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Atomkraft - was haltet ihr davon?

Letzter Beitrag vor 15 Jahren 120 Posts 21.512 Views
Atomkraft - was haltet ihr davon?

ich habe gerade festgestellt, dass es so einen Thread nicht gibt(kaum zu glauben), also ...
Schweden, das ja vor kurzem gegen diese Energiegewinnung war, hat ja vor kurzem beschlossen, alte Atomkraftwerke zu erneuern, statt sie zu schließen. Auch andere europäische Länder setzen weiter auf Kernkraft. Was haltet ihr von der Entscheidung Deutschlands, nach und nach alle Kraftwerke einfach zu schließen? Ich kenne mich nicht so genau mit den Nach - und Vorteilen der Stromgewinnung aus, aber der CO2 Ausstoß ist soweit ich weiß sehr gering. Das Problem "Sicherheit" müsste man eigentlich auch lösen können.
Den Müll hat man bisher eigentlich auch immer entsorgen können, obwohl es damit natürlich Probleme gibt, wie zb. Versenkung im Wasser, was die ehemal. Sovietische Union soweit ich weiß getan hat, führt zu Mutation von Kleinstlebewesen im Wasser. Die Strahlung, und die damit verbundene (soweit ich weiß geringe) krebserregende Wirkung ist soweit ich weiß auch noch ein Problem - gibt es dafür sinnvolle Lösungen?

Ich persönlich bin für Atomkraft, auch in Deutschland. Für den Klimaschutz ist das, finde ich, ein wichtiger Bereich. Es ist nicht so ohne weiteres möglich, alle Energie aus Erneuerbaren Trägern zu gewinnen, und als Umschtiegslösung eignet es sich, finde ich relativ gut.

Auch wenn man findet, die Nachteile überwägen, ist das Vorhaben Deutschlands, aus der Atomkraft auszusteigen, mit Nachteilen verbunden, wie zum Beispiel die Tatsache, dass wenn nicht genügend Strom produziert wird, er eingekauft werden muss, und die Exportierenden Länder werden endsprechend mehr produzieren, mit Atomkraft.
Wie auch immer, ich hoffe, es gibt kvalifiziertere Meinungen, als meine. Wollte nur mal eine Disskussion anregen.

Hallo ANSI_code,

ich bin auch klar für die Atuomkraft.
Denn wenn man bedenkt dass schon vor ein paar Jahrzehnten die Atomkraftwerke betrieben wurden und auch da sehr selten etwas passierte, so müsste es doch mit der heutigen Technik und dem Wissen was wir heute besitzen möglich sein ein Atomkraftwerk zu bauen das wirklich sehr sehr sicher ist.

Also ich bin klar für Atomkraftwerk aber es müssen strenge Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden damit wirklich nur Atomkraftwerke laufen die nicht veraltet sind.

Auch bei uns in Italien gibt es sehr viele Atomkraftwerk-Kritiker. Wir haben ein neu erbautes Atomkraftwerk schon seit ein paar Jahren in der Nähe von Mailand.
Denn sobald es gebaut wurde haben die Bewohner so sehr protestetiert dass es bis heute noch nicht in Betrieb genommen werden konnte.
Die dadurch fehlende Energie muss teuer von Frankreich gekauft werden die diese Energie unter anderem mit Atomkraftwerker gewinnt.

Das ist meine Meinung 😃

Gruss
Michael

Hallo zusammen,

da muss ich mich einmal als klarer Gegner äußern.

Den Müll hat man bisher eigentlich auch immer entsorgen können

Ganz ehrlich: Soll das ein Witz sein?!?
Teilweise steht der einfach in irgendwelchen Lagerhallen herum. Unter anderem auch in einer irgendwo in Deutschland (wo, weiß ich nicht auswendig), die ursprünglich nur wenige Jahre als Zwischenlager dienen sollte. Diese würde anscheinend noch nicht einmal einen Flugzeugabsturz standhalten. Und die Fässer, die niemals so lange halten sollten, beginnen zu rosten und müssen alle neu verpackt werden.

Dann sind ja da noch die "Endlager", deren Bau bzw. deren Erkundung sich ja bekanntlich sehr lange hinzieht.
Ich erinnere mich, erst kürzlich gehört zu haben, dass eines dieser "Endlager" bereits beginnt, einzustürzen bzw. Wasser eindringt. Das hat ja wirklich sehr lange gehalten...

In meinen Augen ist es schlicht lächerlich, etwas bauen zu wollen, das mehrere Millionen Jahre den äußeren Einflüssen standhält.

so müsste es doch mit der heutigen Technik und dem Wissen was wir heute besitzen möglich sein ein Atomkraftwerk zu bauen das wirklich sehr sehr sicher ist.

Das hat man "damals" sicher auch gedacht...
Es gibt immer wieder sehr interessante Dokumentationen, die von bis zu ca. 350 Vorfällen in deutschen Atomkraftwerken pro Jahr reden.
Gefahr für die Bevölkerung besteht natürlich nie...

Es ist nicht so ohne weiteres möglich, alle Energie aus Erneuerbaren Trägern zu gewinnen, und als Umschtiegslösung eignet es sich, finde ich relativ gut.

Ja, das ist mir bewusst. Alle auf einmal abzuschalten wäre auch der völlig falsche Weg.
Aber ganz ehrlich: Wer hat wirklich vor, wenn die Atomkraft nicht zurückgefahren wird, nach auf alternative Energiequellen umzusteigen?

Man sollte auch eins bedenken: Uran ist endlich. Zwar gibt es da sehr viele verschiedene Zahlen; länger als 75 Jahre sollen die Vorräte aber nicht halten. Und dann?

aber der CO2 Ausstoß ist soweit ich weiß sehr gering.

Und das scheint heutzutage auch das Einzige zu sein, was zählt.
Klimaschutz auf Kosten des Umweltschutzes. IMHO äußerst fragwürdig.

Hallo zusammen,

im Grunde bin Ich gegen Atomkraftwerke und Ihre Abfallprodukte die eine sehr lange Zeit strahlen.
Im Zusammenhang mit unserer Abhängigkeit von Russland ( Gas als Energieträger ),
der Opec sowie den restlichen Erdöl exportierender Länder bin Ich absolut für diese Art der Energiegewinnung.
Hat man ja am kürzlichen Streit zwischen Ukraine und Russland gesehen...
Verträge werden missachtet etc. pp .....
Ein Witz im 21ten Jahrhundert 😜

Wir sind quasi abhängig von den Ölbaronen,
die fahren einfach die Fördermenge runter wenn die zuwenig verdienen .....
Liefern nix weil die am längeren Hebel sitzen ....

Wenn es darum ginge welche Technologie der Energiegewinnung:
NEIN zu Atomkraft,
NEIN zu fossilen Brennstoffen,
JA zu erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie, Wasserkraft usw.

Leider ist in unserem geliebten Deutschland eine so starke Lobby am Werk das
sich eine objektive Frage diesbezüglich fast wie eine Farce darstellt.
Füht nur dazu das man sich aufregt und an dem Verstand unserer Politiker zweifelt.

Greetz da kubi.

Wenn man das richtig Sicher hinbekommt ist die Atomkraft imho sehr umweltfreundlich, da so gut wie kein CO2 Ausgestoßen wird.

Außerdem muss man den Radioaktiven Abfall richtig entsorgen bzw. lagern.

Das ist meine Meinung, ich bin auch für Kritiken offen. Es wird bestimmt auch andere Meinungen geben.

PS: Vieleicht wäre hier eine Abstimmung sinnvoll.

Gruß pdelvo

Im Zusammenhang mit unserer Abhängigkeit von Russland ( Gas als Energieträger ), der Opec sowie den restlichen Erdöl exportierender Länder bin Ich absolut für diese Art der Energiegewinnung.

Ach - und woher soll das Uran kommen?
10 Staaten fördern 94 % der weltweiten Urangewinnung

Wenn man das richtig Sicher hinbekommt [...] Außerdem muss man den Radioaktiven Abfall richtig entsorgen bzw. lagern.

Das wird IMHO jedoch nie möglich sein - jedenfalls nicht mit heutiger Technologie.
Ein paar vielversprechende Verfahren sind ja bereits in der Entwicklung. Nur wann und ob diese zur Verfügung stehen werden, halte ich für sehr fraglich.

Hallo pdelvo,

PS: Vieleicht wäre hier eine Abstimmung sinnvoll.

Dabei siehst du leider nur die Ergebnisse 🤔
Ich finds spannender die einzelnen Meinungen zu lesen und mich damit auseinanderzusetzen .... 😉

Ach - und woher soll das Uran kommen?
10 Staaten fördern 94 % der weltweiten Urangewinnung

Klar Ich tausche einen Blödsinn gegen den anderen,
jedoch sehe Ich in USA oder Kanada einen weitaus zuverlässigeren
Partner als in Russland, oder dem mittleren Osten.

Greetz da kubi.

EDIT.
Falschen User zitiert ... Sry pdelvo X(

NEIN zu Atomkraft,
NEIN zu fossilen Brennstoffen,
JA zu erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie, Wasserkraft usw.

Ich wohne ja in der Schweiz. Und vor allem im Kanton Graubünden wird sehr viel Geld in die Wasserkraft investiert und sehr viele Wasserkraftwerke werden/wurden gebaut.
Und was passiert mit dem Strom? Er wird ins Ausland exportiert und zu hohen Preisen verkauft. Und stattdessen wird billiger Atomstrom eingekauft.
Immerhin wird aus Wasserkraft Strom gewonnen.

Ausserdem reichen die erneuerbaren Energien nicht volkommen aus.
Fossile Brennstoffe will ich nicht 😜
Also bleibt nur noch die Atomkraft übrig.

Der einzige Ausweg wird der Kernfusionsreaktor sein.
Viel passiert ist allerdings nicht.

Jetzt mal ganz abwegig: wie wäre es den Atommüll in den Weltraum zu schießen?
Vieleicht ist das in 20-30 Jahren Standard.

Gruß pdelvo

Ausserdem reichen die erneuerbaren Energien nicht volkommen aus.

Da gibt es doch dieses nette Bild, das die Fläche in der Wüste einrahmt, die mit heutigen Solarzellen bestückt werden müsste, um die gesamte Welt mit Energie zu versorgen.
Klar - billig wird das nicht. Aber wenn man nicht anfängt, wird das nie etwas.

Jetzt mal ganz abwegig: wie wäre es den Atommüll in den Weltraum zu schießen?

Ich verweise nur hierauf.

Der einzige Ausweg wird der Kernfusionsreaktor sein.
Viel passiert ist allerdings nicht.

Habs mich nicht getraut zu äußern 😁:::

Frankreich lässt grüßen ....
Stichwort ITER

Greetz da kubi ...

Stichwort ITER

Stichwort 2: EAST

Die sind glaube ich sogar schon weiter

Ich bin klar für Atomkraft in Deutschland. Wenn D die recht modernen AKWs schließt, dann muss möglicherweise es teueren (Atom)strom von anderen Ländern dazukaufen. Und wenn ein AKW in einem Nachbarland "in die Luft fliegt", dann haben wir die gleichen Probleme, als wenn es ein deutsches wäre.

Was sind die Alternativen? Wind oder Solar? Gut, aber nicht ausreichend. Kohle? Viel CO2-Ausstoß. Nebenbei:

Bei vergleichbarer Erzeugung elektrischer Energie geben Steinkohlekraftwerke mehr radioaktive Stoffe an die Umwelt ab, als Kernkraftwerke bei störungsfreiem Betrieb Quelle Gas-Kraftwerke? Politisch zu heikel, da man von Gazprom abhängig wäre.
Was noch mal n Ding werden könnte wäre Kernfusion. Deshalb ist meine Meinung: Strom aus Kernspaltung, bis man regenerative Energien oder Kernfusion wirtschaftlich nutzen kann.

Zum Endladerproblem: Habe neulich gelesen (Stichwort Transmutation), dass es vielleicht bald möglich wäre, die Halbwertszeit deutlich zu verkürzen.

-=MasterMax=-

Hallo zusammen

Zum Thema Wasserkraftwerk:
Diese sind bei uns auch sehr stark verbreitet.
Da wir ja die Berge haben und somit auch ausreichend Wasser haben um diese Kraftwerke zu betreiben. Und der Umwelt schadet man sicherlich auch nicht viel.

Wobei es im Flachland natürlich sehr schwierig ist ein Wasserkraftwerk zu betreiben. Somit wäre die Windenergie eine gute Alternative wobei man da schon sehr viele Windräder braucht um die selbe Energie wie ein atomkraftwerk zu produzieren.

Weiters habe ich jetzt mal eine Doku gesehen in der von Kraftwerkern die Rede die Ebbe und Flut zur Energie-gewinnung nutzen.
Dazu werden einfach Einheiten im Meer versenkt und diese drehen sich dann (ähnliches Prinzip wie beim Windrad) durch das durch Sie fliessende Wasser.

Die nächste Option ist natürlich Sonnenenergie. Wobei die Herstellung von Photovoltaik-Platten sehr teuer und aufwändig ist.
Und wirklich Umweltfreundlich ist das Zeug auch nicht. Wobei auch die Lebensdauer auf ein paar Jahrzehnte begrenzt ist.

Die nächste Option ist natürlich ein Kraftwerk welches mit der Sonnenenergie wasser aufheizt und den dadurch entstehenden Dampf mit Druck durch eine Turbine jagt. So ein Kraftwerk war ursprünglich mal irgendwo im Norden Afrikas geplant um einen Teil Europas mit Strom zu versorgen. Ich glaube aber nicht dass daraus etwas geworden ist.

Jetzt mal ganz abwegig: wie wäre es den Atommüll in den Weltraum zu schießen?
Vieleicht ist das in 20-30 Jahren Standard.

Ja das klingt zwar etwas verrückt, aber in der nahen Zukunft könnte sowas wirklich möglich sein.

Vielleicht werden uns in 50 Jahren ja die Ausserirdischen den Atommüll abkaufen und ihn weiterverwenden 😃
Ok, das ist schon eher unwahrscheinlich aber man weiss ja nie 😃

Ok bei all dem was ich jetzt geschrieben habe, bleibt meine Meinung noch die selbe.
Ich bin für Atomenergie weil es fast keinen CO2 Ausstoß hat und relativ umweltfreundlich ist. Natürlich gibt es noch das Problem dass man den Atommüll noch nicht ordentlich entsorgen kann, aber dafür gibt es sicherlich in naher Zukunft eine Lösung.

Das Beste wäre natürlich wenn die Schweizer einen neue Technik entdecken würden um mit dem Schwarzen Loch Strom zu erzeugen 😃

Gruss
Michael

Stichwort 2: EAST

Die sind glaube ich sogar schon weiter

Leider ist in unserem geliebten Deutschland eine so starke Lobby am Werk das
sich eine objektive Frage diesbezüglich fast wie eine Farce darstellt.
Füht nur dazu das man sich aufregt und an dem Verstand unserer Politiker zweifelt.

Wobei wir wieder bei unserer/em Lobby/Lobbyismus wären.

Danke für den Link, wusste Ich noch gar net 🤔

Greetz da kubi.

EDIT:

Gas-Kraftwerke? Politisch zu heikel, da man von Gazprom abhängig wäre.

y3ah .... Seh Ich genauso .....

... um die gesamte Welt mit Energie zu versorgen. Klar - billig wird das nicht. Aber wenn man nicht anfängt, wird das nie etwas.

Also billig wird das wirklich nicht^^. Aber wer hat schon Interesse an so was?
Der Strom muss ja noch transportiert werden. Und in der Sahara ist ja auch noch Sand 😦. Die Wartungsgebühren werden auch nicht gering sein.

Das Beste wäre natürlich wenn die Schweizer einen neue Technik entdecken würden um mit dem Schwarzen Loch Strom zu erzeugen 🙂

Grrr^^

Mit einem schwarzen Loch Strom zu gewinnen ist nicht besonders schwer. Wenn das Loch überhaupt lange genug bestehen würde, was ja nicht so ist, geht das. Das wurde schon viel theoretisch gezeigt. Wenn man CERN doch nur zum Laufen bringen würde X(

Und in der Sahara ist ja auch noch Sand

Dass diese Solarzellen tatsächlich in irgendeiner Wüste stehen würde, hat ja niemand gesagt.
Das wäre tatsählich nicht sonderlich geschickt.

Wenn sie in der Wüste stehen würden, bräuchte man diese Fläche.

Das Beste wäre natürlich wenn die Schweizer einen neue Technik entdecken würden um mit dem Schwarzen Loch Strom zu erzeugen 🙂

Die schwarzen Löcher und Ihre Gravitiation sind wegen Ihrem Ereignishorizont auf eine Entfernung beschränkt.
Dieser ist nicht wirklich groß ( kosmisch gesehen ) da die Gravitation zwar eine weite Auswirkungen hat,
diese jedoch mit zunehmender Entfernung stark schwindet.
Sie ist da aber durch Ihre schwache Wechselwirkung zu vernachlässigen ist.
Wir würden doch niemals bis zum Zentrum unsere michlG/Milch - strasse vorstoßen können, 😉
jedenfalls nicht mit unseren beschränkten Mitteln um einem schwarzen Loch nahe genug zu kommen.

Lese diesen Abschnitt von dir aber eher als Joke, oder zum schmunzeln.
Deswegen ist es auch keine Kritik sondern eher ein Hinweis 😁

Greetz da kubi.

Die Sahara mit Photovoltaik-Platten auszustatten halte ich für nicht sehr sinnvoll.
Da diese momentan nicht wirklich lange halten und auch sehr teuer sind.
Der Sand wäre für diese Solarzellen sehr schlecht... Da könnten ein paar 100000 Leute angestellt werden die ständig die Solarzellen mit einem Besen vom Staub befreien 😃

Eher würde ich da noch an die Technik glauben wo mittels Spiegel das Sonnenlicht auf einen bestimmten Punkt (oder auf ein Rohr) konzentriert wird. Das dadurch fliessende Wasser wird erhitzt und der dadurch enstehende Druck treibt die Turbine an. Das würde wahrscheinlich preislich nicht viel unterschied machen, aber diese Technik wäre unempfindlicher gegen den Wüstenstaub.

@SeeSharp + Kubi
Ihr habt es ja wenigstens versucht. Und irgendwann werden die Forschungen auch erfolgreicher verlaufen 😃

Gruss
Michael

Wenn sie in der Wüste stehen würden, bräuchte man diese Fläche.

Klar kann man dem Strom nicht irgendwie durch Leitungen in reiner Form auf der ganzen Welt verteilen, wenn, dann müsste man ihn z.B. in Form von Wasserstoff verteilen. Die Idee mit der Gewinnung durch Strom in der Sahara ist sicher ein guter Ansatz, jedoch nur durch Mithilfe aller Länder möglich, nur schon wegen den enormen Kosten.
Das mit dem Sand ist ausserdem auch kein grosses Problem, da man dieses sicherlich umgehen kann...

Gespräch zweier Informatiker:
"Wie ist denn das Wetter bei euch?"
"Caps Lock."
"Hä?"
"Na ja, Shift ohne Ende!"

Also billig wird das wirklich nicht^^. Aber wer hat schon Interesse an so was?
Der Strom muss ja noch transportiert werden. Und in der Sahara ist ja auch noch Sand unglücklich . Die Wartungsgebühren werden auch nicht gering sein.

Schon mal gesehen wieviele Arbeitskräfte sich um die Förderanlagen in
mittleren Osten ( Arabischen Emirate ) kümmern?!
1 Mann läuft ab und an mal zur Förderanlage, kontrolliert und nimmt ein Glas Öl um es im
Labor zu testen .....

Greetz kubi ...

Der Sand wäre für diese Solarzellen sehr schlecht... Da könnten ein paar 100000 Leute angestellt werden die ständig die Solarzellen mit einem Besen vom Staub befreien 😃

Ihr missachtet da ein wichtiges Detail, nicht die ganze Sahara ist voller Sand! Es gibt ja auch noch Fels/Kieswüste!

Gespräch zweier Informatiker:
"Wie ist denn das Wetter bei euch?"
"Caps Lock."
"Hä?"
"Na ja, Shift ohne Ende!"

Klar kann man dem Strom nicht irgendwie durch Leitungen in reiner Form auf der ganzen Welt verteilen, wenn, dann müsste man ihn z.B. in Form von Wasserstoff verteilen.

Stichwort Supraleiter ......
Funktioniert im Moment nur nahe dem Nullpunkt 0 Grad Celsius oder - 273,15 Grad Celsius....
Unsere Wissenschaftler lassen aber nicht locker . 😁

Mit Wasserstoff ist es realisiert worden, was einige Grad überm absoluten Nullpunkt liegt.
Muss Ich dir Recht geben, da gibbet keinen Widerstand mehr.... Also keine Verluste...

Greetz da kubi ....

Hallo,
sorry, aber die Sahara mit Solarzellen zuzupflastern halte ich für einen riesigen Witz. Man würde eine extrem große Fläche benötigen und es ist ja nicht so, als wenn dieser Ort Menschenleer wäre. Und schaut euch doch mal diesen Kontinent an, meint ihr im Ernst, da könnte solch eine Technologie länger als 1 Jahr Störungsfrei laufen? Somalia, Kongo & Co lassen grüßen.
Ich denke nicht, dass eine westliche Regierung dieses immense Risiko aufsich nimmt, Strom in großen Mengen aus der Sahara zu beziehen. Ein andauernder Stromausfall, sei es durch Terroristen, oder was auch immer, hätte katastrophale Folgen für unser gesamtes Leben.

Gruß

Klar ist es nicht einfach, doch durch die Zusammenarbeit aller ist es realisierbar. Nehmen wir jetzt mal an, dass alles störungfrei laufen würde, alle Grossmächte sich an dieser Sache beteiligen würden, dann würde das Ganze trotzdem noch mindestens 20 Jahre dauern.

@kubi

Das mit der Supraleitung stimmt nicht ganz, die Temperatur ist noch um einiges tiefer:

http://www.golem.de/0802/57690.html

Gespräch zweier Informatiker:
"Wie ist denn das Wetter bei euch?"
"Caps Lock."
"Hä?"
"Na ja, Shift ohne Ende!"

Ein andauernder Stromausfall, sei es durch Terroristen, oder was auch immer, hätte katastrophale Folgen für unser gesamtes Leben.

Klar, das muss man bedenken ....
Hattest du aber auch im Golfkrieg, als der Irak gedacht hat er könne sich mal eben
die Resourcen aneignen.
Solange du mächtige Verbündete wie USA oder ähnliches hast sind solche
Störfälle einmalig, es traut sich danach einfach keiner mehr dran ....

@laptor:
Was meinst du genau mit du hast nicht Recht, hab den Artikel a bissi durchgelesen.
Absoluter Nullpunkt = keine Bewegung mehr der Moleküle, diese beinhalten Elektronen die die negative Ladung transportieren. ( + Paar Grad )
Sprich kein Widerstand. Quantenmechanik vernachlässigt.

Greetz da kubi.

EDIT:
Heise sagt 100 darüber ... Komisch .....

Klar ist es nicht einfach, doch durch die Zusammenarbeit aller ist es realisierbar. Nehmen wir jetzt mal an, dass alles störungfrei laufen würde, alle Grossmächte sich an dieser Sache beteiligen würden, dann würde das Ganze trotzdem noch mindestens 20 Jahre dauern.

Da ist schon das Problem. In der Theorie ist das einfach, alle ziehen an einem Strang, aber das ist in der Wirklichkeit leider so gut wie nie der Fall. Was wollen die Großmächte in der Sahara ausrichten? Was für eine Motivation hat ein Saharaland einer Großmacht zu helfen (außer $)? Und selbst wenn, glaubst du, dass die Staatsangehörigkeitslosen Nomadenvölker, die schon seit Urzeiten in diesem Gebiet leben, einfach so ihr Land, auf das sie zum Überleben angewiesen sind, aufgeben, damit wir ein besseres Gewissen wegen dem "sauberen" Strom haben?

Solange du mächtige Verbündete wie USA oder ähnliches hast sind solche
Störfälle einmalig, es traut sich danach einfach keiner mehr dran ....

Warum sterben dann noch Menschen im Irak oder in Afghanistan? Und selbst Schiffe werden im Golf von Aden noch überfallen, obwohl das Risiko von einem Kriegsschiff zerstört zu werden, doch nicht gerade gering ist.

Gruß

@kubi, hab zuerst gedacht, dass du geschrieben hättest die Temperatur für einen Supraleiter sei bei 0 Grad Celsius. Entschuldige, ungenau gelesen. X(

Sicherlich ein Vorteil wäre, wenn alle Länder mitmachen würden, nicht nur, z.B. Amerika und Europa. Denn dann würden sich die Terroristen ins eigene Fleisch schneiden wenn sie dem Projekt schaden würden.

Aber wie gesagt, es ist nicht einfach und ich persönlich glaube, dass es theoretisch möglich, praktisch aber nicht möglich ist.

Gespräch zweier Informatiker:
"Wie ist denn das Wetter bei euch?"
"Caps Lock."
"Hä?"
"Na ja, Shift ohne Ende!"

Und selbst wenn, glaubst du, dass die Staatsangehörigkeitslosen Nomadenvölker, die schon seit Urzeiten in diesem Gebiet leben, einfach so ihr Land, auf das sie zum Überleben angewiesen sind, aufgeben, damit wir ein besseres Gewissen wegen dem "sauberen" Strom haben?

Naja, wenn man ein solch riesiges Projekt startet, wird das das kleinste Problem sein, denn man wird sicher irgendwo genug "unbewohntes" Land finden.

Gespräch zweier Informatiker:
"Wie ist denn das Wetter bei euch?"
"Caps Lock."
"Hä?"
"Na ja, Shift ohne Ende!"

Bitte achtet darauf, dass ihr nicht zusehr vom Thema abkommt.

Hallo herbivore,

Bitte achtet darauf, dass ihr nicht zusehr vom Thema abkommt.

Du hast natürlich Recht, man schweift schnell ab ....
Meiner Meinung nach kann man ein solches Thema nicht isoliert diskutieren,
ohne weitere Argumente zu bringen ....
Dafür sind die Auswirkungen zu weitreichend ....

Wenn doch, dann sollte man vielleicht pdelvo's Vorschlag ernster nehmen:

PS: Vieleicht wäre hier eine Abstimmung sinnvoll.

Greetz da kubi.

EDIT:
Wo ist eigentlich der Thread - Ersteller 'ANSI_code' abgeblieben 👅

hier bin ich, und habe diese Diskussion immer mit Spannung verfolgt. Dass ich nichts mehr geschrieben habe, lag daran, dass ich zu dem nicht mehr viel hinzuzufügen hatte.
Solarzellen in der Wüste halte ich ebenfalls für unmachbar. Würde sich auch, wenn man keine anderen Herstellungsmethoden entwickelt, wahrscheinlich niemals lohnen.
Strom aus schwarzen löchern ist für mich in deiser Zeit auch das Abwegigste was mir einfällt. Science Fiction-Visionen.
Die Supraleitung dürfte aber interessant sein.
Übrigens: den Normadenvölkern wird ihr Land jetzt schon weggenommen, und sie werden gezwungen sesshaft zu werden, weil das "modern" ist.

Ich für meinen Teil halte Atomkraft für einen riesen Witz. Abgesehen davon, dass der Betrieb, die Beschaffung der Brennstäbe und die "Endlagerung" ohne Subventionen nie wirtschaftlich wären, sollte man sich überlegen ob diese kurzfristige bis mittelfristige Investition tatsächlich der Bevölkerung hilft.

Wie löst z.B. Deutschland zur Zeit das Problem der Lagerung? Der Müll wird durch das ganze Land zu anderen Endlangern wie dem in Frankreich transportiert. Das ganz bewusst auf ein Endlager im eigenen Land verzichtet wurde, wird ungern erwähnt.

Die Lagerung ist teuer und auch wenn viele Leute davon sprechen, das der CO2-Ausstoß dafür nicht zu hoch ist, relativiert sich das wieder mit der Idee den ganzen Müll per Raketen ins All zu schießen.

Ich frage mich, warum die EU, die im Endeffekt den ganzen Betrieb per Subventionen wirtschaftlich erhält, ihre Gelder nicht in Gezeitenkraftwerke in allen EU-Ländern mit Meerzugang und Sonnenkraftwerke in den südlichen Ländern (z.B. Spaninen) steckt.

Auch frage ich mich warum so viele Menschen meinen, den ganzen strahlenden Müll für die nächsten 10.000 Jahre in einem Berg abzustellen, könnte eine befriedigende Lösung sein. Ist ja nicht so als würde der weniger werden.

Atomkraft, soweit ich das ganze verfolgt habe, ist eine künstlich am Leben erhaltene Technologie die nur durch Lobbyarbeit nocht exisitiert und schlimmer, sich sogar weiter verbreitet.

Doch neben wirtschaftlichen Bedenken sollte auch immer der technische Verstand eingesetzt werden wenn es um solche risikobehafteten Technologien geht. Meiner Meinung nach, darf bei Technologien die ein kollektives Risiko für ganze Landstriche bedeuten, kein wirtschaftliches Interesse vorgeschoben werden um es durchzusetzen.

Übrigens haben Wasserkraftwerke sehr wohl große Auswirkungen auf die angrenzende Natur.

As a man thinketh in his heart, so he is.

  • Jun Fan
    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
  • Erich Kästner
    Krawutzi-Kaputzi
  • Kasperl

Supraleitung ist denke ich Energieverschwendung, weil man selbst die besten Materialien noch um ca. 200° abkühlen muss. Außerdem brennt, sobald mal die Suprakeitung aussetzt sofort die Leitung durch und es dauert eweg, bis man die Leitung aufgetaut und wieder abgetaut hat, um sie zu reparieren.
Im Moment denken die Planer für den Stromtransport an Gleichstrom mit extrem hohen spannungen. Der hat dien Vorteil, dass ein Kondensator für ihn wie ein Isolator und nicht wie ein geringer Wiederstand wirkt, denn 2 lange Leitungen nebeieinander ergeben einen großen Kondensator.
Die Idee mit dem Schwarzen Loch halte ich ebenfalls für den Schwachsinnigsten Ansatz,den man sich vorstellen kann, denn man kann nichts mit überlichtgeschwindigkeit bewegen, kann Gravitation nicht begrenzen oder verstärken und wird es wohl auch nie können.
Die heutigen Fusionsreaktoren sind entweder Bomben oder riesige Energieverschwender. Die Wissenschaftler sagen, dass sie noch mindestens 50 Jahre brauchen und das haben sie vor 50 Jahren auch schon gesagt...
Die meisten erneuerbaren Energien (bis auf Wasserkraft und Bio-gas/-masse) sind außerdem unzuverlässig oder können zumindest nicht konstant oder auf abruf Energie liefern.
Fossile Energien sind schlecht fürs Klima.

Deshalb bin ich im Moment für Atomenergie+erneuerbare Energieen.
Allerdings solleten die Subventionen für Atomenergie abgeschafft werden und strengere Kontrollen eingeführt werden.

Projekte:Jade, HttpSaver
Zum Rechtschreiben gibts doch schon die Politiker. Aber die bauen auch nur mist!

Auch frage ich mich warum so viele Menschen meinen, den ganzen strahlenden Müll für die nächsten 10.000 Jahre in einem Berg abzustellen, könnte eine befriedigende Lösung sein. Ist ja nicht so als würde der weniger werden.

Doch, genau das ist der Fall =)

Doch, genau das ist der Fall fröhlich

Nein, das stimmt nicht. Der Müll wird international gesehen mehr. Die Lagerung ist gefährlich und die Anlagen können die Zeit, die die Lagerung dauern sollte, kaum überstehen. (Stichwort: Korrosion)

As a man thinketh in his heart, so he is.

  • Jun Fan
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  • Erich Kästner
    Krawutzi-Kaputzi
  • Kasperl

Klar stimmt das. Du kannst ja mal Die Uran oder Plutonium Reihen in der Nuklidkarte durchgehen. Es dauert zwar ein "paar" Jahre, aber irgendwann ist der strahlende Müll weg 😁
Ob das eine erwägbare Lösung ist, ist eine andere Frage.

Also ich bin absoluter Atomkraftgegner.

Atomkraft ist in keinster Weise umweltfreundlich.

Erstens stellen Atomkraftwerke an sich ein Risiko da (siehe Tschernobyl). Auch wenn die Sicherheitsstandards hoch sind, ist ein erneuter Unglücksfall nicht ausgeschlossen. Zum Beispiel durch einen Terroranschlag.

Zweitens, und das ist imho das größere Problem. Atommüll kann nicht beseitigt werden. Wir reden von Halbwertszeiten von zigtausenden von Jahren. Das kann man nicht einfach in nem Berg vergraben. Man denke da mal an die Probleme mit Asse II. Es ist absolut Unfair diese Probleme an unsere nachfolgenden Generationen zu übergeben.

  1. Punkt: Wer billige Kernkraft verwendet ist nicht gezwungen in den Fortschritt von erneuerbaren Energiequellen zu investieren. Deutschland hat hier die große Chance Vorreiter zu werden. (Die Chance wurde ja bei energiearmen Fahrzeugen verpasst). Auf lange Sicht würde Deutschland damit eher profitieren, als von Atomkraft.

Gruß

Ich bin auch ein Antiatomkraftler!

Es gibt bereits so viele andere Sachen... Windräder, etc

[Follow me on Twitter](http://twitter.com/blendingsky)

Also wegen der ganzen Diskussion wegen der Sicherheit von Atomkraftwerken Das ist kompletter Blödsinn, moderne Atomkraftwerke überlasten sich nicht. Die Sache mit den Terroranschlägen klappt da auch nicht, alles was man machen kann ist die Reaktorhülle wegsprengen, na dann mal viel Spaß dabei. Aber die Sache mit der Überlastung kann gar nicht gehen, weil moderne AKWs mit Wasser moduliert (=geregelt) werden und wenn das verdampft, dann gibts kein Modulator mehr und das AKW fährt ganz automatisch runter, muss man gar nichts für tun. Tschernobyl wäre mit modernen AKWs nicht möglich.

Viel größer ist da in der Tat das Endlagerproblem.

Die Sache ist halt nur, irgendeinen Tod muss man sterben, fossile Energie schadet der Umwelt/dem Klima, eneuerbare Energien sind teuer und mengenmäßig denk' ich nicht ausreichend vorhanden um damit die Energieversorgung sicher zu stellen, bzw. was zB Windkrafträder angeht auch einfach nicht konstant genug.

Ohne das Endlagerproblem wäre ich sehr klar für Atomkraft, so bin ich da so ein bisschen geteilter Meinung. Aber die AKWs abzuschalten um dann Atomstrom aus anderen Ländern zu importieren ist imho komplett blödsinnig. Am besten wäre für den Moment, wenn sich Kohlebrennstoffzellen durchsetzen würden, die haben schon mal einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als wenn man Kohle direkt verbrennt. Nur sind die Teile halt teuer und die Wissenschaft will den Wirkungsgrad erst noch ein bisschen hochschrauben (derzeit technisch 42% bei theoretischem Maximum von 62,5%, wollen wohl noch über 50% schaffen, aber derzeitige klassische Kraftwerke haben vllt max. 15%?).

Es geht ja auch nicht darum, alle Atomkraftwerke von heute auf morgen abzuschalten, sondern den Atomausstieg durchzuziehen. Da geht ja über 30 Jahre oder so. Bis dahin sollte es doch möglich sein, alternative Energiequellen bereitzustellen.

Das ist kompletter Blödsinn, moderne Atomkraftwerke überlasten sich nicht.

Es gibt ja auch noch andere "Störfälle".
Mich persönlich stört es zum Beispiel, wenn durch "Pannen" radioaktive Stoffe austreten und in umliegende Gewässer gelangen.

Oder auch andere Gefahren. Ich zitiere hier einfach mal aus dem Wikipediaartikel zum Kernkraftwerk Fessenheim:

Nach einem Bericht der französischen Atom-Aufsichtsbehörde (Autorité de sûreté nucléaire) (ASN) aus dem Jahr 2000 sind im Falle eines schweren Erdbebens einige Schutzfunktionen zur Sicherstellung der Reaktorkühlung nicht sicher gewährleistet

Und Erdbeben sind im Rheingraben bekannterweise nicht unwahrscheinlich.

Hallo onlinegurke,

Tschernobyl wäre mit modernen AKWs nicht möglich.

nur wurde vor dem Tschernobyl-Umfall auch behauptet, dass so ein Umfall nicht möglich sei. Insofern ist die aktuelle Behauptung der Sicherheit erstmal nicht mehr wert als die damals.

weil moderne AKWs mit Wasser moduliert (=geregelt) werden und wenn das verdampft, dann gibts kein Modulator mehr und das AKW fährt ganz automatisch runter

Ich habe mich länger nicht mit Kerntechnik beschäftigt, aber zum einen heißt das die Neutronen bremsende Medium wohl Moderator und nicht Modulator und zum anderen ist es so, dass wenn der Moderator verschwindet, er nichts mehr bremsen kann. Eine sich verstärkende Kettenreaktion wäre die Folge. Daher halte ich deine Aussage für in sich widersprüchlich.

Über die tatsächliche technische Sicherheit oder Unsicherheit von Kernkraftwerken kann ich keine Aussage machen. Ich wollte nur sagen, dass mich deine Argumente aus den genannten Gründen nicht überzeugen. Außerdem gibt es ja noch nicht technische Risiken (Naturkatastrophen, Flugzeugabstürze, (Terror-)Anschläge und Kriege).

Hallo zusammen,

ich bin seit Ende der 70er gegen die Nutzung von Kernkraft. Ich hatte nie Grund, diese Meinung zu revidieren. Die Gefahren der Nutzung sind zu groß und die Abfallproblematik immer noch ungelöst, wenn nicht gar unlösbar.

Wenn ihr mal überlegt, wie schwierig es alleine ist, über Vorgänge von vor 2000 Jahren verlässliche Informationen zu erhalten und wie sehr die Änderung in der Sprache und wie unbekannte Symbolbedeutungen (Stichwort: Hieroglyphen) das erschweren, kann man sich vorstellen, wie schwer es alleine ist, die Botschaft, wo sich Endlager befinden verlässlich 10.000 Jahre in die Zukunft zu übermitteln.

Aber zurück zu meinem seit den 70er Jahren gehegten Wunsch nach einem Atomausstieg. Als der Strommarkt vor einigen Jahren liberalisiert wurde, war für mich klar, dass ich nicht nur meinen persönlichen Atomausstieg vollziehen würde, sondern auch einen Stromanbieter wählen würde, der mir nicht Strom aus vorhandenen Anlagen der erneuerbarer Energie verkaufen würde, sondern der eigene Anlagen zu diesem Zweck bauen würde, denn nur so ändert sich auch der Strommix. Nur so werden im Laufe der Zeit Kernkraftwerke wirklich überflüssig.

Für mich war klar, dass viele Leute, die mit mir in den 70ern und 80ern auf der Straße waren, das gleiche tun würden. Endlich musste man die Forderung nicht mehr politisch durchsetzen, sondern konnte durch die eigene Kaufentscheidung den Kernkraftwerken den wirtschaftlichen Boden entziehen.

Aber in was für einer Welt leben wir? Der Stromanbieter, zu dem ich gewechselt bin - und das war eine der großen, bekannten Alternativen zu den konventionellen Stromanbietern - verzeichnetet nach ca. 1 Jahr nur ungefähr 60.000 Kunden. Erschreckend! Nur ca. 1 Promille der Bevölkerung hatte die Chance genutzt, ihnen persönlichen Atomausstieg zu vollziehen, obwohl meines Wissens weit über 50% gegen Atomstrom sind.

Das Argument ist wie so oft der Preis. Ok, auf Grund der Tatsache, dass mein Stromanbieter ein beachtlichen Teil der Einnahmen verwendet, um in eigene Anlagen der erneuerbaren Energie zu investieren, ist der Strom tatsächlich teuer als anderswo. Ich zahle ca. 30 Euro im Monat und damit vielleicht 10 Euro im Monat mehr als anderswo. Aber was sind 10 Euro? Diese 10 Euro hätte ich zu jeder Zeit - also auch und gerade als armer Student liebend gerne aufgebracht -, um meinen Beitrag zum Atomausstieg zu leisten.

Ich verstehe diejenigen nicht, die gegen Kernkraft sind, aber nicht bereit sind, diesen geringen Preis dafür zu zahlen.

herbivore

Ich habe mich länger nicht mit Kerntechnik beschäftigt, aber zum einen heißt das die Neutronen bremsende Medium wohl Moderator und nicht Modulator und zum anderen ist es so, dass wenn der Moderator verschwindet, er nichts mehr bremsen kann. Eine sich verstärkende Kettenreaktion wäre die Folge. Daher halte ich deine Aussage für in sich widersprüchlich.

Nur langsame Neutronen können eine Kernspaltung hervorrufen. Bei der Kernspaltung an sich werden dann schnelle Neutronen freigesetzt. Damit die Kettenreaktion aufrecht erhalten wird, müssen die schnellen Neutronen vom Moderator abgebremst werden. Wenn es im Reaktor zu heiß wird, dann verdampft der Moderator, die Neutronen sind zu schnell und die Kettenreaktion hört von selbst auf.

-=MasterMax=-

Ich zahle ca. 30 Euro im Monat und damit vielleicht 10 Euro im Monat mehr als anderswo. Aber was sind 10 Euro? Diese 10 Euro hätte ich zu jeder Zeit - also auch und gerade als armer Student liebend gerne aufgebracht -, um meinen Beitrag zum Atomausstieg zu leisten.

Das ist ja sehr lobenswert, aber imho etwas naiv.

Fakt ist, dass erneuerbar Energien bei weitem niemals den kompletten Energiebedarf von Deutschland decken kann und wird, es sei es wird alles voll gepflastert mit Windrädern (sind ja eh schon genug solcher hässlichen Bauwerke in der Landschaft) oder Solarzellen oder sonstwas.

Thema Solarzellen und die angesprochene Saharaabdeckung... Wer denkt Solarzellen wären schön ökölogisch, der irrt gewaltig. Die Herstellung von Solarzellen und deren Entsorgung pusten ebenfalls CO2 in die Luft. Und die Chemikalien in den Solarzellen selbst sind hochgradig giftig. Was denn tun damit.

Man kann das ganze drehen und kehren, wie man will... Der Arsch bleibt immer hinten.

Fakt ist, wir haben einen immensen Energiebedarf in der heutigen Zeit, und solange wir es nicht fertig bringen, diesen Bedarf zu senken, werden wir unabhängig von der gewählten Energietechnik gewaltige Nebenwirkungen haben.

Für mich persönlich die die Kernfusion die einzig wahre Alternative zur Energiegewinnung. Aber leider wurde da viel zu wenig investiert (weil eben keine kurzfristigen Ergebniss möglich sind), dass sich das wohl noch Jaaaaahre hinziehen wird, bevor die technischen Probleme, die alle bei der Gewinnung vorhanden sind, beseitigt sind. Einfach zu sagen, lasst uns doch ein paar Windräder, Solarzellen, Wasserwerke und was auch immer aufbaue, und damit ist unser Problem gelöst, ist für mich einfach nur absoluter Quatsch.

Hallo Jelly,

Fakt ist, dass erneuerbar Energien bei weitem niemals den kompletten Energiebedarf von Deutschland decken kann

Fakt ist, dass die Menschheit in absehbarer Zeit ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken muss, zumindest solange nicht unerschöpfliche Energiequellen wie Kernfusion praktikabel werden. Alles andere ist naiv und Wunschdenken.

herbivore

Fakt ist, dass die Menschheit in absehbarer Zeit ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken muss, zumindest solange nicht unerschöpfliche Energiequellen wie Kernfusion praktikabel werden. Alles andere ist naiv und Wunschdenken.

Eben... Aber nicht beim momentanen Energiebedarf. Und Anzeichen dafür, dass der Bedarf zurück ginge, gibt es auch keine. Im Gegenteil... Er wächst stetig.

Das Ganze ist eine ziemlich verfahrene Situation, und in diesem Thread ist natürlich auch klar, dass wir keine Lösung hervorbringen können. Dafür greift einfach zu viel ineinander, und es gibt einfach zu starke Lobbies, die eine gewisse Technologie bis zum Absurdum pushen, um sich ihren Status zu wahren und massiv Geld in eigene Taschen zu stecken. Aber nichts von dem ist wirklich bis jetzt ein vielversprechende Lösung (ausser vielleicht Kernfusion, wenns denn mal funktionieren sollte... Aber vielleicht eröffnen wir dann in 15 Jahren wieder ein Thread hier im Forum, und entfachten die Diskussion von Neuem, denn auch bei der Kernfusion wird es zu Diskussionen kommen).

Es hilft also weiter nur, den absoluten Energiebedarf drastig zu senken

Hallo Jelly,

Es hilft also weiter nur, den absoluten Energiebedarf drastig zu senken

da sind wir uns einig. Das stellt aber das von mir Gesagte keineswegs in Frage. Und es gibt keinen Grund, warum du das abtust. Denn selbst der verminderte Energiebedarf muss ja noch gedeckt werden. Und das eben am besten aus erneuerbaren Energien. Deshalb ist mein Handeln ein Schritt in die richtige Richtung. Zumindest solange vollkommen in den Sternen steht, ob und wann Kernfusion praktisch einsetzbar ist

herbivore

Ich bin auch nicht gegen erneuerbare Energien. Erste Aussage von mir war vielmehr, dass auch bei erneuerbaren Erngiequellen Unmengen an Nebenprodukten anfallen, die keineswegs sauberer und unkritischer sind als z.B. Atomenergie. Und meine zweite Aussage bezog sich darauf, dass erneuerbare Energien nie und nimmer den Energiebedarf decken können, ohne die Landschaft dermassen zu verunstalten und immense Kosten aufzubringen. Momentaner Stand ist halt leider der, dass Atomenergie die einzige Energiequelle ist mit einem ordentlichen Wirkungsgrad nu=34% (abgesehen von Erdgas, aber diese Reserven sind nunmal irgendwann erschöpft). Das heisst aber keineswegs, dass ich Pro Atomenergie bin. Aber wirkliche Alternativen gibt es leider (noch) keine.

Ich für meinen Teil bin eher für Atomkraftwerke! Es gibt momentan einfach keine Alternative, auch wenn die 10'000 Jahre strahlenden Abfälle ein grosses Problem darstellen.

Wasserkraft: Macht bei Flusskraftwerken sicherlich Sinn, "verschandet" aber auch das aussehen der Gegend.

Pumpspeicherkraftwerke: Mögen für die Stromkonzerne ein gutes Geschäft sein, aber was macht es für einen Sinn während des Tages teueren Strom zu produzieren um dann in der Nacht mit billigem importierem Strom das Wasser wieder in den See zu pumpen?

Solarzellen: Sind meiner Meinung nach nicht brauchbar: Ihr scheint alle zu vergessen, dass diese Zellen einen sehr schlechten Wirkungsgrad haben (10-15%), eine Lebenszeit von nur etwa 10 Jahren haben, Die Produktion dieser Zellen sehr viel Energie benötigt (soweit ich weiss sogar eine Menge CO2 produziert) und mit extrem giftigen Stoffen gearbeitet werden muss. Zudem holen die Solarzellen in ihrer Lebenszeit gerade so, eher ein bisschen mehr noch, die Energie raus, mit der sie produziert worden sind.

was ich noch interessant finde:

Sonnenwärmekraftwerk

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