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Kann man mySQL kostenlos in/für kommerzielle Anwendungen nutzen
norman_timo
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Themenstarter:

Kann man mySQL kostenlos in/für kommerzielle Anwendungen nutzen

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[EDIT]Abgetrennt von Webshop PHP (OSCommerce) od. DotNetNuke bassierend?[/EDIT]

Hallo zusammen,

ich bin der Meinung, dass es völlig Wurscht ist, wenn ich einen WebShop betreibe, ob der in PHP oder ASP.NET geschrieben ist. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Aber wo ich unbedingt nochmal nachhaken muss ist MySQL, denn
Zitat
MySQL - kostenlos

ist definitiv nicht richtig in diesem Zusammenhang. Das gilt für öffentliche Foren, und privaten Internetpräsenzen, aber definitiv nicht für einen WebShop, denn das ist kommerziell, und daher kostet MySQL hier Geld. Bitte beachten!

Gruß
Norman-Timo
A: “Wie ist denn das Wetter bei euch?”
B: “Caps Lock.”
A: “Hä?”
B: “Na ja, Shift ohne Ende!”
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Timur Zanagar
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Hallo norman_timo,

Vielen Dank für deine Aussage. Genau das ist mir gerade eben auch eingefallen und wollte es auch posten, aber du warst schneller ;-)

Das Thema wurde ja schon einmal hier im Forum durchdiskutiert.
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herbivore
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Hallo norman_timo,
Zitat
ist definitiv nicht richtig in diesem Zusammenhang. Das gilt für öffentliche Foren, und privaten Internetpräsenzen, aber definitiv nicht für einen WebShop, denn das ist kommerziell, und daher kostet MySQL hier Geld. Bitte beachten!
das halte ich für ein Gerücht!

herbivore
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norman_timo
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Hallo Herbivore,
Zitat
das halte ich für ein Gerücht!

Was konkret? Dass WS's kommerziell sind, oder dass meine anderen genannten Dinge nicht kommerziell sind?

Gruß
Norman-Timo
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herbivore
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Hallo norman_timo,
Zitat
denn das ist kommerziell, und daher kostet MySQL hier Geld
das halte ich für ein Gerücht. mySql ist unter GPL verfügbar und kann daher auch im kommerziellen Umfeld kostenlos eingesetzt werden.

herbivore
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svenson
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MySql wird unter zwei Lizenzen geliefert. Für nicht-kommerzielle Nutzung unter GPL, für kommerzielle Nutzung unter einer ganz klassischen Lizenz gegen Kohle.

Pro Server kostet MySql etwa 500€.

Generell würde ich aber solchen Investitionskosten wenig Bedeutung beimessen (sind zudem steuerlich absetzbar). Kosten, die durch Entwicklung, Adminstration, Wartung, etc. anfallen fallen deutlich mehr ins Gewicht.

Man darf auch nicht den Fehler machen und "kostenlos" mit "billiger" gleichsetzen. So denken Hobbyisten, aber keine Profis.

Ich denke, dass vor allem die vorhandenen Skills entscheiden sollten. Man kann mit diversen Plattformen Lösungen erarbeiten. Wenn man sich nicht strategisch in eine Richtung entwickeln will, sollte man sich fragen, wie man mit dem kleinsten Aufwand zum Ziel kommt. Und das hängt eben primär vom persönlichen Vorwissen ab. Eine allgemeingültige "best-of"-Strategie kann es nicht geben. "A ist besser als B"-Diskussionen bringen deshalb nicht weiter.
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herbivore
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Hallo svenson,

das es zwei Lizenzen gibt, ist klar. Aber wo steht, dass die GPL-Lizenz nicht kommerziell genutzt werden kann?

herbivore
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svenson
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Die Frage ist irrelevant. GPL steht laut MySQL-Lizenz nur für nicht-kommerzielle Nutzung zur Verfügung.

*EDIT* Man muss hier tatsächlich anders formulieren. Der Einsatz der GPL-Variante stellt das Produkt auch unter GPL. Damit ist die Software für jedermann frei nutzbar.

Weder für Produkt- noch für Projektentwicklung ein aktzetables Szenario.
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herbivore
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Hallo svenson,
Zitat
Die Frage ist irrelevant. GPL steht laut MySQL-Lizenz nur für nicht-kommerzielle Nutzung zur Verfügung.
genau das halte ich für ein Gerücht.

herbivore
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svenson
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Erstmal hast du recht:

"Note that non-profits may apply to MySQL for free commercial licenses and such applications will be carefully considered."

Was heisst das für nen Web-Shop? Wer bereit ist, auf Anfrage den Source-Code seines Web-Shops herauszurücken, kann ohne Bedenken die GPL-Variante einsetzen. Wer dazu - aus welchen Gründen auch immer - nicht bereit ist, der sollte in die Tasche greifen.

Aber was ist eigentlich, wenn ich ein Produkt verkaufe, welche zwar mit MySQL arbeitet, aber z.B. nicht den MySQL-DB-Provider einlinkt (damit unter GPL fallen würden), sondern nur den OleDB-Provider? Wenn der Kunde sich MySQL selbst installiert, könnte man auch die GPL-Variante in kommerziellen Produkten einsetzen.
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herbivore
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Hallo herbivore,
Zitat
Der Einsatz der GPL-Variante stellt das Produkt auch unter GPL. Damit ist die Software für jedermann frei nutzbar.
Du meinst das Produkt, dass man selber erstellt, würde unter GPL fallen? Wenn das eigene Produkt mySQL nur als Datenbank(-Server) benutzt (z.B. per ODBC), steht das dadurch nicht unter GPL. Warum sollte es?

Ich gehe z.B. davon aus, dass die ganzen Web-Hoster, die mySQL auf den Web-Servern zur Verfügung stellen, dass unter GPL tun - obwohl sie den Web-Space natürlich kommerziell vermarkten.

herbivore
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herbivore
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Hallo svenson,
Zitat
"Note that non-profits may apply to MySQL for free commercial licenses and such applications will be carefully considered."
das heißt m.E., dass non-profit-Organisationen die kommerzielle Lizenz kostenlos erhalten.

herbivore
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svenson
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Zitat
Original von herbivore
Du meinst das Produkt, dass man selber erstellt, würde unter GPL fallen? Wenn das eigene Produkt mySQL nur als Datenbank(-Server) benutzt (z.B. per ODBC), steht das dadurch nicht unter GPL. Warum sollte es?

Siehe Edit. Solange man nix einlinkt oder mitliefert sollte man frei sein. Die Frage ist nur, ob man wirklich auf einen nativen DB-Provider verzichten mag.
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svenson
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Webhosting ist ein spannendes Thema. MySQL bietet ja selbst Hosting an, allerdings in der kommerziellen Variante!? Aus meiner Sicht ist Webhosting ein Produkt. Wenn dort MySQL mitgeliefert wird, sollte das kommerziell sein.

Aber wie kann z.B. Apple das MacOS mit dem Apache ausliefern?

Ich sehe schon die nächste Abmahnwelle rollen....
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svenson
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Spannned auch die Link-Argumentation. Wenn ich ein GPL-Lib direkt nutze dann bin ich GPL. Ziehe ich um die GPL-Lib eine GPL-Exe, die via IPC mit einer Nicht-GPL-Anwendung redet (sprich ein Proxy), ist das auch legal.....

Funktioniert mein Programm NUR mit MySQL bin ich auch wieder kommerziell (man sollte daher tunlichst auch andere DBs im Produkt nennen).

Ach was waren das noch Zeiten, als es einfach nur Freeware gab.

In meinen Augen macht GPL nur Sinn, wenn man halbwegs verhindern will, dass Firmen aus Freeware Kapital schlagen. Das ist zwar irgendwie nachvollziehbar, macht die Sache aber unnötig kompliziert. In unserer Firma herrscht aus diesem Grund strengstes Verbot, GPL-Code auch nur anzuschauen. Dem Risiko sich in diesem unüberschaubaren Lizenz-Choas Klagen auszusetzen, will keiner eingehen, selbst wenn es in dem ein oder anderen Projekt ein paar GPL-Tools beim Kunden durchaus hilfreich wären.

Zum Glück läuft ja viel über LGPL.
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norman_timo
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Hallo zusammen,

am Besten man nimmt eine DB die immer und jederzeit kostenfrei ist. Z.B. PostGreSql oder Firebird oder Sql Server Express...

Ich denke, dass eine erneute Diskussion um MySQL Lizenzen hier ein wenig am Thema vorbei geht, auch wenn es hier um Pro's / Contra's ASP.NET <--> PHP geht.

Klarheit bekommt man dann, wenn man direkt bei MySQL nachfragt, die sollten das am Besten wissen ;-)

Gruß
Norman-Timo
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herbivore
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Hallo norman_timo,
Zitat
Ich denke, dass eine erneute Diskussion um MySQL Lizenzen hier ein wenig am Thema vorbei geht
... du hast das Thema ins Spiel gebracht. :-) Und dass ich eine m.E. falsche Aussage nicht einfach stehen lasse, sollte auch klar sein. :-)

herbivore
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herbivore
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Hallo zusammen,

so, Thema abgetrennt, jetzt kein fleißig weiter diskutiert werden. Nämlich z.B. ob die nativen DB-Provider nicht viellicht sogar unter LGPL stehen (habe ich nicht geprüft).

herbivore
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svenson
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Ich finde das Thema wichtig. Wenn du in das Netz schaust findest du hunderte von Leuten, die alle genau das gleiche Problem haben. Und allgemein herrscht totale Verwirrung. Meist wird die Diskussion damit beendet, dass es heisst, MySQL würde sowieso keine Verletzungen verfolgen. Dank deutschem Abmahnrecht aber sehr gefährlich, denn auch ein Mitbewerber, der eine kommerzielle Lizenz besitzt (oder überhaupt nur eine DB), könnte dich wegen Wettbewerbsvorteilen abmahnen (hey, endlich mal ne Chance reich zu werden....).

Aber schaut mal selbst in die MySql-Foren zum Thema Lizenzierung.
http://forums.mysql.com/list.php?4

Ehrlich gesagt eine Frechheit. Sämtliche Kisten, die wir hier diskutiert haben, tauchen dort zu Dutzenden auf. Da seinzige was MySql dazu sagt ist:

1. Link auf die Lizenz-Vereinbarungen
2. Ruft Sales an

Es macht den Eindruck, als wüßten auch bei MySQL nur die Anwälte, wie man die Lizenzen zu verstehen hat. Man könnte böswillig argumentieren, dass die warten, bis MySQL üebrall läuft um dann den argwilligen User im Nachhinein abzuzocken. Das grenzt an Verschleierung, was die machen. "Freie Software" hab ich mir anders vorgestellt. Ist Freiheit nicht auch Offenheit = Transparenz?
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svenson
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Hier nen guter Link zu Rechtsfragen:
http://www.ifross.de/
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norman_timo
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Hallo Herbivore,
Zitat
Und das ich eine m.E. falsche Aussage nicht einfach stehen lasse, sollte auch klar sein.

Dito.

Ich sehe folgende Aussage für nicht richtig:
Zitat
MySQL - kostenlos


@alle:

habe jetzt einfach mal in der FAQ von MySQL geschaut und folgendes gefunden:
Zitat
How do I know which license to use?
The overall guiding business principle of MySQL's dual licensing is one of fair exchange or "Quid pro Quo" which means "something for something."

So if you use MySQL with GPL-licensed software (or a license that is GPL-compatible) we encourage you to use the GPL license. For all other users of MySQL, we recommend that you purchase a MySQL commercial license

For more complete guidelines on the GPL and commercial license from MySQL, please read our licensing overview or contact a MySQL representative online.

Quelle: MySQL - FAQ

ich denke hier wird klar wie MySQL das sieht.

Gruß
Norman-Timo
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herbivore
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Hallo norman_timo,

mySQL sieht das wohl so, dass jede Benutzung von mySQL in eigenen kommerziellen Anwendungen nur mit der kostenpflichtigen Lizenz möglich ist.

Allerdings schreiben sie (in derselben FAQ):
Zitat
With the GPL license, MySQL is available free of charge. Users may download the software for free and modify, integrate and distribute it. However, GPL users must abide by the rules of the GPL, which stipulate that if a MySQL-based application is redistributed, the complete source code for this application must also be open and available for redistribution.
Da bedeutet ja wohl, für den Web-Shop-Fall - in dem die Software ja nicht redistributed wird - dass man den Quellcode nicht öffnen muss.
Zitat
Commercial license customers get a commercially supported product with a level of assurance from MySQL AB, without the requirement that their MySQL-based software must be "open sourced". MySQL is able to provide a commercial license because it has full ownership of the MySQL code.
Ich möchte doch bezweifen, dass sie "full ownership" haben. Immerhin ist mySQL selbst eine OpenSource-Entwicklung, zu der bestimmt etliche Autoren beigetragen haben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie von all diesen Autoren die Rechte gekauft haben.

herbivore
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svenson
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Nochmal zum Webhosting: Offenbar ist das Wort "gelinkt" in diesem Zusammenhang entscheidend. Da ein Webhoster nix linkt und die mitgelieferten Produkt (PHP), die tatsächlich linken auch GPL sind, ist das wohl kein Thema. Aber... (siehe unten).

@ Herbi, schau dir mal den fett markierten Bereich an. Klassischer Fall ohne Distribution (Anwendung setzt einfach auf), MySQL meint, man müsse zahlen, weil die Anwendung ja ohne MySQL nicht lauffähig sei und Geld damit verdient wird...

Nachgeschoben wird dann das "Link"-Argument. Sobald man also native DB-Provider (die nennen das hier MYSQL-Protokolle) verwendet muss man zahlen.
Zitat
The licensing of free software

As I said
earlier,
dual-licensing is central to MySQL’s business model. So
under what circumstances must you license MySQL? There’s a
“nice guy” answer that’s fairly clear, and a formal legal
answer that’s considerably murkier.

The nice guy answer is (I believe I am quoting Monty
Widenius directly here): “If you distribute MySQL for free,
you get it for free, but if you charge money for it you give
us money.” I believe this covers most cases neatly. For
instance, I think everybody agrees that a store can run its
inventory application on MySQL, or an airline book tickets
through its Web page backed up by a MySQL database, without
paying for it. These businesses are not making money by
distributing MySQL; they’re just users. And I’m pretty sure
the GPL covers them.

Most situations requiring payment are also clear. If you
enhance the MySQL source code in some way and sell it
without distributing the source code, you have to pay a
license.

But what about the case of the application service provider?
This is a common problem in GPL-land that I don’t believe
has even been resolved. At a Birds of a Feather session at
the MySQL conference one evening–a session well attended by
about 25 very interested people–one programmer for a game
company laid out a situation where they run their multi-user
game on a server backed up by MySQL, and distribute only a
client. Do they have to pay a license? After all, they’re
not distributing MySQL itself.

Zak Greant, a long-time MySQL public figure (listed in the
conference brochure as their “community advocate”) said the
game company should pay. The game could not run without
MySQL, and the client was the means of access by paying
customers.


Several attendees then tried to extend Greant’s
reasoning. Why, then, shouldn’t users of Web browsers pay
license fees for accessing Web pages backed by MySQL? Well,
besides the absurdity of trying to enforce such a payment
regime, the Web server does not use a proprietary,
specialized protocol as the game does.

I found Greant’s argument strained, but I appreciate the
need for MySQL AB to share in the profits from services that
depend on MySQL.

(UPDATE, April 22: Zak wrote to explain the thinking behind
asking a game company to pay a license on a system where the client
and server use the MySQL protocol. It makes a lot more sense now. If
the client and server communicate using the MySQL protocol, the client
is no doubt written with the MySQL library that implements the
protocol. (Who would reinvent the wheel just to save a few bucks?)
Under the GPL–although perhaps not the LGPL–the game client is an
extension of MySQL and qualifies for the commercial license.)

The length and heat of this late-night
argument shows that open source licensing still has to shake
out. But let’s remember that proprietary licensing is an
even deeper pit.

There are clauses in most software licenses (such as
prohibitions of reverse engineering) that are flat-out
illegal. Many more clauses are so ambiguous that any guess
about their interpretation by the courts would be as good as
a coin flip. Many organizations probably pay a lot more in
license fees than they’d have to pay if they took the time
to examine the licenses with a fine-toothed comb and showed
a willingness to go to court. And of course, we’re still
arguing over what’s covered by fair use, what constitutes a
trade secret, and whether the DMCA outlaws Web links to
illegal code.

So let’s see if we can pull ahead of the pack in free
software. Let’s see whether the field can establish a system
that’s readily understandable, fair, and conducive to
growth. I’ll return to this question when covering
Brian Behlendorf’s keynote.
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herbivore
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Hallo svenson,

naja, sie scheinen selbst nicht ganz zu wissen, was sie wollen. :-)

Nach der Nice-Guy-Answer wäre ein Web-Shop auf jeden Fall frei von Lizenzgebühren. Und m.E. auch das Web-Hosting.

Dass die Game-Company zahlen muss, liegt ja daran, dass sie ein Programm distributieren (den Client), das ohne mySQL nicht lauffähig wäre. Wenn kein Programm distributiert wird, sondern nur nutzbar gemacht wird (Web-Shop, Web-Hosting), dann fallen nach der Nice-Guy-Answer keine Lizenzgebühren an.

herbivore

PS: Dann ist das in der FAQ mit dem 'redistribute' doch keine Lücke, wie ich zuerst dachte, sondern wirklich die offzielle Linie. Wenn man eine Web-Anwendung auf mySQL basiert, dann kann man mySQL unter GPL nutzen, ohne dass die Anwendung unter die GPL fällt.
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Yellow
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;o)

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hallo,

wollt' mich ebenfalls mit 2 Links beteiligen:

MySQL Pro Server oder MySQL Community Server

Wikipedia GPL

von daher möchte ich mich herbivore anschliessen...

-yellow
Selbst ein Weg von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt (chinesisches Sprichwort).

Mein Blog: Yellow's Blog auf sqlgut.de
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BerndFfm
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Das Thema wurde ja schon mehrfach diskutiert.

MySQL ist kostenfrei, wenn man es selbst einsetzt (egal wo, also auch im kommerziellen Webshop) oder wenn man es unter GPL-Software weitergibt.

Wenn man es verkauft muss man Lizenzen zahlen.

Ich denke dass MySQL in Deutschland nichts dagegen hat wenn das Lizenzmodell nicht so ganz durchschaubar ist, denn sie wollen natürlich "Business Lizenzen" verkaufen. Hab gerade heute ein Angebot für "MySQL Cluster - Production Bundle" für 19.995 Euro bekommen.

Grüße Bernd
Workshop : Datenbanken mit ADO.NET
Xamarin Mobile App : Finderwille Einsatz App
Unternehmenssoftware : Quasar-3
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Zitat
Original von herbivore
Nach der Nice-Guy-Answer wäre ein Web-Shop auf jeden Fall frei von Lizenzgebühren.

Würde ich auch so sehen, es so sehen, zumindest solange, wie die Shop-Lösung nicht distributiert wird. Aber ist das Nutzen dieser Anwendung nicht einfach eine Distribution von Funktionalität über das Netz? Aus dieser Sicht wäre der WebShop nicht lizenzfrei, wenn gegen MySQL gelinkt wird....
Zitat
Und m.E. auch das Web-Hosting.

Sehe ich als Grenzbereich. Schließlich wird hier ein Produkt für Geld angeboten. Aber so besch**** wie die GPL formuliert ist, kann man sich bestimmt hinter dem "Linked"-Argument verstecken. Hier machen immerhin große Firmen Kasse mit OSS. Sicher nicht intendiert. Vielleicht gibts hier auch einfach ein paar Verträge hinter den Kulissen.

Meine Einschätzung der gesamten Situation:

1. GPL ist schlecht formuliert weil es sich auf technische Details abstützt, die in bestimmten Szenarien nicht greifen (siehe WebHosting) oder mit Tricks umlaufen werden können (z.B. Linken via IPC umgehen oder auf nicht-proprietäre Schnittstellen wie ODBC ausweichen). Eine andere nette Idee wäre doch, den DB-Provider von MySQL nicht zu referenzieren, sondern zur Laufzeit zu laden und per Reflection zu invoken. Ist kein Linking.....

2. MySQL weiss um diese Situation und hütet sich, explizite Kriterien zu nennen, weil vermutlich viele, die aus Angst kommerzielle Lizenzen kaufen, dies sonst unterlassen würden.

Vielleicht ist GPL auch deshalb so erfolgreich, weil es genug Schlupflöcher läßt.... wer weiss.
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Zitat
Original von BerndFfm
MySQL ist kostenfrei, wenn man es selbst einsetzt (egal wo, also auch im kommerziellen Webshop) oder wenn man es unter GPL-Software weitergibt.

Schau dir nochmal die Aussage zu dem Multi-User-Game-Beispiel an. Dort erstellt eine Firma (für sich selbst) ein Game, mit MySQL Backend und vertreibt einen Game-Client.

Sie muss in diesem Fall für MySQL zahlen.

Was unterscheidet dieses Beispiel ernsthaft von einem WebShop?

Dies Aussage: "Nutzt man es für sich selbst, ist es kostenlos" gilt also nicht immer....

Der MySQL-Anwahlt schiebt dann das Link-Argument nach!????? Damit ist spielt aber "Selbstnutzung" keine Rolle mehr....
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herbivore
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Hallo svenson,
Zitat
Was unterscheidet dieses Beispiel ernsthaft von einem WebShop?
das steht doch in dem von dir geposteten Text ganz genau, dass in einem Fall etwas distributiert wird und im anderen nicht. Außerdem steht im "UPDATE, April 22", dass der Client die mySQL-Bibliotheken und das mySQL-Protokoll benutzt (und diese redistributiert!). Damit ist das ja ohnehin eine ganz andere Situation.

herbivore
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svenson
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Der Game-Client ist aber überhaupt nicht gegen MySQL gelinkt. Der weiss noch nichtmal, dass es einen MySQL-Backend gibt. Der Game-Client hat damit die Funktion eines Browser, um mal im Shop-Bild zu bleiben.

Wenn ich einen WebShop mit ASP.NET baue und den MySql-Provider einsetze, link ich auch gegen MySQL..... dann verwende ich auch das native MySQL-Protokoll und NICHT ODBC.
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