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Was haltet ihr vom Informatik-Studium?

Erstellt von ed-wards vor 17 Jahren Letzter Beitrag vor 17 Jahren 13.010 Views
E
ed-wards Themenstarter:in
43 Beiträge seit 2007
vor 17 Jahren
Was haltet ihr vom Informatik-Studium?

Hoi Leute,
Die Frage richtet sich jetzt mal besonders an die Entwickler, und Software Ingeniuere:
Habt ihr Informatik studiert?
Und was haltet ihr vom Informatik Studium?

Mich beschäftigt das Thema momentan, da ich auf die 12. Klasse zusteuere und es langsam immer näher ans Abi kommt. Da ich Berufspraktikum (von der Schule aus - BOGY) in einer EDV-Abteilung gemacht hab ,mir die Arbeit dort sehr gefallen hat und ich einige verschiedene Meinungen gehört hatte was Studium betrifft wollte ich mal nachfragen.
Bsp: Ausbildung nach Abi und dann mit Zertifikaten(Microsoft Zertifikate) "hocharbeiten"
Aber auch: Keine leitenden Stellen ohne Studium.

Würd mich mal interessieren was ihr so dazu meint.

Danke schon mal im Vorraus,
Daniel

Ein wenig OT: Ihr seid echt ne tolle Community! 👍

"A train station is where a train stops. A bus station is where a bus stops. On my desk I have a workstation..."

JAck30lena:
"je nach format schwankt die komplexität zwischen 'kapier ich irgendwie nicht' und 'what the fuck...'"

I
401 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Sorry, wenn ich mich kurz halte aber es ist schon spät 🙂

So eine Ausbildung kannst du im Grunde nicht mit einem Studium vergleichen.
Du hast so viele Themengebiete und Lehrstoffe die wirst du in so einer Ausbildung nie haben und auch niemals davon was hören. Bei so einem Informatikstudium, hast du dann Fächer, da hättest du dir vorher nie träumen lassen das es sowas gibt (im positiven wie auch negativen Sinne)

Wenn du so eine Ausbildung machst wirst du immer nur der "dumme" User sein der weiss wo er hinklickt und hier und da seine MS Produkte (als certifizierter MS-ler) ganz toll einstellen kann, aber du wirst wohl nie so das technische Verständniss haben und einen Gesamtüberblick erhalten wie beim Studium.
Ich will damit jetzt keinenm zunahe treten der eine Ausbildung gemacht hat und sagen Studium ist das einzigst wahre aber die wird bei so einer Ausbildung eine menge fehlen. Ob du nun alles vom einem Studium später wieder brauchst sei dahingestellt, aber ich denke das ist überall so. Wenigstens hast du dann aber schonmal von vielem gehört und kannst das einordnen, wenn du in deinem Arbeitsumfeld auf diese Themen stösst.
An der Uni fehlt trotz vielen Praktikas oft der Bezug zur Praxis und damit meine ich nicht das man stundenlang schuften muss sondern einfach die Umsetzung der Theorie an "real existierender" Software oder anderen Sachen.
Der Groschen fällt dann meist wenn du im Praktikumssemster bist oder nebenbei bei einer Firma jobbst.

Wenn du ein super-toller programmierer werden willst nützt dir aber so ein reines Ifnromatiker Stuidum nix. Dort bekommst du es auch nicht vermmittelt. Man erklärt nur Konzepte und Methoeden sowie Theorien. Für Hardcore-Programmierer gibt es Ausbildungen bzw wird einem gesagt "Schnapp dir nen Buch und mach selber. Und Üben Üben und nochmals Üben".
Aber nach einer Programmierausbildung kannst du eben "nur" programmieren. Das wohl besser als jeder Student (ausser er macht in der freizeit selber was programmiertechinsches, aber vom uni-stoff her reichts da nicht).
Dir fehlt dann aber wissen zu Komplexitätstheorie, Algorithmentheorie, zu Rechnerarchitekturen, das viele Mathe und wenig Elektrotechnik und Hardware sowie Telematik zeug wird dir wohl auch fehlen. Da gibt es echt einiges.

Ist natürlich auch abhängig davon was du für eine Ausbildung machst. Bei einer ausbildung als Systemadmin wirst du natürlich viel über Netzwerke lernen aber dafür wahrscheinlich nicht so viel Mathe und ALgorithmenZeug haben sowie Rechnerarchitektursachen. Oder auch so wunderbare Sachen wie Suchalgorithmen von Suchmaschinen oder Künstliche Neuronale Netze für interaktives Verhalten von Robotern (Gesichts und Spracherkennung und Bewegungserkennun usw.)

Wobei es auch schon Unterschiede im Studium gibt von FH zur Uni. An der FH wird meines Wissens nach auch nciht so viel TheoInf gelehrt und manche Themengebiete nich so sehr vertieft.

Falls sich jemand durch die Meinung gestört fühl kann er gerne gegen argumentieren. Ist nur meine Meinung 😉

Jetzt wurde es doch etwas mehr g

Gruß und Nacht

Mfg

IamTheBug

2.891 Beiträge seit 2004
vor 17 Jahren
68 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Ich bin eigentlich ein Noob aber ich halte viel von dem Studium diese dinge über die Bug spricht sind genau die Dinge die mich Interresieren und die ich bevorzugt lerne.

FHs sollen ganz gut sein (hab ich so gehört)^^.

MFG

5.942 Beiträge seit 2005
vor 17 Jahren

Hallo zusammen

Gruss Peter

--
Microsoft MVP - Visual Developer ASP / ASP.NET, Switzerland 2007 - 2011

925 Beiträge seit 2004
vor 17 Jahren

Ich habe einen normalen Realschulabschluss (nichtmal erweitert), habe eine abgeschlossene Ausbildung zum IT-Systemelektroniker und arbeite nunmehr seit ca. 7 Jahren erfolgreich in einem Team von Softwareentwicklern bei der Firma Siemens.

Man braucht also auch nicht immer ein Studium, um Anwendungsentwickler zu werden. Es hilft ungemein, aber notwendig ist es nicht, wenn das Interesse so groß ist, daß man sich auch privat mit fast nichts anderem beschäftigt, als mit programmieren.

@IamTheBug: Dire Straits Fan?

4.221 Beiträge seit 2005
vor 17 Jahren

Original von 7.e.Q
Softwareentwicklern bei der Firma Siemens.

Offtopic:

Könnt Ihr Siemens-Jungs nicht mal das RFC 1006 / 2126 beerdigen

Früher war ich unentschlossen, heute bin ich mir da nicht mehr so sicher...

925 Beiträge seit 2004
vor 17 Jahren

Das kenne ich überhaupt nicht. Bin auch nicht mehr bei Siemens, sondern ab 1. April bei Nokia Siemens Networks... einer der "Glücklichen", die (verr... und) verkauft wurden.

C
8 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Gymnasium abgebrochen, 1 Jahr Abendschule in VB.NET mit Diplomabschluss.
Jetzt bin ich Software Entwickler in C#.

Also es geht auch ohne Studium. 😉

175 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Original von cytrol
Gymnasium abgebrochen, 1 Jahr Abendschule in VB.NET mit Diplomabschluss.
Jetzt bin ich Software Entwickler in C#.

Also es geht auch ohne Studium. 😉

Natürlich - nur wirst du nie ein derart tiefes Verständnis wie ein "Studierter" aufbauen können (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Es hat schon seinen Grund, dass die Studis Mathe pauken bis die Ohren wackeln (als Beispiel).

57 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Na ja - bin auch ein Studierter, aber von einer anderen Fakultät. Vom Abschluss her Molekularbiologie und Humangenetik (Diplom) und dann später Wirtschaftsinformatik (FH).
Ich habe in meinen 10 Jahren SW-Entwicklung schon genug studierte Informatiker erleiden müssen, die ihr Diplom offensichtlich günstig bei irgendeiner Tombola erworben haben, als das ich heutzutage noch an diesen Uni-Mythos glauben würde.
Nicht das ich jetzt von den anwesenden Informatikern gesteinigt werde, die Mehrheit war / ist schon richtig gut.
Ein Studium hilft sicherlich beim Erlernen gewisser grundlegender Fähigkeiten, wie z.B. analytisches Denken etc., aber das sehe ich eher unabhängig vom konkreten Studiengang. Fehlende theoretische Kenntnisse lernt man dann später sozusagen zwangsweise in den Bereichen, in denen man sie braucht.
Ansonsten sehe ich es wie bei jedem anderen, x-beliebigen Beruf - wenn man richtig gut werden / sein will, muss der Beruf ein gutes Stück weit Berufung sein.

2 + 2 = 5 for large values of 2

175 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Original von banzai
Ansonsten sehe ich es wie bei jedem anderen, x-beliebigen Beruf - wenn man richtig gut werden / sein will, muss der Beruf ein gutes Stück weit Berufung sein.

Geb ich dir absolut Recht - das Studium alleine macht natürlich noch lange keinen guten Entwickler aus, aber es bringt Grundlagen mit, die man sich sonst in der Regel nicht aneignet, da sie mehr theoretischer Natur sind.
IamTheBug hat das meiner Meinung nach sehr gut dargestellt.

Aber das heisst bei weitem nicht, dass nur studierte Informatiker gute Informatiker sind...

F
10.010 Beiträge seit 2004
vor 17 Jahren

Das heisst nicht einmal das studierte Informatiker überhaupt gute Programmierer
sein müssen.

Ich habe in meiner Laufbahn so viele studierte Nieten kennengelernt,
das für mich das Studium schon lange kein Grund für eine Bevorzugung darstellt.

183 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Ich befinde mich momentan noch in einer Berufsfachschule welche sich auf die Ausbildung von Softwaretechnologen spezialisiert hat und bin vollens zufrieden. Ich arbeite nebenbei in einer Web-Entwickler Firma und wurde genommen, und das sag ich ohne pransen zu wollen, aufgrund meiner hervorragenden Kenntnisse in der Softwareentwicklung. Ich programmiere dabei erst seit knapp 2 Jahren, vorher ein wenig PHP-Gedöhns, aber C, C++, C#, SQL, etc pp, Grundlagen und Patterns ala OOA/OOP, MVC. Strukturierte, modulare und sonstige Programmiertechniken sind mir geläufig und das alles von nur 2 Jahren Ausbildung an einer Berufsfachschule. Ok, mein privates überaus engagiertes Interesse für die Programmierung hat da sicherlich auch ihren Beitrag geleistet.

Also nix mit Uni und studiert, nur bei einer Sache haperts, der deutschen Sprache 🙂

Was ich eigentlich sagen wollte, egal ob Uni oder nicht, wenn man sich interessiert für einen Beruf dann ist man auch fit für diesen Beruf.

Das einzige was mich hätte zum Uni-Studium überzeugt hätte wäre die vertiefte theoretische Mathematik aber nur dafür 5Jahre zu studieren, ich weiß nicht ...

Gut Schuß
VuuRWerK 😉

R
22 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

weiß jetzt nicht ob dass hier dazu passt oder nicht aber ich frag einfach mal.

stehe zurzeit auch vor meiner htl-matura und überleg ebenfalls zwischen informatik studium an der uni oder studiengang "Software Engineering" an der fachhochschule hagenberg und wollte jetzt fragen ob es aus dem österreichischen raum jemanden gibt der schon erfahrung mit einen der beiden Wege (also uni oder fh) gemacht hat.

mfg robar

D
462 Beiträge seit 2005
vor 17 Jahren

Hallo!

Kann dir zwar keinen Erfahrungsbericht drüber geben, weil ich selber erst im Herbst damit anfange, aber in Graz gibt es die Studienrichtung "Softwareentwicklung - Wirtschaft". Vielleicht ist das auch eine überlegenswerte Möglichkeit für dich?

mfg

179 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Hi Robar,

Ich Studiere gerade im 2. Semester in Hagenberg, zwar Hard & Software System Engineering,
aber ich kann dir die FH nur bestens empfehlen.

Es ist nicht so unpersönlich wie an den meisten Unis, außerdem hat man meiner Meinung nach
einen sehr guten Mix aus theoretischen Vorlesungen und auch praktischen Übungen.

Und was die Jobaussichten angeht, kann ich nur die Letzte Ausgabe der Zeitschrift "Gewinn" Zitieren:
Anzahl der Arbeitslosen Hagenberg-Absolventen: Software-Engineering: 1, Hard & Software System Engineering sogar 0.

Wenn du noch irgendwelche Fragen zu Hagenberg hast melde dich einfach.

mfg dechavue

PS: Warst du heute am Tag der offenen Tür?

R
22 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

danke für die antwort werd es mir einmal ansehen, obwohl mich der Teil "Wirtschaft" etwas abgeschreckt hat (denn kostenrechnung und buchhaltung zählte/zählt nicht zu meinen lieblingsfächern).

mfg robar

R
22 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

@ dechavue
ok meld mich einmal wenn ich fragen habe. und ja ich war heute beim tag der offenen tür (muss man ausnützen wenn man schon schulfrei bekommt).

mfg robar

175 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Original von VuuRWerK
Ich befinde mich momentan noch in einer Berufsfachschule welche sich auf die Ausbildung von Softwaretechnologen spezialisiert hat und bin vollens zufrieden. Ich arbeite nebenbei in einer Web-Entwickler Firma und wurde genommen, und das sag ich ohne pransen zu wollen, aufgrund meiner hervorragenden Kenntnisse in der Softwareentwicklung. Ich programmiere dabei erst seit knapp 2 Jahren, vorher ein wenig PHP-Gedöhns, aber C, C++, C#, SQL, etc pp, Grundlagen und Patterns ala OOA/OOP, MVC. Strukturierte, modulare und sonstige Programmiertechniken sind mir geläufig und das alles von nur 2 Jahren Ausbildung an einer Berufsfachschule. Ok, mein privates überaus engagiertes Interesse für die Programmierung hat da sicherlich auch ihren Beitrag geleistet.

Also nix mit Uni und studiert, nur bei einer Sache haperts, der deutschen Sprache 🙂

Was ich eigentlich sagen wollte, egal ob Uni oder nicht, wenn man sich interessiert für einen Beruf dann ist man auch fit für diesen Beruf.

Das einzige was mich hätte zum Uni-Studium überzeugt hätte wäre die vertiefte theoretische Mathematik aber nur dafür 5Jahre zu studieren, ich weiß nicht ...

Wir drehen uns im Kreis. Jedermann kann mit Lernwille, Engagement und Ehrgeiz ohne Studium ein hervorragender Software-Entwickler bzw. Programmierer werden. Trotzdem besteht einfach ein Unterschied, was das Grundlagenwissen anbelangt. Die Sachen die du angesprochen hast (Patterns, spezifische Programmiersprachen) sind keineswegs Dinge, die du in einem Studium wirklich lernen wirst. Das Wissen, dass du dir da aneignest, ist auf einer ganz anderen Ebene. Aber halt so, dass du, zusammen mit sehr spezifischen Kentnissen wie jetzt zB. über .NET ein sehr viel tieferes Verständnis für etwas entwickeln kannst.

Und was zum Beispiel Mathematik anbelangt, gibt es durchaus auch in der Informatik Bereiche, wo solches Wissen vonnöten ist.

Niemand sagt, dass ein Studierter automatisch ein guter SW-Entwickler ist und umgekehrt. Schlussendlich kommt es, wohl gerade in dieser Branche, auch sehr stark auf persönliches Engagement und Interesse an.

183 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

@dani.net: Ganz genau. Ich wollte mit meinem Beitrag auch genau das sagen. Sicherlich kommt ein "studierter" Informatiker schneller und eleganter auf einen Algorithmus als ein "gelernter", dennoch spielt es eine Maßgebliche Rolle ob und wie man sich für sein Berufsfeld interessiert.

Gut Schuß
VuuRWerK 😉

I
401 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

So dann will ich mich auch nochmal zu Wort melden 😉.

Ich finde die Diskussion geht immer in die Richtung Informatiker == Programmierer, und wer ist nun ein guter und wer nicht. Also ein Informatikstudium ist nicht grundsätzlich dazu da, um hinterher der Oberprogrammierer zu sein und das als Beruf auszuüben. Da gibts auch viele gute Mathematiker oder gelernte Programmierer die das machen. Mit einem Studium bleiben einem hinterher halt viel mehr Möglichkeiten was das Berufsfeld angeht, als wenn man "nur" eine Ausbildung zum "Softwareentwickler" gemacht hat oder wie es sicht nennt.
Dies ergibt sich nicht nur aus den normalen Vorlesungen eines Studiums sondern auch durch diese dort wählbaren Nebenfächer sowie Vertiefungsgebiete.
Z.B. kann man als Nebenfach sachen wie Mathematik (oh gott noch mehr g), Elektrotechnik, Maschinenbau, Biomedizinische Informatik wählen. Und im Vertiefungsgebiet wählt man für einen Interesseante Themengebiete und vertieft diese halt mehr als es bei einer 3 Jährigen Ausbildung mit Praxis möglich wäre.

Der andere Punkt den ich noch sehe ist (auch, wenn ich dieses auch nicht 100% Unterstütze) ist halt, das man bei einer Bewerbung auf eine Stelle als Dipl. Informatiker (oder jetzt Master) eventuell die besseren Karten hat als jemand mit einer Ausbildung. Ich denke mal zum grossen Teil wir das so sein. Eventuell ist dieser Vorteil nicht so stark, wenn beide direkt aus der Ausbildung kommen, denn da könnte eine Programmierfirma schon sagen wir nehmen den ausgebildeten Programmierer der hat mehr Erfahrung ABER ich denke mal, wenn man sich in 10 Jahren nochmals bewerben muss gilt man als Dipl. Informatiker als flexibler im Wissen bzw. aneignen von Wissen und erkennen von Zusammenhängen. Ob dieses nun so ist sei dahingestellt, ich will ja nicht sagen das Leute mit einer Ausbildung sich kein eigenes Wissen aneignen können. Ich denke aber ein Arbeitgeber wird das so sehen und sein Einstellungsentscheidung nach der vorliegenden Qualifikation treffen.

Ich denke nämlich auch das es einem relativ wenig nützt, wenn man daheim Bücher wältz und sich für alles Interessiert und "den Mega-Plan" hat, aber keinen einzigen Nachweis in Form von Zertifikaten, Ausbildungsbescheinigungen oder eben Erfahrung im Tätigkeitsbereich bei anderen Firmen hat. Versuch das mal einen Arbeitgeber zu vermitteln das du der beste bist und alles weisst aber auf keine Art und Weise nachweisen kannst das es so ist. So viel nur zu dem Argument: "Wenn du dich ganz ganz dolle dafür Interessiert wirst du gut und genommen".
Ich bin auch nicht Box-Weltmeister obwohl ich ganz tolle im Keller trainiere und Mega-Muskeln habe. Nur leider habe ich noch nie wirklich internationale Kämpfe im Ring geboxt 👅 (ich vermisse an dieser Stelle den Ironie Smiley)

@Robar: Tag der offenen Tür ist gut, da sollte man hingehen und sich die Uni angucken und Informieren was man da so machen kann usw. Leider stellt man im Nachhinein fest das einem dieser Tag aber wirklich nix gebracht hat. Man weiss nun auch nicht wirklich was einen in dem Studiengang vermittelt wird und wie dann alles abläuft und ob dieses einem gefällt und genau das ist was man tun will. An dem Tag wird doch die Uni nur schön geredet durch Statistiken usw. Aber man sollte trotzdem hingehen und sich mal ein Bild von allem machen.

@7.e.Q: Nein kein Dire Straits Fan wieso?

Mfg

IamTheBug

R
22 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

@IamTheBug
Ist mir schon klar dass an diesen Tag alles schön geredet wird, ist bei den Tag der offenen Tür an unserer Schule nichts anderes. Aber an der FH Hagenberg, für die ich mich interessiere, gibt es die Möglichkeit sich beim Studentenverein anzumelden und einen Tag im Leben eines Studenten mitzuerleben. (http://distue.net/plan2007/index.php?page=1day)
Werde das Angebot sicher in Anspruch nehmen um mir nocheinmal ein ("wahres") Bild von der FH zu machen.

I
401 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Original von Robar
Aber an der FH Hagenberg, für die ich mich interessiere, gibt es die Möglichkeit sich beim Studentenverein anzumelden und einen Tag im Leben eines Studenten mitzuerleben.

Sprich: Ihr geht einen trinken oder wie? 🙂

Mfg

IamTheBug

4.207 Beiträge seit 2003
vor 17 Jahren

Ich selbst habe angewandte Informatik acht Semester studiert, und dann zu Gunsten eines Jobs abgebrochen. Das war Ende 2004, also auch nicht mehr da, wo man schon einen Job bekommen hat, wenn man nur "Internet" halbwegs richtig schreiben konnte.

Meine Erfahrungen: Ich habe bislang jeden Job bekommen, den ich wollte, und zwar im ersten Anlauf. Je länger man "am Markt" ist, desto unwichtiger wird ein Diplom, da die Erfahrung dann viel viel mehr zählt.

Je größer die Firma und je höher der Posten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass auf ein Diplom geguckt wird. Allerdings vertrete ich da (auch ggü Headhunter und HR-Leuten) immer die Meinung, dass ein Diplom null aussagt, wenn man sich nicht mit der Praxis beschäftigt. Und gerade das, die Praxis, ist in der IT sehr, sehr wichtig, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Dazu Leidenschaft für das, was man macht, Interesse, Neugier, ... und wenn man DAS vermitteln kann, ist es ziemlich egal, ob man ein Diplom hat oder nicht.

Dennoch halte ich das Studium für nicht unwichtig, da man hier doch sehr gut strukturiertes, analytisches Denken lernt. Außerdem erhält man hier theoretische (!) Grundlagen für Projektmanagement und ähnliches ... wer in diese Richtung gehen will, für den kann es schon ganz sinnvoll sein ...

Wie gesagt, just my 2 cents ...

Wissensvermittler und Technologieberater
für .NET, Codequalität und agile Methoden

www.goloroden.de
www.des-eisbaeren-blog.de

R
22 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

@IamTheBug

Hoffentlich 😉

195 Beiträge seit 2004
vor 17 Jahren
Immer pro Studium

Ich bin klassischer Quereinsteiger. Naturwissenschaftler (mit Diplom) und Computer gab's in dem Studium nur zum Texte schreiben.

Die Informatik-Theorie hab ich nun per Fernstudium nachgezogen. Das war / ist eine enorme Durststrecke, aber: hat sich gelohnt und wird sich sicher weiter lohnen. 👍

Meinen momentanen Job hätte ich ohne das (noch nicht mal fertige) Fernstudium sicher nicht bekommen. Schon das Vorstellungsgespräch: eine einzige lange Prüfung. 8o Als Quereinsteiger und Anwendungsprogrammierer aus der Praxis hätte ich wohl kaum gewußt, was ein Endlicher Automat ist und macht.... Als Fachinformatiker hätte ich ebenfalls kaum 'ne Chance gehabt, denn die nehmen nur studierte.

Mein persönliches Fazit: wer ein paar Ansprüche an sich selber hat, studiert. 8)

Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

T
21 Beiträge seit 2006
vor 17 Jahren

Also ich studiere momentan Wirtschaftsinformatik auf Diplom an der Universität Paderborn. Das kann ich nur empfehlen, wenn du nicht nur ein guter Softwareentwickler werden willst, sondern auch noch Ahnung haben willst von Projektmanagement und Softwarearchitektur sowie deren Methoden. Weiterhin kannst du direkt Branchen kennenlernen in denen man später arbeiten könnte.

Das Argument, man habe nicht genug Praxisbezug in einem studium ist so auch nicht richtig. Es kommt drauf an, wo man studiert und wie man sich im studium verhält. Nächstes Semester habe ich beispielsweise drei uni-interne Softwareprojekte, aber muss nur zwei Klausuren schreiben - und dies ausgerechnet in den Informatikfächern, wer hätte das gedacht.

Einen kleinen Nebenjob in einem Unternehmen zu machen ist meiner Meinung nach sowieso Pflicht im Studium, denn nicht jeder will seinen Eltern auf der Tasche liegen.

Ich kenne auch Leute, die einen Ausbildungsplatz haben. Diese haben aber eher wenig zu lernen dort, sondern vielmehr nur immer die selben simplen Tätigkeiten auszuführen.

Auch dort ist es aber wieder stark davon abhängig, wo man seine Ausbildung macht.
In vielen Unternehmen verkommen die Auszubildenden eher als das Sie auf ein interessantes Berufsleben vorbereitet werden. So kann es passieren, dass man als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung zu Fachinformatiker für Anwenderberuhigung am Telefon wird, wenn im Support zu wenig Leute sind...

Albert Einstein :

"Es gibt 2 Dinge die sind unendlich...
...die Dummheit der Menschen...
...und das Universum...
...wobei ich mir bei letzterem nicht ganz sicher bin."

S
8.746 Beiträge seit 2005
vor 17 Jahren

Original von tim2s
Das kann ich nur empfehlen, wenn du nicht nur ein guter Softwareentwickler werden willst, sondern auch noch Ahnung haben willst von Projektmanagement und Softwarearchitektur sowie deren Methoden.

PM an der Uni kann man sich schenken. An PM kann man denken, wenn man 10 Jahre Berufserfahrung hinter sich hat...