bei meinem jetzigen Job so an die 70 Bewerber "ausgeschaltet" und da wahren sicher auch einige dabei die bereits ein fertiges Studium haben. Bin aber "nur" Programmierer, möchte aber auch nichts anderes sein. Die Leute im Management haben mir zuviel Stress.

mbg
Rossegger Robert
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Wie schon gesagt wurde, natürlich kann man auch ohne Studium Topmanager werden, genauso wie es Leute gibt, die in den USA sprichwörtlich vom Tellerwäscher zum Millionär gekommen sind...

Aber darauf kann man sich doch net verlassen!? Es ist nunmal so, dass meistens ein Studium vorausgesetzt wird. Denn selbst bei den Hochschulabgänger, gibt es doch noch riesen Unterschiede in der "Qualität". Da sucht sich der Personalchef dann nen passenden Kanidaten raus. Bewerber ohne Studium werden (meistens) gar nicht eingeladen.

Das ganze gilt bei externen Bewerbungen umso mehr, wie bei internen. Wenn ich schon 10 Jahre als Entwickler und Consulter in einer Abteilung arbeite, ist es schon wahrscheinlicher, dass ich dann vielleicht den Abteilungsleiter spielen darf. Aber man weiß ja nie, wie es läuft...

Also, wer die Möglichkeit hat, sollte es tun...Ich wollte sogar eigentlich auf die Private Fachhoschue FOM gehen, da dort alles ehr praxisorientiert und modern abläuft. Nur gutes gehört. Kostet aber auch seine 360 € im Monat (bei WiInfo). Da ich in meinem neuen Job aber vieles praktisch mache, was ich theoretisch noch lerne (^^), hab ich mich doch fürs FU Hagen Studium entschieden....Und ich mein, dass ich ja wohl ehrlich nicht teuer....

@LaTino:

Ich wollte mit der Aussage die "Aufteilung" der Programmiersprachen sagen.
Das JSP keine eigene Sprache ist, ist mir auch klar, nur wenn ich es noch nie gesehen habe, muss ich mich einarbeiten. Ich habs gesehen, also könnte ich direkt "Losprogrammieren".

Wie man hier deutlich lesen kann, sind die Meinungen verschieden.

Also ich habe in der Ausbildung finde ich schon viel gelernt, und auch anhand praktischer Arbeiten von Anfang an, in allen Fächern, auch die "Praxis" gelehrt bekommen?

Also ich habe in der Ausbildung finde ich schon viel gelernt, und auch anhand praktischer Arbeiten von Anfang an, in allen Fächern, auch die "Praxis" gelehrt bekommen?

Hey manunidi,

es geht bei dem Studium sogar gar nicht so stark darum, was du kannst, sondern eher was du aufm Papier hast...Ist leider in vielen Bereichen so.

Bei der Ausbildungsbewerbung, wo der motivierte Tischler nicht genommen wird, obwohl er schon oft selber damit "herumgespielt" hat, sondern der, der das Abi gemacht hat. Fakt ist einfach, dass ein Personalchef, bei Bewerber mit gleichen Erfahrungen den höher qualifizierten einstellt (auch hier gibts wieder ausnahmen).

Und es gibt Sachen, die lernt man NUR im Studium (stichwort: wissenschaftliches arbeiten).

Ich habe nie was anderes behauptet, also du sagst.

Siehe meine vorherrigen Posts, ich studiere ab nächstem Jahr....!

Ich habe nie was anderes behauptet, also du sagst.

Siehe meine vorherrigen Posts, ich studiere ab nächstem Jahr....!

War auch nicht direkt auf dich bezogen, wollte das eigentlich nur nochmal mit unterstützen 😉. Und da war der Teil deines Post eine gute Grundlage 😉.

Also, war allgemein gemeint 😃

Haltet ihr nichts von verschieden Zertifikaten, wie z.B. von Micorosft ect.?

**"Niemand wird je mehr als 640KB RAM benötigen!" **

Bill Gates, 1981

Doch. Mitnehmen, was geht. Und wenn's ein TOEIC oder weiss der Teufel was ist.

LaTino

"Furlow, is it always about money?"
"Is there anything else? I mean, how much sex can you have?"
"Don't know. I haven't maxed out yet."
(Furlow & Crichton, Farscape)

Studium ist immer das Beste!! Am besten Master oder Diplom! Danach zählt eigentlich immer die Erfahrung. Wie viele Jahre in welcher Position undso. Wenn man Glück hat braucht man die ganzen anderen Zertifikate gar nicht, sondern arbeitet sich einfach in die gewünschte Position ein, also learning bei doing. Aber wenn man sich direkt für ne bestimmte Stelle bewerben möchte, die auch die IHK Zertifikate setzt, kann eine Weiterbildung schon hilfreich sein. Oder eben, wenn man nen Richtungswechsel vornehmen möchte, was bei mir der Fall war. Ich habe ne Ausbildung in der Gastronomie gemacht und danach noch BWL studiert und dann wieder in der Gastronomie gearbeitet:) Wollte dann in die HR Stelle und habe bei einer academy ne Weiterbildung zur hr Fachfrau gemacht und bin so an ein Praktikum gekommen usw. Also pauschal lässt sich das nicht sagen. Beim Informatiker zählt da noch mehr das Gemachte, als irgendein Blatt papier mit Zertifikatsstempel!