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Informatik-Studium sinnvoll/nützlich? Welche Alternativen zum Studium sind sinnvoll/nützlich?

Moderationshinweis von herbivore (10.09.2011 - 09:15:34):

Dieser Thread ist zwar lang, aber für jeden, der vor der Entscheidung steht, ob er studieren bzw. welche Art von Studium (Uni, FA, BA/DA) oder Ausbildung er wählen soll, sehr nutzbringend, ihn komplett zu lesen, möglicherweise sogar öfter als einmal.

Eine eindeutige Antwort auf die Frage, welches Studium das beste ist, kann es nicht geben, weil das von der eigenen Persönlichkeit, den eigenen Zielen und der eigenen Lebenssituation abhängt.

In diesem Thread beschreiben sehr viele verschiedene Personen, die die unterschiedlichsten Wege eingeschlagen haben, ihre Gründe für die Entscheidung und welche Erfahrungen sie dann tatsächlich gemacht haben. Damit ist es nur natürlich, dass sich einige Gründe und Erfahrungen wiederholen, doch jeder, der diesen Thread komplett liest, sollte am Ende alle Aspekte kennen, die für eine Entscheidung für oder gegen ein (bestimmtes) Studium bzw. eine (bestimmte Ausbildung) relevant sind.

In diesem Sinne nehmt euch die Zeit, diesen Thread gründlich zu studieren.

Weitere Einschätzungen und Erfahrungsberichte sind ebenfalls jederzeit willkommen.

Für die spezielle Frage, welche mathematischen Kenntnisse und Fähigkeiten für ein Studium oder eine spätere berufliche Tätigkeit erforderlich sind bzw. mit wie viel Mathematik man in welchem Studium bzw. welchen beruflichen Tätigkeit man rechnen muss, gibt es eigene Threads:
Müssen Programmierer Mathematik-Genies sein?
Mathematik in der Informatik: Wie stark wird sie benötigt?
Mathematik - Fluch oder Segen?

Seyyedi
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Themenstarter:

Informatik-Studium sinnvoll/nützlich? Welche Alternativen zum Studium sind sinnvoll/nützlich?

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Hi,

ich habe in letzter Zeit öfters Diskussionen mit Freunden, Bekannten etc. in Bezug auf Studium und dessen "Notwendigkeit".

Ich würde gerne hier die Frage stellen in wie weit ihr ein Studium im Bereich Informatik etc. für sinnvoll, nützlich erachtet in Bezug auf ... naja, ihr wisst ja was wir hier alle gerne machen

Es geht mir vor allem um folgendes: Software Architektur / Entwicklung ist immer mit selbstständigen Lernen verbunden. Der ganze Bereich entwickelt sich so schnell immer weiter, es kommen immer wieder neue Technologien heraus, die man sich wiederum aneignen muss (ich gehe jetzt davon aus, dass es nicht nur um Programmieren als Hobby geht). Dieses Wissen kann, so denke ich mir, nicht einmalig vermittelt werden, da sich ja alles (extrem schnell) weiterentwickelt.

Mich würde sehr interessieren, wie diejenigen, die ein Studium im Bereich Informatik bereits machen / abgeschlossen / abgebrochen haben den "Nutzen" für professionelles berufliches Software entwickeln sehen, oder selbst erfahren haben.

Oder hat jemand Erfahrungen gemacht in wie weit es sogar notwendig ist ein Studium zu haben um z.B. bei einer Software Firma einzusteigen? (Unter der Vorraussetzung natürlich, dass derjenige trotzdem hochqualifiziert in seiner Arbeit wäre und dies auch unter Beweis stellen könnte)

Ich würde die Frage gerne allgemein stellen und vor allem keine Stellung suggerieren -- mich interessiert einfach wie ihr das seht, bzw. welche Erfahrungen ihr gemacht habt

Vielen Dank schon mal vorab für etwaige Antworten

Gruß
DCoder
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SABF
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Also ich denke ein Studium im Bereich Informatik ist sinnvoll, wenn man sein Gehalt im späteren Berufsleben etwas von den anderen abheben möchte. Vorrausgesetzt man hat das Studium erfolgreich abgeschlossen

Wobei es nicht gesagt ist, das ein Informatik Student qualifizierter ist als ein gelernter Fachinformatiker.
Der Fachinformatiker wird so denke ich mehr Praxiskenntnisse haben und sich auf die im Betrieb am meisten verwendete Sprache spezialisiert haben, währen in einem Studium ein breiteres Spektrum an Sprachen abgedeckt werden kann/könnte. Aber auch der Fachinformatiker kann sich ja Zusatzwissen in seiner Freizeit aneignen und somit können wieder beide auf dem gleichen Wissenstand sein.

Ich glaube ein Studium ist teilweise auch ein Weg um Unternehmen zukommen unter dem Aspekt das man ja Praxiserfahrungen durch Praktikas sammeln kann/sollte. So kann man schon einmal Kontakte aufbauen und mit etwas Glück gefällt es dem Arbeitgeber ja ,was man so an Leistung erbracht und man bekommt ein Angbot, oder auch nicht
Ein Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
Erstens: Durch Nachdenken - das ist der edelste. :baby:
Zweitens: Durch Nachahmen - das ist der leichteste.
Drittens: Durch Erfahrung - das ist der bitterste. X(
(Konfuzius)
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talla
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Naja, ob man nen Studium in der Informatik braucht wenn es um reine Anwendungsentwicklung geht, darüber lässt sich diskutieren, weil doch vieles in dem Bereich auch mit Erfahrung zu tun hat.

Fakt ist aber auch, dass sich viele komplexe Problemstellungen ohne des nötige Wissen ausm Studium was Algorithmik, Mathematik usw. angeht, nur unbefriedigend bis gar nicht lösen lassen.

Deshalb heißts ja, implementieren kann jeder, das Design und die Logik die dahinter steckt entwirft aber nen Softwarearchitekt und der muss einiges aufn Kasten haben.

Was Studium und Anstellung betrifft - kommt halt drauf an wo du enden möchtest
Bei uns in der Firma sind z.b. fast alle diplomiert bzw. haben promoviert. Hängt halt auch mit dem Arbeitsbereich der Firma zusammen. In einer Firma wo z.B. automotive Software entwickelt wird, werden andere Qualifikationen erfordert als in einer Firma die irgendwelche Desktop Tools entwickelt.

Schaden kann so ein Studium auf gar keinen Fall, man verbaut sich damit ja nichts, sondern gewinnt Möglichkeiten. Ob ich nach der Schule gleich ne Ausbildung anfange und dann ne Weile als einfacher Programmierer bissle verdiene, oder nen paar Jahre studiere und dann mit nem ordentlichen Gehalt gleich einsteige - zumindest mir ist die Entscheidung nicht schwer gefallen.
Baka wa shinanakya naoranai.

Mein XING Profil.
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FZelle
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Ich habe lieber ohne Studium mit einem vernünftigen Gehalt angefangen ;-)
Aber vor fast 20 Jahren ging das auch noch einfacher.
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Tokka
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Hi!

Ich würde sagen, das es ganz vom Ziel abhängt. Ich habe mich damals für das studium entschieden.
Ich selber habe das Studium der Ingenieur-Informatik fast abgeschlossen (Diplomarbeit kommt ab September). Ohne mein Studium wäre ich nie in den Automobilbereich gelangt, da dort das Anforderungsprofil ein Studium vorsieht. Da mein Schwerpunkt "IT in der Produktion" ist, ist es nötig sowohl Problemstellungen aus dem Ingenieurbereich als auch aus dem Informatikbereich zu lösen. Das Studium hat mir einen gewissen Weitblick vermittlet, den ich im nachhinein nicht missen möchte.

Dir steht es doch aber offen, zuerst eine Ausbildung zu machen und anschließend ggf ein Studium dranzuhängen.

Eines kann man nur sagen, das Studium ist keine verschwendete Zeit und durch den Bachelor ist man in 3 Jahren fertig....


Gruß
Tokka
Was einmal war, wird nie wieder sein...
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herbivore
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Hallo DCoder,

ich habe mich für ein Studium entschieden und es nie bereut. Ich profitiere im Gegenteil nach langer Zeit immer noch und ständig davon.

Schwerpunkt war theoretische Informatik. Die Grundlagen sind da im Wesentlichen heute immer noch die gleichen, wie vor 20 Jahren.

Gerade ein (und vermutlich nur ein) Studium vermittelt einem in der schnell wechselnden Welt der Informatik die unveränderlichen Grundlagen.

herbivore
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Peter Bucher
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Hierzu hab ich auch noch Fragen.

@herbivore
Was verstehst du alles unter theoretischer Informatik?
Welche Teilbereite schliesst das ein?

@all
Kann man eben diese Grundlagen autoditaktisch oder auch durch Kurse, später auch noch beibringen oder ist das eher schwieriger zu bewerkstelligen?

Ist mir klar, das man dann keine "grossen" Papiere in der Hand hätte - aber man hätte am Schluss doch zumindest das Wissen und könnte dies nutzen.

Vorallem meine Defizite (im Vergleich zu jemandem mit einem Studium im Sack), macht mir ein bisschen zu denken. Dazu gehören vorallem Mathematik, Physik, Algorithmik, etc...


Gruss Peter
--
Microsoft MVP - Visual Developer ASP / ASP.NET, Switzerland 2007 - 2011

- https://peterbucher.ch/ - Meine persönliche Seite
- https://fpvspots.net/ - Spots für FPV Dronenflüge
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herbivore
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Hallo Peter Bucher,
Zitat
Was verstehst du alles unter theoretischer Informatik? Welche Teilbereite schliesst das ein?
http://de.wikipedia.org/wiki/Theoretische_Informatik
Neben den genannten Teilbereichen würde ich die (Aussagen- und Prädikaten-)Logik als viertes großes Gebiet der theoretischen Informatik ansehen.

Meine Studien- und Diplomarbeit hat sich mit automatischem Theorembeweisen beschäftigt.
Zitat
Kann man eben diese Grundlagen autoditaktisch oder auch durch Kurse, später auch noch beibringen oder ist das eher schwieriger zu bewerkstelligen?
Ich halte das für sehr schwierig.

herbivore
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svenson
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Tarifvertragliche gebundene Firmen haben immer ein Gehaltsklassensystem. Du erreichst i.d.R. ohne Studium maximal das Gehalt eines Berufsanfänger mit Studienabschluss (Diplom/Master). Ob du gleich gut qualifiziert bist spielt dabei keine Rolle. Es ist eine formale Hürde, die man nicht überspringen kann. Bei kleinen Klitschen sieht das u.U. anders aus, aber die haben sowieso oft unterdurchschnittliche Gehälter.

Zudem hast du wohl nur mit Studium die Möglichkeit dich freiberuflich zu betätigen.

Zudem macht Studium durchaus Spass. Wer es sich leisten kann, sollte sich es nicht entgehen lassen.
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wuschel
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Ich würde mich meinen Vorrednern anschließen und behaupt, dass ein Studium generell sinnvoll sein kann. Wobei es natürlich immer von den speziellen Zielen und Umständen abhängt.

Wie bereits gesagt, kann man sich Praxiserfahrung immer "privat" aneignen - auf eigene Faust. Das muss man sogar, vor allem wenn man an der Uni studiert.

Die theoretischen Grundlagen jedoch, die man in einem Studium vermittelt bekommt, kannst du dir im Normalfall nicht selbst aneignen. Und auch wenn diese oft durch Praktiker abwertend betrachtet werden sind sie sehr nützlich - gerade weil die Technologien sich im ständigen Wandel befinden.

Die Grundlagen jedoch bleiben stets die gleichen. Und mit dieser Basis kann man wesentlich einfacher in neue Technologien einsteigen und überblickt vor allem die Hintergründe (z.B. die wirtschaftlichen oder konzeptionellen), die ein "einfacher" Programmierer oft gerne missachtet.
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inTrance
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Als zusätzliche Möglichkeit werf ich einfach mal das Duale Studium ein. Wie ich
finde eine gute Möglichkeit die Vorteile eines Studiums mit denen des Arbeitens
zu kombinieren. Ihr studiert drei Jahre für euren Bachelor und arbeitet jeweils
zwei mal im Jahr für drei Monate in eurem Unternehmen, wo ihr praktisch aus-
gebildet werdet. Die Studieninhalte werden von den Unternehmen mitbestimmt,
so dass sich der Anteil des sinnfreien Stoffes evtl. etwas reduziert. Semester-
ferien gibts aus Zeitgründen keine, dafür 25-30 Tage Urlaub im Jahr, ihr bekommt
Gehalt und das Studium wird bezahlt. Nach dem Studium gibt es eine sehr hohe
Chance vom Unternehmen direkt übernommen zu werden. Als Gegenleistung fürs
Unternehmen seid ihr 2 Jahre verpflichtet dort zu arbeiten.

Allerdings gibt es zwei Formen zu unterscheiden: Das DS an einer FH oder an einer
BA. Letztere haben den Ruf von der Theorie unterdurschnittlich zu sein. Zudem
wird der Abschluß (da Diplom (BA)) häufig nicht als vollwertiges Diplom angesehen.
Von den FHs gibt es zwar nur ein paar in Deutschland, aber die haben fast
durchgehend einen guten Ruf und bieten einen vollwertigen Bachelor am Ende
mit der Möglichkeit seinen Master machen zu können.

Mal sehen - für mich gehts in drei Wochen an der FH Nordakademie los =)
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Friedel
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Hallo,

ich bin generell auch der Meinung, dass ein Studium nur von Vorteil sein kann. Das Problem ist allerdings, ein Studium ist nicht ganz einfach, wenn man selber für die Finazierung aufkommen muss. Man sollte sich genau überlegen, ob man 80 - 120 Stunden im Monat arbeiten kann und trotzdem noch die Disziplin hat danach nochmal den selben Aufwand an Stunden in das Studium zu stecken. Unsere Politiker machen die Sache ja nicht gerade einfacher mit den m.E. dämlichen Studiengebühren.
Sollte man diese Hürde aber genommen haben, denke ich, dass man vielleicht nicht fachlich besser ist als ein "gelernter" Informatiker, aber auf jeden Fall "gereifter". Ein Studium verlangt eine Menge Eigeninitiative, die einem in einer Ausbildung komplett genommen wird.
Ich denke, aber das ist nur meine Meinung, man sollte vorher eine Ausbildung machen. Am besten in einem anderen Bereich. Informatik besteht nicht nur aus Programmieren, im Gegenteil. Das Proggen steht sogar ziemlich im Hintergrund. Die ersten 2-3 Semester bekommt man so gut wie keinen PC in der Uni zu sehen (zumindest war das bei mir so), sondern man lernt Mathematik neu kennen.
In den ersten Semstern meines Studiums waren wir ca 350 Leute. Den Abschluss haben gerade mal ca 100 Leute gemacht. Der Rest ist auf der Strecke geblieben. Dehalb ist es denke ich nicht verkehrt, einen komplett anderen Weg einschlagen zu können, wenn das Studium nicht so verläuft wie man sich das vorgestellt hat.

Gruss
Friedel

//edit: Fehler korregiert :-)
Ohne Ziel ist auch der Weg egal.
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Emac
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Ein wichtiger Punkt warum Akademiker in der Berufswelt bessere Chancen haben ist, denke ich auch, die Tatsache, dass diese Leute zum Großteil fähiger sind.

Klingt vlt. etwas provokativ, aber im grunde können die Firmen dann sichergehen, dass ihr Mann in der Lage ist etwas zu leisten.

Er hat durch seinen Abschluss bewiesen, dass er was im Köpfchen hat, dass er hart und konzentriert arbeiten kann, ...

Wenn es dann z.B mal heißt "Wir verwenden für dieses Projekt nun eine neue Sprache, hier ist das 500 Seiten starke Buch. in 4 Tagen fangen wir damit an."
Dem Diplomierten juckt das vlt wenig und denkt sich während meines Studiums hab ich das auch schon in 2 Tagen geschafft.
Andere geraten dann u.U. schon eher in Bedrängniss.

Ich hoffe es ist ungefähr klar was ich hiermit sagen will.

Gruß in die Nacht!
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svenson
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Allerdings ist es zur Zeit so, dass viele Firmen den Bachelor-Abschluss mit einem Techniker-Gehalt abfinden also wie einen Ausbildungsberuf vergüten. Das wird sich auch kaum ändern - es sei denn es werden neue Gehaltsklassen eingezogen. Erst der Master wird den Weg zur höchsten Tarifstufe ebenen. Zugleich dürften Leitungsfunktionen ohne Master die extreme Ausnahme sein. Wenn "Karriere" machen will kommt um den Master nicht drumrum.
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CuddleCat
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Ich denke das bei der aktuellen Arbeitsmarktlage,
beides seine Vor- und Nachteile hat.

Ich kann zum Studium sagen(studier grad selbst)-
man selbst würde sich wohl nie so ein breites Spektrum aneigenen.
Man hört einfach eine Menge Dinge, die einem evtl auch mal nicht liegen, oder einen nicht interessieren, und muss sich damit auseinandersetzen.

Je nach Uni/FH ist dann auch noch der Schwierigkeitsgrad sehr unterschiedlich-
deshalb ist Diplom/Bachlor nicht immer das selbe Diplom/Bachlor.

Bei einer Ausbildung kann ich aus meinem Bekanntenkreis sagen,
das die aktuell schneller nen Job bekommen haben.
Sofern sie die passenden Qualifikation in der gewünschten Richtung hatten.
Evlt. weil die einfach "billiger" sind auf Dauer.

Eine Ausbildung ist je nachdem was man in der Firma für aufgaben bekommt,
und welche zusatzquali man noch so mitnehmen kann,
auch nicht verkehrt.

Wenn man sich privat dann noch selbst weiterbildet, kann man in einer Firma auch recht weit kommen.
Besonders bei den größeren Unternehmen die ursprünglich aus USA oder der gleichen kommen. Die schauen oft mehr auf das können, und das engagement als auf die anfängliche Qualifikation.
wer lesen kann ist klar im vorteil,
wer schreiben kann auch ;-)
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Bini
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Immer pro Studium

Warum sollte eine Firma unter 20 Bewerbern den ohne Studium nehmen?? Wer ein Studium geschafft hat, hat bewiesen, daß er sich nicht nur beschulen lassen kann, sondern selbständig handeln kann. Das kann ein Nichtstudierter natürlich auch leisten - ist aber nicht zwangsläufig so und für den Personaler nicht unbedingt zu erkennen.

Ein Studium schafft Überblickswissen und die Fähigkeit, Fachthemen-übergreifend zu denken. Das ist wichtig. Im täglichen Routinestreß fällt doch vieles unter den Tisch und bei der privaten Weiterbildung konzentriert man sich meistens auf die Themen, die einem liegen und interessieren.

Ich bin vor 6 Jahren in die Software- und DB-Entwicklung eingestiegen - als klassischer Quereinsteiger mit naturwissenschaftlichem Background. In den letzten zwei Jahren hab ich ein Fernstudium Informatik durchgezogen und jetzt fehlt nur noch das Diplom.

Ich kann definitiv sagen: Es war (und ist) zwar eine Schinderei, aber sie hat sich gelohnt! Ich habe etliche Dinge kennengelernt, die ich schon immer mal wissen wollte, für die aber nie Zeit war Ich würde immer wieder so entscheiden. Seit drei Wochen ist meine Firma insolvent und ich bin doppelt froh, jetzt das Fernstudium in die Bewerbungen schreiben zu können...
Umwege erhöhen die Ortskenntnis.
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Rainbird
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Ausbildung

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Ich hab kein Studium gemacht, sondern eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Ich wollte nie studieren und habe es nie bereut, dass ich es nicht getan habe (Ich mochte Schule noch nie; Mag auch an meinem Dickkopf liegen). Deshalb kann ein Studium trotzdem gut sein.

Oft legen Leute mit abgeschlossenem Studium eine durchdachtere Arbeitsweise an den Tag (So meine Beobachtungen). Sie gehen doch eher wissenschaftlich vor, wo andere nach der Try & Error-Methode arbeiten. Diese Eigenschaft musste ich mir erst durch "teilweise schmerzliche" Erfahrung aneignen.
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Fabian
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Hallo Rainbird,
Zitat
Original von Rainbird
Oft legen Leute mit abgeschlossenem Studium eine durchdachtere Arbeitsweise an den Tag (So meine Beobachtungen). Sie gehen doch eher wissenschaftlich vor, wo andere nach der Try & Error-Methode arbeiten. Diese Eigenschaft musste ich mir erst durch "teilweise schmerzliche" Erfahrung aneignen.

wirklich sehr schön beschrieben. Ich mache zurzeit eine Ausbildung als FiAE und kann diesen Eindruck vollstens bestätigen. Erlebe ich immer wieder in der Firma, in der ich die Ausbildung mache .


Gruß,
Fabian
"Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint." (Albert Einstein)

Gefangen im magischen Viereck zwischen studieren, schreiben, lehren und Ideen umsetzen…

Blog: www.fabiandeitelhoff.de
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CuddleCat
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ich kann bini nicht zustimmen-

ich kann bei einigen meiner komilitionen nicht behaupten das die fachlich besser oder gleich gut sind wie die leute die ich kenne die keine studium haben.

ich habe zwischendurch ne weile in ner personalabteilung gearbeitet-
und kann aus erfahrung sagen,
je nach position, werden genau die ohne studium eingestellt.
besonders in der informatik können leute die selben fähigkeiten oder bessere haben ohne studium als mit, und sind dadurch auch noch günstiger für den betrieb...
wer lesen kann ist klar im vorteil,
wer schreiben kann auch ;-)
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ikaros
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Zitat
Ein wichtiger Punkt warum Akademiker in der Berufswelt bessere Chancen haben ist, denke ich auch, die Tatsache, dass diese Leute zum Großteil fähiger sind.

Ähm, ich denke nö. Die besseren Chancen machen nur die Filterkriterien(für die eher unqualifizierten Personalabteilungen).
Ich glaub durchaus das Leute ohne Studium genauso qualifizeirt sein können wie mit einem Studium(bloss das Qualifikationsverhältnis spricht gegen Leute ohne Studium). In Ausnahmefällen können die besser qualifizeirten Leute durchaus rausfliegen, und das Unternehmen filtert dann die 2.e Wahl(ist das seltsame in diesen Zweig). Fakt ist ist das ohne Studium derzeit wenig geht(normal).
Blöd ist nur das für einfache Aufgaben ein Studienabschluss verlangt wird(BrotBäcker-Ing.?).
Ein einfacher Progammierer braucht jedenfalls keinen Studienabschluss(eine Berufsausbildung würde es auch tun(gibt es)). - Man kanns auch weiter ausführen...
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the_lmich
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Hallo,

bei mir ist es so, dass ich zunächst studiert habe. Dann habe ich abgebrochen und eine Ausbildung zum FI_AE gemacht. Jetzt studiere ich nebenbei an der Fernuni wieder Informatik und ich muss sagen, durch die vorangegangene Ausbidung ist vieles einfacher geworden.
Durch die Ausbildung bringt man viele Basics einfach mit. Das Studium baut dann vielfach darauf auf (der Bachelor jedenfalls). Und man ist erstaunt wie wertvoll die Informationen aus den Studieninhalten sein können.

Ich würde jedem (Anwendungs)-Entwickler empfehlen zunächst eine Aubildung zu absolvieren und dann zu studieren.

Was nicht heißt, dass man als nur-Ausgebildeter nicht auch weit kommen kann (finanziell, Position), aber Lead-Designer wird dann schon echt schwer .. ;-)

Hth
:-) Torsten
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ikaros
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@Thorsten:
Hab gerade deinen Link wahrgenommen:
Könntest du den angebenen Qualifikationen auch Antworten in einem qualifizierten Bewerbungsgespräch liefern? Scheint ein erstmal ein wenig breit... Zu breit für ne echte Qualifikation die oft ein wenig enger gefragt ist(Detailwissen das eine über Existenz von Produkten hinaus geht.)..
Zugegeben wars schon eingegrenzt auf ne überschaubare Palette.
Reine Frage, mir kam deine Website nicht so toll vor(rein subjektiv(mit meinen kleinlichen Vorurteilen)).
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davechu
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hi
ich habe zwar noch ein bisschen zeit, um mich zu entscheiden, aber ich denke auch drüber nach informatik oder medizin zu studieren. gibt es vielleicht ärzte unter euch? inwiefern kann programmieren, oder informatik allgemein im beruf als arzt nützlich sein?

ich habe einen cousin, der in einer ziemlich grossen firma arbeitet. er hat informatik studiert (ohne das studium hätte er da glaub ich nicht arbeiten können) und dann selbstständig VB.net gelernt (hat ab und zu seminare und kleinere kurse besucht). er bekommt von seiner firma kurse angeboten und wird darüber beraten, welche sprachen er lernen soll (derzeit lernt er java). also wie schon erwähnt glaube ich auch, dass das studium bei grösseren firmen so eine art formale etikette ist (ausser man wird selbstständig), also wenn ich informatiker werde, möchte ich auf jeden fall studieren.

kann vielleicht jemand, der studiert hat posten, was er in seinem beruf so verdient? was ist denn so der durchschnitt bei einem programmierer oder softwarearchitekten bei einer grösseren firma?
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herbivore
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Hallo chri,
Zitat
inwiefern kann programmieren, oder informatik allgemein im beruf als arzt nützlich sein?
wenn du dann tatsächlich als Arzt arbeiten würdest, bringten dir Programmierkenntnisse nichts oder zumindest nicht so viel, dass sich der zusätzliche Aufwand lohnen würde.
Zitat
kann vielleicht jemand, der studiert hat posten, was er in seinem beruf so verdient? was ist denn so der durchschnitt bei einem programmierer oder softwarearchitekten bei einer grösseren firma?
Wenn hier einzelne (zufällige) Zahlen gepostet werden, nützt das glaube ich keinem was. :-) In der c't gibt es jedes Jahr die ausführlichen Ergebnisse zweier Umfragen zu Gehalt/Einkünften, zuletzt:
Zitat
1. Daniel Apfelbaum (fm)
Wer verdient wie viel?
Ergebnisse der c't-Gehaltsumfrage 2005
Report,Gehaltsumfrage,Gehalt, IT-Branche, IT-Gehälter, Einkommen, IT-Berufe, Jahreseinkommen, Brutto, Netto, c't-Umfrage, Ergebnis,
c't 6/06, Seite 130

2. Dr. Thomas Bürkle, Claus Becher (fm)
Goldgrube und Hungerturm
Ergebnisse der c't-Befragung über die Einkünfte von IT-Selbstständigen
Report,Gehaltsumfrage,IT-Berufe, IT-Gehälter, Freiberufler, Gehaltsspiegel, Gehaltsvergleich, Gewerbetreibende, Ich-AG, Angestellte, c't-Umfrage,
c't 26/05, Seite 92
herbivore
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wdb.lizardking
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Hallo,

ich habe zuerst eine rein schulische Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht und danach erst einmal 3 Jahre als C-Programmierer gearbeitet. Dabei war ich auch mit diplomierten Leuten im Team und der Unterschied war in manchen Bereichen schon eklatant.
Ein Uni-Absolvent konnte eine Grafikkarte nicht von einer Soundkarte unterscheiden, was für einen Projektleiter schon sehr merkwürdig ist Auch verdienten diejenigen mit akademischen Grad annähernd das Doppelte von meinem Gehalt.

Da habe ich mir gedacht, so abgedreht will ich auch werden!
Rasch gekündigt, auf der BOS das Abitur nachgemacht und nun studiere ich Informatik an einer FH (3. Semester).

Ich bereue meine Ausbildung zum FiAE keinesfalls, die Programmierkenntnisse die ich da gelernt habe, kommen mir nun beim Studium sehr zugute. Die "Anfänger" werden beim Studium erstmal mit abstrakten Konzepten wie Automatentheorie erschlagen. Wenn man dagegen zuvor schon aktiv war, kann man sich schon einen Reim darauf machen, was die Professoren von einem wollen.

Und das Wissen in Mathematik das einem beim Studium zu Teil wird, ist einfach Gold wert. Ich fand Mathe auf der BOS schon sehr interessant, doch an der FH wird man mit Fourier-, Taylorreihen und komplexen Zahlen vollgestopft.
Das sind Sachen die man sich meiner Meinung nach nur schwer im Selbststudium beibringen kann und man doch bei nichttrivialen Problemen im Berufsalltag gebrauchen kann. Praktisch relevant sind etwa RSA-Verschlüsselung, Prüfsummen oder Operationen in Vektorräumen.

Was mich allerdings stört, ist der Mangel an Programmiersprachen der beim Studium vorherrscht. Als FaAE lernt man grob geschätzt 6-8 Sprachen: C++,Java,VB,Cobol,PHP,...
Im Studium dagegen größtenteils nur Java, die typische Studentensprache eben.
(P.S. Nur gut dass sich C# und Java so ähnlich sind )

Zum Thema Bachelor und Master würde mich interessieren, wer hier noch einen Master dranhängen möchte? Weil dadurch würde sich ein Studium nochmals um etwa 3 Semester verlängern, worauf ich nun wirklich keine Lust habe. Wenn dann schon neben dem Beruf ableisten, wenn das möglich ist.
Doch leider gibt es zumindest an meiner FH noch zuwenig Informationen dazu, weil erst vor kurzem von Bachelor auf Diplom umgestellt worden ist.
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gespannter_Bogen
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Hallo

Jeder sollte eine Ausbildung machen, jeder, der das Zeug dazu hat oder sich zu einem Fach berufen fühlt, sollte dieses auch studieren. Was man studiert sollte man aber nicht von den Gehaltsaussichten abhängig machen. Ordentliches Gehalt ist wichtig, noch wichtiger aber sind die Arbeitsbedingungen, die man dann vorfindet. Auch bringt es natürlich wenig ein Studium mit guten Gehaltsaussichten anzufangen, um dann nach 2 Semestern festzustellen, dass es einem nicht liegt.
Studieren sollte man das, wozu man die größten Neigungen hat, wo man am ehesten in der Lage ist, auch einmal richtig unangenehme Phasen durchzustehen. Rein finanziell gesehen kann es sein, dass man, während andere schon gutes Geld verdienen, 5 bis 6 Jahre studiert, eine Diplomarbeit mit 1,soundso schreibt, um dann erstmal für ein halbes Jahr froh sein zu können, einen 7Euro-HIWI-Job zu bekommen. Mal sehen, was draus wird. Andere machen Praktika unbezahlt, wieder andere kommen an gut bezahlte Praktika schon während des Studiums ran, wollen nach 9 Semestern schon Examen machen um dann ein bereits bewilligtes Stipendium für ein Aufbaustudium im Ausland in Anspruch zu nehmen. Es ist also alles drin. Wichtig ist aber, in erster Linie seinen Begabungen und Neigungen zu folgen. Als nächstes zählt natürlich die Frage, wie der Arbeitsmarkt aussieht, bzw. aussehen wird, wenn man fertig ist. Es hat wenig Sinn, eine Ausbildung in einem Beruf anzufangen, der schon überlaufen ist und es die nächsten 10 Jahre auch bleiben wird. Gerade für dieses Problem aber ist man mit einem Studium besser aufgehoben, da man mehr die Grundlagen und die Fähigkeit zu lernen vermittelt bekommt und dann später sich je nach Arbeitsmarkt leichter hierhin oder dorthin orientieren kann.

@ chri:
Kaum ein Beruf ist stärker in lauter Untereinheiten aufgegliedert, als die Medizin. Selbstverständlich gibt es da auch die Medizininformatik als spezielle Fachweiterbildung nach dem Medizinstudium. Meistens aber haben diese Ärzte mehr was mit Statistik und Dokumentation zu tun als mit den Patienten. Wenn Du Arzt werden willst und gleichzeitig auch als Entwickler kreativ tätig sein willst, dann ist es besser den im Übrigen sehr kreativen Beruf Arzt zu wählen und die Programmiererei als Hobby nebenher zu betreiben.
Auch wenn man tatsächlich als Arzt arbeitet, können Programmierkenntnisse was bringen. Und wenn es nur darum geht, sich in seiner Freizeit was zusammen zu frickeln, weil a) Software, die angeboten wird, das was man wirklich braucht,gar nicht leistet und b) man diese Software sowieso nicht bewilligt bekäme, weil dafür kein Geld da ist.

Jürgen
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Leo007
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Original von wdb.lizardking
Hallo,

ich habe zuerst eine rein schulische Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht und danach erst einmal 3 Jahre als C-Programmierer gearbeitet. Dabei war ich auch mit diplomierten Leuten im Team und der Unterschied war in manchen Bereichen schon eklatant.
Ein Uni-Absolvent konnte eine Grafikkarte nicht von einer Soundkarte unterscheiden, was für einen Projektleiter schon sehr merkwürdig ist

Also, ich finde das nicht merkwürdig; das ist ja der Job des Projektleiters; zu sagen: hey, ich kenn mich mit Soundkarten nicht aus, dazu ist mein Hardware-Willy da!

Aber im Ernst: ein Projektleiter ist weniger für das Fachliche zuständig, als vielmehr dafür, daß der Laden reibungslos läuft. Er hat Prozesse zu managen, und zwar so, daß Planungssicherheit besteht (jedenfalls theoretisch). Ob der ein oder andere Projektleiter auch fachlich gut ist, steht auf einem anderen Blatt und hängt davon ab, ob er sich von nem Willy-Job hochgearbeitet hat oder den andern einfach vor die Nase gesetzt wurde, weil er halt der Kumpel des Geschäftsführers ist...
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Coder007
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Moderationshinweis von herbivore (23.04.2011 - 08:12:12):

Obwohl dieser Beitrag ursprünglich in Microsoft Certified Application Developer - Wie und wo am besten? gepostet wurde und sich auf dortige Fragen/Aussagen bezieht, ist er doch ein grundsätzliches Plädoyer für ein Studium und hebt so sehr auf den Sinn und Nutzen eines Studium ab, dass er in diesem Thread hier viel besser passt.


Also, natürlich muss jeder selber entscheiden, was er tut, aber ich muss mich dazu einfach äußern, weil die Frage aus meiner Sicht einfach absolut absurd ist...
Ich habe studiert und fand das Studium meist anspruchslos und zu oberflächlich. ABER. Ich wär nie im Leben auf die Idee gekommen, was anderes zu machen. Wie man im Endeffekt zu seinen Skills kommt, ist vielleicht eine andere Geschichte. Ich habe die ganze Zeit neben dem Studium intensiv gearbeitet und das hat mir handwerklich sicher mehr gebracht, als das Studium an sich. Und programmieren tu ich eh schon seit ich zwölf bin.
Was mich bei sehr vielen "Informatikern" (und einfach nur Programmierern, Admins etc.) stört, ist, dass sie sich einfach nur auf eine Sache spezialisiert haben und sonst gar nichts können. Ich hab alles mögliche im Studium, privat und in verschiedenen Jobs ausprobiert und habe schon quasi "alles" mal gemacht. Sowohl Low Level wie Assember, C, BIOS-Programmierung, Embedded Systeme, Treiber, als auch High Level wie .NET, J2EE, Scala, Ruby etc. Und ich bereue das absolut nicht. Im Gegenteil, ich wär sehr traurig, wenn ich "nur" ein Microsoft-Programmierer wäre, der seeeeehr gut C# oder VB oder sonst was kann. Und warum überhaupt Microsoft? Ich will hier natürlich keine erneute Grundsatzdiskussion entfachen, gabs sicher schon milliardenfach, aber ich musste bisher im Studium und in jedem Job sehr viel mit Linux und verschiedenen Unixen machen und das erweitert den Horizont immens. Sich da von vornherei auf Microsoft festzulegen find ich sehr schwach...
Was ich im Studium sehr interessant fand und was sich nicht so leicht selber oder im Beruf beibringen kann, ist tatsächlich die Theorie ;) Man kann sich weitgehend aussuchen, was man macht und das nehmen, was einen interessiert. Bei mir war das z.B. Bildverarbeitung und Agentensysteme. Die mathematische Theorie dahinter find ich sehr interessant. Auch wenn es nicht das ist, was ich jeden Tag in der Arbeit mache, oder vielleicht auch grad deswegen, fand ich das in den letzten Jahren extrem interessant. Und in der Praxis konnte ich das tatsächlich auch schon einsetzen.
Wenn du nicht studierst, verbaust du dir einfach sehr viele Chancen. Natürlich ist das Studium kein Selbstläufer und du musst dich entsprechend engagieren und selber viel tun, aber du hast einfach die Chance, viel mehr Bereiche der "IT" kennenzulernen und deinen Horizont zu erweitern. Und vielleicht wirst du dann später was ganz anderes machen wollen, als jetzt. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass es dir in 40 Jahren immer noch Spass macht, Microsoft Programmierer zu sein. Und dann werden dir die Grundlagen fehlen, auf etwas komplett anderes umzusteigen.
Vielleicht noch ein Kommentar zu deiner Aussage, dass es sich schwierig anhört und sich im vorbeigehen nicht erledigen lässt... Richtig. Aber im Endeffekt brauchst du einfach eine abstraktere Sichtweise auf das ganze. Es ist alles gar nicht so wild, wenn man das Schema dahinter erkannt hat. Dann sind viele Sachen nur noch eine konkrete Implementierung von einem Konzept, das einem eh schon klar ist.
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ProgrammierTroll
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Ich denke, der Einsatzweck beider unterscheidet sich:

Als studierter Informatiker arbeite ich als Software Ingenieur und Programmierung macht nur etwa 25% meiner Arbeitszeit aus. Den Rest der Zeit fliege ich zu Kunden, mache dort Requirements Engneering, male Geschäftsprozesse und designe/spezifiere die Systeme. Manchmal bin ich auch Tester und schreibe Test Cases und Äquivalenzklassen, diskutiere mit Kunden über Defects oder automatisiere.

Das heißt, der studierte Informatiker wird in der Software Entwicklung eher als Allrounder eingesetzt. Auf der anderen Seite ist Programmierer/Codierer/Anwendungsentwickler der 100% Vollzeit-Programmier, der das Design und die Spezifikationen in Lines of Code umsetzt.

Wer wirklich zu 100% Programmierer sein will, sollte meiner Meinung nach Fachinformatiker werden.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von ProgrammierTroll am .
q.e.d.
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MarsStein
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Hallo,

ich denke nicht, dass hier eine so saubere Trennung wie von Programmiertroll beschrieben möglich ist. Meine Erfahrung ist eine andere:
Ich habe nicht studiert, kam vor 10 Jahren als Quereinsteiger in die Branche und habe dann eine Ausbildung zum Fachinformatiker nachgeschoben. Die meisten meiner jetztigen Kollegen haben studiert, dennoch mache ich jetzt genau den selben Job. Ein Unterschied mag sein, dass es bei mir etwas länger gedauert hat, dahin zu kommen - wozu natürlich auch ein intensives Selbststudium gehörte.
Man kann also nicht pauschal sagen, dass man ohne Studium, aber mit Ausbildung sein Leben lang der 100%-Programmierer bleiben muss, der lediglich Vorgaben in Cdoezeilen umsetzt (das war bei mir schon von Anfang an nicht der Fall).

Bitte versteht das jetzt nicht falsch, ich möchte bestimmt keinem von einem Studium abraten, im Gegenteil. Aber die pauschale Trennung (der eine macht später dies, der andere jenes) kann ich nicht unterstützen - dazu gibt es in der Branche zu viel Bewegung und zu viele Möglichkeiten.

Gruß, MarsStein
Non quia difficilia sunt, non audemus, sed quia non audemus, difficilia sunt! - Seneca
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