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Lokale Datenbank ohne Datenbankserver

Erstellt von Ishildur vor 18 Jahren Letzter Beitrag vor 18 Jahren 10.404 Views
I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren
Lokale Datenbank ohne Datenbankserver

Hallo zusammen
Ich habe eine Kundin mit einem Laptop, welche keinen Zugriff auf irgendwelche Netzwerk - Resourcen hat. Habe ich eine Möglichkeit, sowas wie eine lokale *.mdb Datei anzulegen, welche keinen Datenbankserver benötigt oder sowas?

Gruss Ishildur

432 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

hi ishildur,

also, wenn du dort eine .net 2.0 anwendung von dir laufen lässt, kannst du auch auf datenbanken aller möglichen formate zugreifen. die zugriffstreiber können ja ggf. über das setup-programm mit verteilt werden.

sqlexpress 2005 ist ausserdem kostenlos

und die access runtime ist auch weiterverteilbar, wenn es unbedingt mdb dateien sein müssen (aber wie gesagt: ich glaube, die access treiber können bestandteil deines setups sein)

gruß
ron

I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Neinnein, es müssen überhaupt nicht unbedingt *.mdb Dateien sein! Ich habe mir auch überlegt, das Ganze einfach mit DataSet.WriteXml und DataSet.ReadXml zu speichern resp. zu laden. Aber das Problem Dabei währe natürlich, dass ich immer die gesammte Datenbank in den Arbeitsspeicher laden müsste, was glaube ich nicht so eine gute Idee wäre...
Ich nehme mal an, da gibts keine Alternativen, sowie einen InProgramm Sql - Server oder sowas?

Wie sehen denn die Einschränkungen von sqlexpress aus?

347 Beiträge seit 2006
vor 18 Jahren

Sql Express scheint vlt ein etwas zu großer Vorschlaghammer zu sein.
Schaue dir mal Firebird an:
Deutsche Seite: http://firebird-datenbank.de/
Offizielle Seite: http://www.firebirdsql.org/

Im Gegensatz zu SqlExpress gräbt sich FB nicht metertief ins System ein. Was für deine Zwecke ideal sein kann, wäre der embedded Server. Das ist eine Clientbibliothek, die gleichzeitig den Server enthält.
Du kannst also eine FB Datenbank inproc öffnen OHNE dass irgendetwas außer deiner Anwendung installiert werden muss.
Außerdem ist es natürlich kostenlos.

Als Admin tool kann ich IB Expert empfehlen, gibt's auch als kostenlose Personal Edition.

btw: Im Jahre 2006 halte ich solche Antiquitäten wie MS Jet für etwas heikel...

edit: lol... Hatte 2005 getippt. 😁

4.207 Beiträge seit 2003
vor 18 Jahren

Ich würde auf den SQL Express setzen, zumal ein SQL Server in zukünftigen Windows-Versionen ja im Betriebssystem verankert sein wird ...

Ansonsten Access oder XML.

Wissensvermittler und Technologieberater
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F
10.010 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Wie immer meine bevorzugte Alternative SQLite.

I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

@Golo Haas
Ich glaube auch, es ist für diese Situation das vernünftigste, zumal ich auf diese Weise viele meiner Komponenten aus früheren Projekten für den SQL Server 2005 wiederverwenden kann.
Allerdings habe ich folgendes Problem:

Ich möchten den SQL Express auf meinem Notebook installieren und bekome ständig folgenden Fehler:

Vom Setup für SQL Server 2005 wurden nicht kompatible Betaversionen von Visual Studio, .NET Framework oder SQL Server 2005 erkannt. Verwenden Sie... blah,blah,blah

Das Problem ist, dass ich keine solchen Komponenten mehr installiert habe. Ich habe das neueste .NET Framework 2.0.50727, das Visual Studio 8.0.50727 und keinen SQL Server! Allerdings hatte ich früher tatsächlich einen SQL - Server 2005 Beta2 Server installiert, welcher ich aber später deinstalliert hatte.

Vermutlich steht noch irgendso ein Schrott in der Scheissregistry, hat da jemand Erfahrung mit?

4.207 Beiträge seit 2003
vor 18 Jahren

Hi,

na, wenn das alles ist, was Dich vom SQL Express abhält 😉.

Versuche mal, alles, was auch nur im entferntesten mit .NET zu tun hat, zu deinstallieren - inklusive MDAC, J# Redistributable, diverse SQL Server Addons, MSXML, Device Emulator, SQLXML ...

Ich hatte das Problem auch schon mal, und meine, mich zu erinnern, dass es an MSXML lag ...

Viel Erfolg 🙂!

Golo

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I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Ich habe jetzt absolut alles deinstalliert, es geht trotzdem nicht! Das wars dann wohl SQL - Express... 😜

4.207 Beiträge seit 2003
vor 18 Jahren

Poste doch bitte mal eine Liste mit allen Applikationen, die noch installiert sind ...

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I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Also ich weiss nicht... Wie soll ich das denn anstellen? Ich habe diese Liste noch nie exportiert oder sowas... X(

I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Wie ich vermutet habe, wimmelt es in der Registry nur so von Einträgen auf den Sql Server 2005 und an Pfade, die überhaupt nicht mehr exisiteren!
Wenn ich an Windows etwas hasse, dann die Tatsache, dass so etwa 1 von 900 Programmen korrekt deinstalliert wird! 🙄

347 Beiträge seit 2006
vor 18 Jahren

Wird wohl etwas OT, aber das interessiert mich dann doch...

Original von FZelle
Wie immer meine bevorzugte Alternative SQLite. Ein paar kleine Fragen am Rande, da ich den Tip öfter gelesen habe:*Hast du es mal gegen FB embedded verglichen und hast daraufhin SqlLite gewählt? *Wenn ja was waren die Vorteile? *Wie groß ist die DLL (bzw. wieviele DLLs braucht man) ? *Sind SProcs und Trigger möglich?

Sorry, wenn ich dich so böse ausquetsche. 😁
Ich bin schon etwas neugierig und deren Seite gibt entweder nicht genug preis oder der Funktionsumfang (1 , 2) ist tatsächlich arg eineingeschränkt.

347 Beiträge seit 2006
vor 18 Jahren

Original von Ishildur
Ich habe jetzt absolut alles deinstalliert, es geht trotzdem nicht! Das wars dann wohl SQL - Express... 😛 Es gab auch andere Vorschläge außer einer dicken MDAC/MSSQL-Installation.
Es gibt außerdem noch Nexus DB, nicht kostenlos aber auch ein nettes inproc/standalone DBMS.

Probiere einfach mal die drei (bzw. 4 mit SQLX) aus und suche dir die aus, die dir am besten zusagt. 😉

I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Ja das Problem ist eben, dass ich ein ganz Ahnliches Tool wie dasjenige, das ich nun machen soll, bereits einmal gemacht habe und ich das meisste von dort herausnehmen kann! Allerdings habe ich dort überall die Nativen SQL - Klassen benutzt...

1.274 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Ich hatte auch ein Problem das ähnlich war wie deins. Probier doch mal MSXML6 zu installieren. Nach der Installation ging es wieder.

"Das Problem kennen ist wichtiger, als die Lösung zu finden, denn die genaue Darstellung des Problems führt automatisch zur richtigen Lösung." Albert Einstein

F
10.010 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

@RobertG:

SQLite unterstützt Trigger aber keine SProcs( braucht man das wirklich ?).
Für das FW 2.0 hat der ADO-Provider die C-DLL gleich eingebaut und alles
zusammen ist 480KB gross.

Es gibt eine CE version und VS.NET 2005 designeruntestützung.
Seit version 1.0.24 kann die DB verschlüsselt werden.

Es gibt einige Performance bringende "Nettigkeiten" wie "INSERT OR REPLACE ..."

Da PHP5 und nun auch Thunderbird SQLite als std. DB benutzen, kann die
Wahl nicht so schlecht sein.

Ich habe Firebird embedded und SQLite mal vor 2 Jahren "gegeneinander"
getestet und SQLite war für so ziemlich alle belange einer SingleUser DB
deutlich schneller.
Und da der SQLiteProvider nochmal deutlich zugelegt hat, wird sich das auch nicht umdrehen.

Wenn Du allerdings eine SW machen willst, die potentiell auch multiuserfähig
sein soll/muss, ist Firebird doch die bessere Wahl.

I
Ishildur Themenstarter:in
431 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Ich habe nun versucht, SQL Express auf einem NigelNagelNeu aufgesetzten WindowsXP zu installieren: Keine Chance! 🤔

128 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Hallo,

Original von Ishildur
Ich habe eine Kundin mit einem Laptop, welche keinen Zugriff auf irgendwelche Netzwerk - Resourcen hat. Habe ich eine Möglichkeit, sowas wie eine lokale *.mdb Datei anzulegen, welche keinen Datenbankserver benötigt oder sowas?

Jet Engine ist nicht gerade empfehlenswert, aber kannst du über ADOX und ADO.NET erzeugen und ansteuern, ansonsten sind meine heißen Kandidaten:

* Visual FoxPro per OLE DB Provider (kostenfrei)
* SQLite (kostenfrei)
* Firebird (kostenfrei)

Für alle RDBMS dürfte es entweder OLE DB Provider oder sogar native Klassen geben. Die Verwednung in ADO.NET ist damit ein Kinderspiel.

Bzw. der Argumentation mit SQL Server Express - sorry, Leute. Das Teil ist NICHT für lokale Installationen geeignet. Und wenn es 2009 irgendwann mal im OS sein wird (oder auch nicht), dann spielt das aktuell keine Rolle.

Ein künftiger Aspirant könnte SQL Server Everywhere werden, aber das Teil ist gerade mal Beta-Software.

Bis denne, JoKi

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128 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Mahlzeit,

Original von Golo Haas
Ansonsten Access oder XML.

Das ist doch nicht wirklich ernst und professionell gemeint, oder? 8)

Bis denne, JoKi

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F
10.010 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Ich bin ja auch nicht gerade ein verfechter vom Sql-Express, aber warum sollte der
nicht als locale Engine benutzbar sein?

128 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Mahlzeit,

Original von FZelle
Ich bin ja auch nicht gerade ein verfechter vom Sql-Express, aber warum sollte der
nicht als locale Engine benutzbar sein?

Prinzipiell spricht nichts dagegen, aber SQL Express ist IMHO oversized. Ich möchte lediglich daran erinnern, dass man einen vollständigen Server mit allem drum und dran zu installieren hat. Das Teil läuft a) mit .NET 2.0 und b) immer sobald die Kiste bootet. Ihr dürft eins nicht vergessen... Der Kunde hat in den meisten Fällen nie so eine Performanceschleuder wie ihr zum Entwickeln.

Was meinste, was ein mittelständischer Betrieb zu dir sagt, wenn du mal hingehst und meinst, dass zuerst die gesamten Rechner wegzuwerfen und gegen neue auszutauschen sind...

Ich sage ja nicht, dass SQL Server und die Express Edition im speziellen schlecht sind, im Gegenteil. Ich sage lediglich, dass das Produkt für diese Art der Anforderung nicht die optimale Lösung ist.

Bis denne, JoKi

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F
10.010 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Ich weis was Du meinst, aber nicht alle Kunden haben solche rechner.

Aber, ein Kunde der bereit ist einen guten 4 stelligen Betrag für eine
Spezial SW auszugeben, hat auch die €500 für einen Rechner.

Und man muss den Sql-Server nicht so einrichten, das er immer läuft,
es gibt ja schliesslich auch noch die Möglichkeit den beim Programmstart mitzustarten 😉

Und der Sql-Express hat keinen so grossen Memory-footprint.

Aber wie oben erwähnt ich kenne auch andere DB-Systeme.

128 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Mahlzeit,

Original von FZelle
Aber, ein Kunde der bereit ist einen guten 4 stelligen Betrag für eine
Spezial SW auszugeben, hat auch die €500 für einen Rechner.

Deshalb sprach ich ja auch von mehreren Rechnern und dann wird der Kunde schon etwas unruhiger. Wie? Zusätzlich zur Software auch noch neue Rechner kaufen?

Und man muss den Sql-Server nicht so einrichten, das er immer läuft,
es gibt ja schliesslich auch noch die Möglichkeit den beim Programmstart mitzustarten 😉

Und der Sql-Express hat keinen so grossen Memory-footprint.

Man muss ihn auch gar nicht einsetzen und im Vergleich zu den bisher genannten Alternativen ist der SQL Express ein fettes Monster. =)

Wie gesagt, ich bin mal auf SQL Everywhere gespannt, dann wird ein weiteres Microsoft Produkt neben Visual FoxPro interessant für solche lokale Anwendungen, aber bis dahin. Ist und bleibt meine Meinung, dass SQL Express schlichtweg ungeeignet ist.

Der Rest ist Seife...

Bis denne, JoKi

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4.207 Beiträge seit 2003
vor 18 Jahren

SQL Everywhere ist der ehemalige SQL Mobile und soll im Wesentlichen auf Mobile Devices zum Einsatz kommen. Dass man ihn für Desktopanwendungen "missbrauchen" kann, steht auf einem anderen Blatt, hierfür ist aber eigentlich die Express-Edition gedacht.

Quelle: Diverse Nachrichten-Seiten, einfach mal bei Google nach "sql everywhere" suchen 😉.

Deiner Argumentation bezüglich Performance kann ich prinzipiell folgen - aber Du darfst nicht vergessen, dass es hier um .NET geht. Ich setze auch kein .NET auf einem Pentium 1 mit 133 MHz und 16 MByte RAM ein. Dort macht auch ein SQL 2005 Express keinen Sinn.

Wenn ich aber guten Gewissens Anwendungen in .NET 2.0 schreiben und ausliefern kann, kommt es meiner Meinung nach auf das bisschen Leistung, was der SQL 2005 Express braucht, auch nicht mehr an.

Außerdem gibt's ja noch mehr neben den klassischen Windows-Anwendungen, sprich Webapplikationen - hier führt ja mit .NET 2.0 schon fast kein Weg am SQL Express vorbei, wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte UND komfortabel entwickeln möchte.

BTW - nur um mal auf Zahlen zu kommen, der SQL Server Express 2005 belegt auf meinem Rechner mit den Reporting Services 180 MByte RAM ... das haben mein Outlook, mein IE sowie mein Virenscanner zusammen auch. Und? Stört mich das? Nein. Also, warum sollten mich die 180 MByte RAM vom SQL Server kratzen?

Und die CPU-Last von allen SQL Server-Prozessen zusammen liegt bei 0% laut Taskmanager, so lange das Ding nicht gerade eine Abfrage durchführt ...

So gesehen, who cares?

Auf älteren Systemen hast Du allerdings vollkommen recht, nur stellt sich dort die Frage, ob diese für .NET überhaupt relevant sind.

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347 Beiträge seit 2006
vor 18 Jahren

Ich konnte Joki ganz gut folgen, BIS FoxPro ins Spiel kam.
Das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen...

Zum interessanten Punkt in dem Thread: Es macht nicht immer Sinn Software nur deshalb einzusetzen weil MS drauf steht. Als lokale DB muss schon einiges zusammen kommen, bevor sich eine engine lohnt, die installiert werden muss.
Es muss noch vielmehr zusammenkommen bevor man dafür etwas installiert, was sich nie wieder restlos entfernen kann. Zumindest IMHO.
btw: Als lokale DB bezeichne ich strikt Single User & rein lokale Zugriffe. Also nicht entartete Geschichten wie Jet, dBase oder FoxPro, in der sich 5 Clients die gleiche Datenbankdatei im Netz wie wild gegenseitig um die Ohren werfen... 😕

Genau hier sind Systeme wie die vorgeschlagenen inproc DBMS (Wobei Firebird auch als voller Server laufen könnte ) genau in ihrem Element.
SQLX herzunehmen, weil man keine Lust hat den DAL DB-unabhängig zu machen kann durchaus ein Punkt sein, den man mit dem Kunden besprechen und auf die Art Kosten/Vorteile abwägen kann, aber irgendwie wirkt das nicht wirklich berauschend...
Bei wirklich aufwendigen Relpikationen wäre SQLX schon angebrachter, da man hier diese Features frei Haus bekommt. (SQLX kann doch Replikationen, oder? 🤔 )

4.207 Beiträge seit 2003
vor 18 Jahren

Original von Robert G
btw: Als lokale DB bezeichne ich strikt Single User & rein lokale Zugriffe. Also nicht entartete Geschichten wie Jet, dBase oder FoxPro, in der sich 5 Clients die gleiche Datenbankdatei im Netz wie wild gegenseitig um die Ohren werfen... 😕

Dass ein gemeinsamer Zugriff auf eine Datenbankdatei im Netzwerk "entartet" ist, sehe ich genauso. Die Frage ist doch aber, ob man dies nutzt.

Access oder VFP lassen sich ja auch wirklich lokal einsetzen, nur auf einem Client, nur für einen User.

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S
1.047 Beiträge seit 2005
vor 18 Jahren

Wenn sich die FAQ zu dem SQL Everywhere mal durchliest erkennt man, wofür das Produkt gedacht ist

http://blogs.msdn.com/stevelasker/archive/2006/04/10/SqlEverywhereInfo.aspx

Q: Which database should I use for my desktop apps?
A: This is a longer discussion than what I’m trying to cover in this Q&A, but both SQL/x and SQL/e will be available for the general desktop scenario. However, SQL/e is targeted specifically for general desktop usage. It runs in-proc, doesn’t offer data as a service, has a lightweight model for applications that need to share the resources of the users machine with other applications besides the database engine. SQL/x is a free version of the server product. It runs as a service, and while SQL/x has been tuned to be more efficient about resource usage, it is a server based product. General guidance is to start with SQL/e. SQL/x is well suited when you want exact functionality of the server platform, but are willing to deploy a server based product that will require significantly more resources than SQL/e. When considering local data stores, consider the bigger picture of the problem. A users machine is a different operating environment than a server.

347 Beiträge seit 2006
vor 18 Jahren

Original von sheitman
Wenn sich die FAQ zu dem SQL Everywhere mal durchliest erkennt man, wofür das Produkt gedacht ist


>
Demnach wäre SqlServer für alles bestens geeignet, entweder der große oder der kleine.
Das ist so als ob man VW, BMW oder Audi fragen würde, wer die besten Autos baut... kopfschüttel

128 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Hallo Golo,

leider muss ich dich hierbei auf einen aktuelleren Stand bringen.

Original von Golo Haas
SQL Everywhere ist der ehemalige SQL Mobile und soll im Wesentlichen auf Mobile Devices zum Einsatz kommen. Dass man ihn für Desktopanwendungen "missbrauchen" kann, steht auf einem anderen Blatt, hierfür ist aber eigentlich die Express-Edition gedacht.

SQL Everywhere wird eine SQL Mobile Edition für den Desktop sein und wird zukünftig neben Mobile Devices eben auch auf anderen Zielplattformen wie Desktop und Tablet PC einsatzfähig sein. Das begründet sich aus einer verstärkten Nachfrage von Anwender an das SQL Server Team.

Quelle: Diverse Nachrichten-Seiten, einfach mal bei Google nach "sql everywhere" suchen 😉.

Meine Quelle: http://www.microsoft.com/sql/letter.mspx - Monthly newsletter von Paul Flessner (Senior Vice President of the Server Applications). Und weitere Blogs von Microsoft Mitarbeitern im SQL Server Team.

As part of our work in this area, today I want to announce a new addition to the SQL Server family, SQL Server Everywhere Edition. This new offering for storage on clients of all types will provide a lightweight, compact, but rich subset of the capabilities found in other SQL Server editions. Beyond having rich local data management capabilities, SQL Server Everywhere Edition will also include support for seamlessly synchronizing with other SQL Server editions and provides features that promote building rich client applications that operate effectively in today’s increasingly “occasionally connected” environment.

Damit sollte das nun hoffentlich geklärt sein.

Deiner Argumentation bezüglich Performance kann ich prinzipiell folgen - aber Du darfst nicht vergessen, dass es hier um .NET geht. Ich setze auch kein .NET auf einem Pentium 1 mit 133 MHz und 16 MByte RAM ein. Dort macht auch ein SQL 2005 Express keinen Sinn.

Wenn ich aber guten Gewissens Anwendungen in .NET 2.0 schreiben und ausliefern kann, kommt es meiner Meinung nach auf das bisschen Leistung, was der SQL 2005 Express braucht, auch nicht mehr an.

Wieso fällst du denn gleich wieder ins andere Extrem? Nehmen wir doch einfach einen durchschnittlichen Rechner in einem mittelständischen Betrieb, hm? Und da dürften wir irgendwas zwschen 600MHz und 1.4 GHz mit vielleicht 128 MB bzw. 256 MB Speicher unter Windows 2000 Professional oder Windows XP Professional antreffen. So, und nun erkläre dem Kunden, dass die Anwendung nicht schnell laufen kann, weil der Rechner zu schwach ist.

Außerdem gibt's ja noch mehr neben den klassischen Windows-Anwendungen, sprich Webapplikationen - hier führt ja mit .NET 2.0 schon fast kein Weg am SQL Express vorbei, wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte UND komfortabel entwickeln möchte.

Klar. Und weiter? Das ist nicht Bestandteil dieses Thread.

BTW - nur um mal auf Zahlen zu kommen, der SQL Server Express 2005 belegt auf meinem Rechner mit den Reporting Services 180 MByte RAM ... das haben mein Outlook, mein IE sowie mein Virenscanner zusammen auch. Und? Stört mich das? Nein. Also, warum sollten mich die 180 MByte RAM vom SQL Server kratzen?

Und die CPU-Last von allen SQL Server-Prozessen zusammen liegt bei 0% laut Taskmanager, so lange das Ding nicht gerade eine Abfrage durchführt ...

So gesehen, who cares?

Nochmal zur Wiederholung. Es geht nicht um dich oder deinen Rechner. Du spielst keine Rolle. Dem Kunden sein Rechner ist das Ziel und um diesen geht's allein. Aber irgendwie scheinst du das nicht verstehen wollen, oder SQL Server Express Edition ist das Allheilmittel in deinem Verständnis von Datenbank und so.
Meines Erachtens ist deine Einstellung voll an potentiellen Bedürfnissen eines Kunden vorbei orientiert. Aber so lange du damit glücklich bist, dann geniesse es. Nur versuche hier bitte nicht andere zu missionieren.

SQL Express ist okay, aber beileibe nicht für alles nutzbar.

Auf älteren Systemen hast Du allerdings vollkommen recht, nur stellt sich dort die Frage, ob diese für .NET überhaupt relevant sind.

Well, das wird der Kunde schon zum Ausdruck bringen. Und bei einer Aktualisierung von etwa fünf bis 20 Rechner samt Softwarelizenzen und dem zeitlichen Aufwand für Installation und Einrichtung - nunja...

Bis denne, JoKi

Bis denne, JoKi

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128 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Hallo,

Original von Robert G
Ich konnte Joki ganz gut folgen, BIS FoxPro ins Spiel kam.
Das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen...

LOL - Ich bin auch nur ein Sklave meiner eigenen Kenntnisse. Und als MVP für VFP sehe ich darin keinerlei Probleme. Schuster bleib' bei deinen Leisten. 8)

Zum interessanten Punkt in dem Thread: Es macht nicht immer Sinn Software nur deshalb einzusetzen weil MS drauf steht. Als lokale DB muss schon einiges zusammen kommen, bevor sich eine engine lohnt, die installiert werden muss.
Es muss noch vielmehr zusammenkommen bevor man dafür etwas installiert, was sich nie wieder restlos entfernen kann. Zumindest IMHO.
btw: Als lokale DB bezeichne ich strikt Single User & rein lokale Zugriffe. Also nicht entartete Geschichten wie Jet, dBase oder FoxPro, in der sich 5 Clients die gleiche Datenbankdatei im Netz wie wild gegenseitig um die Ohren werfen... 😕

Teilweise stimme ich dir hier zu. Jedes der bisher genannten Produkte kann man sowohl strikt (in deinem Sinne) wie auch mit kleinen Netzwerkfähigkeiten nutzen. Schliesslich gibt es ja Freigaben. Ansonsten sehe ich aber prinzipiell keinen Widerspruch.

SQLX herzunehmen, weil man keine Lust hat den DAL DB-unabhängig zu machen kann durchaus ein Punkt sein, den man mit dem Kunden besprechen und auf die Art Kosten/Vorteile abwägen kann, aber irgendwie wirkt das nicht wirklich berauschend...

ACK!

Letztendlich geht es darum das Beste Tool für die Anforderungen zu finden, und wenn man eben Firebird, SQLite oder etwas sonstiges (Nicht-Microsoft) einsetzt, und es die gestellte Aufgabe am besten löst, sehr gut. Mir geht es mehr um die Tatsache, dass nicht ein Produkt, das Allheilmittel für alle Anforderungen ist - that's all.

Nur so nebenbei: Ich verwende in einigen Lösungen ebenfalls SQLite, MySQL und PostgreSQL obwohl ich mit VFP primär arbeite. Dennoch boten die anderen RDBMS in der jeweiligen Situation die besseren Optionen an.

Bis denne, JoKi

Bis denne, JoKi

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105 Beiträge seit 2006
vor 18 Jahren

Interessantes Thema.
Kann mich zwischen Firebird und SQLite nicht ganz entscheiden. Gibt es irgendwo im Netz vernünftige Seiten, wo auch keine Hilfen für die Einbindung in C# stehen?

F
10.010 Beiträge seit 2004
vor 18 Jahren

Für Firebird einfach bei http://www.dotnetfirebird.org/ die Dokus lesen.

Über SQLite kannst Du einmal natürlich bei sqlite.org und dann bei den
Entsprechenden ADO-Provider Einleitungen bekommen.

FW 1.1:http://sourceforge.net/projects/adodotnetsqlite/
FW 2.0: http://sourceforge.net/projects/sqlite-dotnet2/